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Mittwoch, 13.09.2017 Gut zu wissen

Platz für Bus und Autos

Die neuen Wohnhäuser auf dem Schulweg sind zwar noch nicht im Bau. Aber der Parkplatz davor ist fast fertig.

Von Ines Scholze-Luft

Sieht noch nach Rohbau aus, soll aber Ende September fertig sein: Der touristische Parkplatz an der Elbgaustraße neben dem neuen Wohngebiet am Schulweg in Sörnewitz.
Sieht noch nach Rohbau aus, soll aber Ende September fertig sein: Der touristische Parkplatz an der Elbgaustraße neben dem neuen Wohngebiet am Schulweg in Sörnewitz.

© Matthias Schumann

Coswig. An der künftigen Eigenheimsiedlung am Schulweg zwischen Zaschendorfer Straße und Elbgaustraße rollen die Baumaschinen. Doch noch nicht für den Wohnhausbau. Derzeit entsteht an der Elbgaustraße ein Parkplatz. Für 30 Fahrzeuge. Ein öffentlicher, nicht bewirtschafteter Parkplatz. Was viele freuen dürfte, bedeutet das doch: ohne Gebühren, ohne zeitliche Beschränkungen.

Coswigs Bauamtsleiter Wolfgang Weimann spricht von einem touristischen Parkplatz mit Sitzgruppe, Wanderschild und Anbindung an den Bus. Angesichts der oftmals überlasteten Stellplätze für den nahen Handwerkerhof sehnsüchtig erwartet. Ebenso der Busstellplatz unmittelbar an der Straße. Hier kommt nun endlich auch mal ein Reisebus unter, für den es bisher nirgendwo im Ort eine solche Wartemöglichkeit gab. Der sich stattdessen an den Fahrbahnrand klemmte und nicht selten die schmalen Straßen verstopfte.

Doch das soll in Kürze ein Ende haben. Ab Oktober kann der neue Platz genutzt werden, sagt der Bauamtschef. Für die letzte Septemberwoche ist die technische Fertigstellung geplant, nach Abnahme und Verkehrsfreigabe steht er den Parkplatzsuchenden offen.

Ob bis dahin auch schon der erste Hausbau auf einem der insgesamt 13 Grundstücke gestartet ist, kann Wolfgang Weimann nicht sagen. Das entscheide der private Bauherr. Hat der richtig geplant und die entsprechende Genehmigung, besteht ein gewisses Zeitpolster fürs Realisieren, üblicherweise zwei bis drei Jahre.

Eine Baugenehmigung wurde von der Stadt bisher erteilt, für die Südseite des Wohngebietes. Die dort befindlichen sechs Grundstücke werden von privaten Eigentümern an die künftigen Bauherren verkauft. Die sieben Grundstücke auf der Nordseite dagegen veräußert die Stadt – angeboten zu einem Mindestkaufpreis von 120 Euro pro Quadratmeter – dabei handelte beziehungsweise handelt es sich um kommunales Land. Davon sind zwei Flächen verkauft und vier reserviert – wobei die Tagesordnung des Verwaltungsausschusses am 13. September die Entscheidung über den Verkauf von zwei weiteren Grundstücken vorsieht. Eines ist noch frei: das Eckgrundstück an der Elbgaustraße.

Da der Wohnhausbau nicht ganz so zügig anläuft wie erwartet, hat die Stadt die Verkehrsführung des Schulwegs noch mal geändert. Radler können die Einbahnstraße jetzt auch wieder in der gesperrten Richtung befahren. Solange dem keine Baufahrzeuge oder überhaupt Baustellenverkehr im Weg stehen, sagt Ordnungsamtschef Olaf Lier. Die Verkehrsbehörde hat ein Auge auf die Situation. Bei Bedarf könne die Regelung erneut geändert werden.

Auf eine andere kleine wünschenswerte Änderung in dem Gebiet machte Stadträtin Marlies Förster (CBL) jetzt im Stadtentwicklungsausschuss aufmerksam. Verbunden mit dem Dank für den schönen Spielplatz – er wurde Ende Juni freigegeben – fragte sie, ob da nicht ein Radständer aufgestellt werden könnte. Dass da einer fehlt, war ihr aufgefallen, nachdem sie dort Kinder mit Rädern gesehen hatte. Die Stadt prüft das, sagt Wolfgang Weimann.

Der Spielplatz ist Ersatz für das einst auf der Wohnbaufläche befindliche Freizeitzentrum, das den Bauplänen weichen musste. Aber nicht der einzige Ersatz. Dazu kommt der neue Bolzplatz, der neben dem Gelände des Biergartens Boselblick errichtet werden soll, wie Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) im Frühjahr bekannt gab. Das Fußballfeld soll 200 Quadratmeter groß werden, mit Netzen abgehangen und mit einem aufstellbaren Netz zum Volleyballfeld umfunktioniert werden können, hieß es. Und von einem voraussichtlichen Baubeginn im Herbst war die Rede.

Mit dem Bolzplatz sind wir noch in der Planung und jetzt beim Auswerten der Ausschreibung. sagt der Bauamtschef. Das soll abgewartet werden, bevor es konkrete Aussagen zu weiteren Schritten gibt.