• Einstellungen
Montag, 19.06.2017

Philip Morris schafft 500 neue Arbeitsplätze in Dresden

Der US-Tabakhersteller baut Hightech-Fabrik für Tabakerhitzer für 286 Millionen Euro.

7

Iqos und die zugehörigen Heets sind hierzlande erst seit diesem Monat erhältlich.
Iqos und die zugehörigen Heets sind hierzlande erst seit diesem Monat erhältlich.

© PMI

Dresden. Nun hat sich der Tabakqualm verflüchtigt und klar ist: Philip Morris will in Dresden für 320 Millionen US-Dollar (rund 286 Millionen Euro) ein neues Hightech-Werk aufbauen. Dort sollen die Takaksticks Heets für den elektronischen Tabakerhitzer Iqos hergestellt werden. Wenn das Werk vollständig in Betrieb ist, sollen dort etwa 500 Menschen beschäftigt sein.

Der Baustart für die 80 000 Quadratmeter große Anlage ist für Ende 2017 geplant. Anfang 2019 soll die Fabrik stehen. Die Investitionsentscheidung wird am Montagnachmittag gemeinsam mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich in Dresden bekannt gegeben.

„Die Investition ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft“, betont Stacey Kennedy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH. Das Tabakerhitzungssystem Iqos und die zugehörigen Heets sind seit Juni 2016 in Deutschland erhältlich. Anders als beim Rauchen eines klassischen Glimmstängels, wird der Tabak nicht verbrannt, sondern Iqos erhitzt den Tabak auf Temperaturen unterhalb der Verbrennung und erzeugt dabei einen Dampf, der geschmacklich dem ähnelt, den erwachsene Raucher von Zigaretten gewöhnt sind.

In dem neuen Produkt stecken mehr als ein Jahrzehnt wissenschaftlicher Entwicklungsarbeit und über 1 400 registrierte Patente. Nach bisherigen Untersuchungsergebnissen sei ein kompletter Wechsel zu Iqos voraussichtlich weniger schädlich als weiter Zigarette zu rauchen, betont der US-Tabakhersteller. Er weist aber selbst darauf hin, dass der Tabakerhitzer nicht unschädlich oder ohne Risiko ist. (SZ/nm)

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Seite 1 von 2

Insgesamt 7 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Alex

    Also ich dampfe auch die E-Zigarette. Aber das was die hier machen ist für mich keine elektronische Zigarette, weil dort immer noch Tabak enthalten ist. Ein wahnsinn. 280 Mio Euro! Ich benötige für meine E-Zigaretten nur etwas Draht, Watte und Liquid. Kostenpunkt: Wenige Cent pro Tag. Kostenpunkt für Iqos Nutzer: Mehrere Euro pro Tag. Geschmacklich genau so ekelig wie Tabak (logisch ist ja auch Tabak) und dann funktioniert das System auch nur mehr schlecht als recht. Einfach mal nach Videos für dieses Teil suchen. Naja, soll jeder machen wie er meint.

  2. @Nichtraucher

    Einfach mal "Endlich Nichtraucher" von Alan Carr lesen und das rauchen bleiben lassen!

  3. KeineE-ZigarettenProduktion

    Die Investition sollte verhindert werden! Die Areale sollen für hochwertige Produzenten erhalten bleiben. Die exportvorfinanzierenden Banken/Versicherungen sollen damit nicht gefährdet werden und keine sinnlosen politisch heiklen Außenhandelsüberschüsse mit moralisch,ökonom.,ökolog.schädlichen Produkten ermöglicht werden . Letzlich lassen sich viele Konzerne die Möglichkeit arbeiten zu dürfen vom Staat sehr teuer subventionieren (siehe Chipindustrie oder lassen sich damit gar Strafen bezahlen), aber wenigstens haben die Produkte das Potential zu positiver Wertschöpfung-auch in darauf aufbauenden Branchen. Rauchen ist Gesundheitsausbeutung. Die Tabak-,Gesundheits-,Versicherungs"industrie" mästet sich daran. Die aktiv-und passiv Rauchenden sowie die Allgemeinheit zahlen. Diese Industrie ist Rückschritt und nicht Fortschritt und erhöht den Kosten Rettet die Bombardierwerke!!!!! Macht mit sinnvollen Dingen Handel!Bedenkt potentielle Regressforderungen! Biedert Euch nicht allem an!

  4. KeineE-ZigarettenProduktion

    Wenn Philipp-Morris auf 80000qm Zigaretten produzieren will (mehrstöckiges Gebäude oder Flachbau?), dann treibt das die Bodenpreise für Start-ups, Gewerbe und andere Produzenten, eventuell auch Erschließungskosten unnötig hoch. Die E-Zigaretten sind höchstens eine Übergangs-aber keine Dauerlösung. Wir brauchen aber eine nachhaltige Beschäftigung und innovative Technologien. Außerdem soll Sachsen den positiven Kampf der EU gegen das Rauchen nicht unterminieren, denn auch um die EU für diese zweifelhaften Produkte gewogen zu machen, wird in Dresden produziert. Echter Liberalismus schließt strategisches und ethisches Denken mit ein, dass müssen aber Leute wie Herr Hilbig(FDP) erst lernen. Die neue Generation trinkt weniger Alkohol und nimmt weniger Nikotin. Das soll auch so bleiben!!!!!!!!!!!!!!!! Hier hat die EU sehr gut gewirkt! Das muss man auch anerkennen! Fördert das Handwerk, die Kunst am Bau, aber NICHT die Süchte!

  5. Josef

    @Alex. E - Zigarette, bedeutet elektrische Zigarette und eine solche ist die IQOS natürlich auch.

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 2

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.