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Sonntag, 13.05.2018

Polizei ermittelt nach tödlichem Unfall mit Streifenwagen

© dpa

Hamburg. Nach dem tödlichen Unfall in Hamburg mit einem Polizeiauto, bei dem ein 24 Jahre alter Fußgänger ums Leben gekommen ist, gehen die Ermittlungen weiter. Die Staatsanwaltschaft habe noch nicht übernommen, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Zuständig für die Klärung des Unfallhergangs ist der Verkehrsunfalldienst Süd, eine Spezialdienststelle, bei der nach Angaben der Polizei Beamte arbeiten, die gezielt dafür ausgebildet sind, Verkehrsunfälle zu untersuchen.

Der 24-Jährige ist am Freitagabend von einem Polizeiauto erfasst worden und tödlich verunglückt. Der Polizei zufolge ist er hinter einem Lastwagen auf die Straße getreten, als der Streifenwagen mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht zu einem Einsatz war. Der Mann sei durch die Wucht des Aufpralls gegen ein parkendes und dann gegen ein entgegenkommendes Auto geschleudert worden und noch am Unfallort gestorben.

Zu den genauen Umständen des Unfalls, etwa zur Geschwindigkeit des Polizeiautos, machte die Polizei zunächst keine Angaben. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Sonntag, dass es eine Bremsspur auf der Straße gegeben habe. Ein unabhängiger Sachverständiger sei hinzugezogen worden und habe unter anderem die Bremsspur vermessen. Wie lang sie ist, sei der Polizei noch nicht bekannt. Hamburger Medien hatten berichtet, dass die lange Bremsspur des Polizeiwagens auf eine hohe Geschwindigkeit des Fahrzeugs hindeute.

Der 35 Jahre alte Polizist, der das Auto fuhr, habe einen Schock erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Sein 25 Jahre alter Kollege sei unverletzt geblieben. (dpa)

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