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Samstag, 18.03.2017

Pleite für den Chemnitzer FC

Das war kein erfolgreiches Wochenende für die ostdeutschen Fußball-Drittligisten. Magdeburg und Halle spielen zu Hause nur Remis, Erfurt und Chemnitz verlieren.

Enttäuscht: Tim Danneberg, Emmanuel Mbende und Dennis Grote vom Chemnitzer FC nach dem Treffer zum 3:0 für Osnabrück.
Enttäuscht: Tim Danneberg, Emmanuel Mbende und Dennis Grote vom Chemnitzer FC nach dem Treffer zum 3:0 für Osnabrück.

© PICTURE POINT

1. FC Magdeburg - SV Wehen Wiesbaden 0:0

Magdeburgs Trainer Jens Härtel war trotz des torlosen Remis nicht auf große Kritik aus. „Wir nehmen das Positive mit. Jetzt gilt es, in Kiel daran anzuknüpfen“, sagte Härtel. Richard Weil vergab mit einem verschossenen Elfmeter in der 87. Minute den 14. Saisonsieg. Damit hat Magdeburg als Tabellenzweiter vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter MSV Duisburg. „Das ist ärgerlich in so einem wichtigen Spiel, wo wir schon viele chancen ausgelassen haben, den Elfer zu verschießen“, sagte Härtel. In der zerfahrenen Partie agierte der FCM im Spiel nach vorne zu oft ohne Tempo. Erst in der letzten Viertelstunde schaffte es der FCM, die Gäste unter Druck zu setzen und in deren Hälfte zu binden. Allerdings blieben Torchancen weiter selten.

Sportfreunde Lotte - Hallescher FC 0:0

Der Hallesche FC holte bei den Sportfreunden Lotte zumindest einen Auswärtspunkt. Der HFC musste aber fast 30 Minuten in Unterzahl spielen, nachdem HFC-Abwehrchef Stefan Kleineheismann in der 62. Minute nach einem Foul Rot sah. In einer an Höhepunkten armen ersten Spielhälfte hatte Halle leichte Vorteile. Dennoch dauerte es bis zur 35. Minute, ehe die Saalestädter durch Martin Röser zu ihrer ersten ernsthaften Chance kamen. Trotz Unterzahl konnten sich die Hallenser in der letzten halben Stunde noch einige Großchancen erkämpfen, ein Tor wollte ihnen aber nicht gelingen.

MSV Duisburg - FC Rot-Weiß Erfurt 3:2

Für Erfurts Coach Stefan Krämer war der Elfmeter zum 3:1 für Osnabrück der Knackpunkt des Spiels. „Ich glaube, es war keiner. Zu dem Zeitpunkt waren wir richtig gut im Spiel und hatten die besseren Chancen und der Elfmeter tötet das Spiel ein bisschen“, sagte Krämer. Doch sein Team holte in der englischen Woche sechs von neun Punkten „Das ist wirklich stark, für ein Team, das in dieser Liga angeblich nichts kann. Aber wir haben es jetzt erstmal jedem bewiesen, dass wir es doch können, und wir müssen so weiter machen“, sagte Torschütze Tugay Uzan. Der Tabellenführer hatte insgesamt mehr Ballbesitz und war die bessere Elf. Aber Erfurt hielt auch ohne Torjäger Carsten Kammlott lange Zeit couragiert dagegen. Erfurt liegt mit 35 Punkten weiter sieben Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

VfL Osnabrück - Chemnitzer FC 3:0

Rekordstürmer Anton Fink nerven die Diskussionen um Trainer Sven Köhler so richtig. „Wir waren vor dem Spieltag Vierter. Ich weiß nicht, was es da momentan über den Trainer zu diskutieren gibt“, sagte der beste Drittliga-Stürmer der Geschichte. Die Niederlage beim VfL dürfte aber nicht zur Beruhigung beitragen. Auch wenn der CFC aufgrund von fünf Ausfällen mit einer Not-Elf antreten musste. „So haben wir noch nie zusammen gespielt. Die Jungen haben das gut gemacht. Aber im Moment sind die ganzen 50:50-Entscheidungen gegen uns“, klagte Fink. Nach zwei Chancen durch ihn und Florian Hansch blieben weitere klare Chancen aus, spätestens nach dem 0:2 fiel der CFC auseinander. Zudem musste der CFC die letzten 20 Minuten nach Gelb-Rot gegen Stefano Cincotta in Unterzahl spielen. (dpa)

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