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Mittwoch, 03.01.2018

Online-Geschäft im Blick – und mehr

Ostsächsische Sparkasse Dresden blickt auf weiteres Wachstum im Kreditgeschäft zurück. Das betrifft auch den Lausitz-Markt.

Die Sparkassen behaupten sich auch in Zeiten der Nullzinspolitik. Sie setzen dabei verstärkt auf den Online-Service. Die Filialen bleiben aber in der Fläche wichtig – wie auch am Markt in Kamenz.
Die Sparkassen behaupten sich auch in Zeiten der Nullzinspolitik. Sie setzen dabei verstärkt auf den Online-Service. Die Filialen bleiben aber in der Fläche wichtig – wie auch am Markt in Kamenz.

© René Plaul

Kamenz. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden bilanziert ein erfolgreiches Jahr 2017. Wie alle Banken und Sparkassen galt es auch für das regionale Institut, die Herausforderungen in einer Zeit der Nullzinspolitik anzunehmen. Vorstandschef Joachim Hoof: „Wie konnten uns mit Bravour am Markt behaupten und damit unser bestehendes Filialnetz erhalten. Die Sparkasse ist mit ihren 100 Filialen und 1 600 Mitarbeitern weiterhin das Gesicht vor Ort.“ Dies trifft auf alle Geschäftsgebiete zu, also auch auf den Markt in der Lausitz.

Seit 2016 konzentriert sich die Sparkasse auf den Ausbau der digitalen Angebote. Dieser Modernisierungskurs wurde fortgeführt. Damit trägt das Kreditinstitut dem sich ändernden Kundenverhalten Rechnung. Beispiele dafür sind das Bezahlen per Smartphone mit Blue Code – weit über 150 000 Einkäufe wurden damit im zurückliegenden Geschäftsjahr durch die Kunden bezahlt. Über die Kredit-App „Mein Kredit“ wurden 2017 rund 100 000 Euro an Kleinkrediten an Kunden des Kreditinstitutes ausgereicht. „Die Online-Welt ist klar auf dem Vormarsch“, unterstreicht Joachim Hoof den Trend der Zeit. Immer mehr Kunden nutzen für die alltäglichen Bankgeschäfte das Online-Banking. Wurde im Jahr 2016 die Internetfiliale der regionalen Sparkasse rund 24 Millionen Mal von Kunden besucht, peilt das Institut in diesem Jahr die 27 Millionengrenze an. Neben 13 Millionen Zugriffen von Kunden aus der Landeshauptstadt, kamen auch beachtliche acht Millionen Zugriffe aus dem Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge beziehungsweise 5 Millionen Zugriffe aus dem Lausitzer Bereich des Kreditinstitutes.

Auch die Möglichkeit, seine Kontoauszüge online zu erhalten und dies mit einer gesicherten Langzeitablage über zehn Jahre zu verwahren, erfreut sich großer Beliebtheit. Ende 2017 machten davon bereits 170 000 Kunden des Kreditinstitutes Gebrauch, davon in Dresden 81 000, in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge 53 000 und in der Lausitz 36 000.

Trotz aller Innovationen stehe fest, dass es die Sparkasse auch weiter vor Ort geben werde. „Die Nähe zu unseren Kunden ist unsere DNA, sie ist Bestandteil unseres Geschäftsmodells“, so Joachim Hoof. „Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an uns alle; ein persönliches Gespräch oder ein Händeschütteln kann das Internet aber nicht.“ Das persönliche Beratungsangebot, soll nach aktuellen Plänen daher zukünftig sogar noch weiter ausgebaut werden.

Dass digital und regional keine Gegensätze sein müssen, beweist  auch die Sparkassen-Einkaufswelt, die private Kunden über die Kartenzahlung noch näher mit regionalen Händlern und Dienstleistern zusammenbringt. Gut 300 regionale Händler und Gewerbetreibende beteiligen sich heute daran. 170 davon allein in Dresden, über 70 in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge und fasst 50 in der Lausitz. Der Vorteil liege klar auf der Hand: Regionale Händler könnten ein zeitgemäßes Kundenbindungsprogramm nutzen und die Kunden der Sparkasse profitierten seit Einführung im Juli 2016 bis heute durch Cashback-Zahlungen in Höhe von insgesamt 250 000 Euro. „Aus eigener Kraft stelle sich damit die regionale Sparkasse dem Wandel in der Finanzbranche und bewahrt zugleich regionale Nähe und den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden“, so Unternehmenssprecher Andreas Rieger. (SZ)

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