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Mittwoch, 16.05.2018

Polizei sichert Schießerei-Spuren

Robert K. schoss am Montag aus seinem Versteck in der Heide-Kaserne auf alles, was nach Polizei aussah.
Robert K. schoss am Montag aus seinem Versteck in der Heide-Kaserne auf alles, was nach Polizei aussah.

© Robert Michael

Königsbrück/Dresden. Der Fall des mutmaßlichen Mörders Robert K. beschäftigt die Behörden weiter. Am Dienstag sei die Spurensuche auf dem früheren Armeegelände in der Königsbrücker Heide abgeschlossen worden. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Görlitz am Mittwoch mit, die inzwischen in dem Fall ermitteln.

Auch das Auto des früheren Sportschützen K. ist in dem zugewachsenen Kasernenareal sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht worden. Der Täter hatte sich 20 Stunden lang in einem ehemaligen Kommandanturgebäude verschanzt und mit einem Revolver auf Polizisten geschossen, bevor er sich am Montagabend mit einem Schuss in den Kopf selbst tötete. Der Suizid des Mannes ist inzwischen durch Rechtsmediziner bestätigt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Ein Versuch, Robert K. feszunehmen, war am Montag gescheitert, weil der Sportschütze unmittelbar das Feuer eröffnete und dabei einen Beamten und einen Diensthund der GSG9 verletzte. Der Elitepolizist ist außer Lebensgefahr und wird in einem Dresdner Krankenhaus behandelt. Ob der verletzte Belgische Schäferhund überleben wird, ist noch unklar. Er befindet sich in Obhut einer Tierklinik an der Dresdner Heide.

K. soll am Samstag seine 75-jährige Nachbarin in Dresden-Kaditz getötet haben. Anschließend flüchtete er. Am Sonntag fand die Polizei K.s weißen VW Caddy in dem Waldstück nördlich von Königsbrück. Spezialkommandos hatten daraufhin den ehemaligen Truppenübungsplatz durchsucht und K. aufgespürt. (SZ/two)