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Dienstag, 17.04.2018

Personalrat fordert mehr Kollegen

Mit einem öffentlichen Hilferuf wandten sich die kommunalen Angestellten in Rosenthal-Bielatal an den Gemeinderat – und warten auf eine Reaktion.

Von Gunnar Klehm

Im Bauhof sind die Ausfälle nicht mehr zu kompensieren.
Im Bauhof sind die Ausfälle nicht mehr zu kompensieren.

© Archivbild. SZ

Rosenthal-Bielatal. Derzeit kämpft die Gewerkschaft Verdi für höhere Löhne der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. In Rosenthal-Bielatal haben die Angestellten aber noch mehr Probleme, als die Entlohnung. So nutzte kürzlich die Personalrätin Anja Oehm die Bürgerfragestunde im Gemeinderat, um auf die Folgen der prekären Personalsituation aufmerksam zu machen. „Wir können nicht mehr! Es muss so schnell wie möglich für zusätzliche Mitarbeiter gesorgt werden“, sagte sie. Besonders im Bauhof seien die Ausfälle nicht mehr zu kompensieren.

Seit über einem Jahr ist die Verwaltung wegen Langzeiterkrankter extrem unterbesetzt. Davon sei schließlich auch die Schule betroffen, weil das Sekretariat dort nun organisatorische Hausmeisterarbeiten mit übernehmen muss. Das gehe an die Substanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle Hilferufe der Schulleitung und des Personalrates seien bisher überall abgeprallt. Deshalb wisse der Personalrat nicht mehr weiter und machte seinem Unmut öffentlich Luft. Eine Debatte dazu wurde allerdings nicht öffentlich im Gemeinderat geführt. Deshalb ist unklar, welche Reaktion es gibt.

Für die Gemeinde hatten die Langzeiterkrankten allerdings den positiven Effekt, dass der kommunale Haushalt entlastet wurde. Die Sanierung des angespannten Gemeindehaushalts dürfe aber nicht auf Kosten der noch gesunden Mitarbeiter gehen, heißt es. Die Überalterung der kommunalen Bauhöfe ist schon länger ein Thema der Gewerkschaft. Sie fordert ein Technik-Konjunkturprogramm für Bauhöfe, damit Mitarbeiter auch in höherem Alter die Anforderungen bewältigen können.