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Donnerstag, 07.12.2017

Ohne Stufe in die Stadtinformation

Der Gehweg vor der Einrichtung wird in den nächsten Tagen angehoben. Dafür bekommt die Stadt Fördergeld.

Von Sylvia Jentzsch

Der Gehweg vor der Bibliothek und Stadtinformation soll angehoben werden, um einen barrierefreien Zugang zur Bibliothek.
Der Gehweg vor der Bibliothek und Stadtinformation soll angehoben werden, um einen barrierefreien Zugang zur Bibliothek.

© André Braun

Hartha. Wer zurzeit in der Bibliothek oder Stadtinformation will, muss eine relativ hohe Stufe überwinden. Das fällt vor allem Leuten mit einer Gehbehinderung oder Müttern mit Kinderwagen sehr schwer. Um das zu ändern, hat sich die Stadt um Fördergeld beworben und auch eine Zusage bekommen. 5 000 Euro gibt es aus dem Investitionsprogramm barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“. Für dieses Vorhaben muss die Stadt keinen Eigenanteil aufbringen, da es zu 100 Prozent gefördert wird. Diese Unterstützung stellt das Landratsamt für kleine Investitionen zum Abbau bestehender Barrieren, insbesondere im Kultur-, Freizeit- Bildungs- und Gesundheitsbereich, zur Verfügung.

Am Mittwoch hat die Firma Estler Straßen- und Tiefbau mit den Arbeiten begonnen. „Die Einrichtung bleibt aber trotzdem geöffnet“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Um einen barrierefreien Zugang zu schaffen, soll der Gehweg an den Eingangsbereich angeglichen werden. Das erfordert in Richtung Markt ein Aufnehmen des Kleinpflasters und der Granitsteinplatten. Diese werden dann mit einem bestimmten Gefälle wieder eingebaut. Zum Einsatz kommen auch sogenannte Leitplatten. Die Arbeiten sollen, wenn es die Witterung zulässt, bis zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes abgeschlossen sein.

„Als wir Mitte der 1990er Jahre den Markt saniert haben, wurde nicht an einen barrierefreien Zugang gedacht“, sagte der Bauamtsleiter. Das soll nun nachgeholt werden. Darüber ist auch Günter Roßberg, Betriebsleiter des Kultur- und Sportbetriebes, zu dem die Bibliothek und die Stadtinformation gehören, erfreut. „Es ist gut und notwendig, dass eine öffentliche Einrichtung barrierefrei zugänglich ist“, so Roßberg. Die Besucher der Stadtinformation hätten so keine Probleme mehr, die Angebote zu nutzen. Die Nutzer der Bibliothek können nun zumindest die Aus- und Abgabe gut erreichen. „Diejenigen, die die Treppe nicht nutzen können, um die in der ersten Etage befindlichen Erwachsenenbibliothek zu besuchen, werden von den Mitarbeiterinnen der Einrichtung Unterstützung erhalten“, so Roßberg. Die Leute können ihre Wünsche äußern und werden auch fachkompetent beraten. Während die Literatur oder andere Medien herausgesucht werden, finden die Wartenden im warmen und trockenen Foyer einen Platz.


Auch an den Gehwegen an der Straße des Friedens wird noch weitergebaut. Der Auftrag ist vergeben. Wenn es die Witterung zulässt, sollen in den nächsten Wochen die linke Gehwegseite von der Einfahrt Nordstraße bis zu den Parkbuchten sowie der Anschluss vom Wirtschaftsweg bis zum abgerissenen Neubaublock saniert werden. Auch das übernimmt die Firma Estler aus Hartha. Das Vorhaben, das etwa 10 000 Euro kostet, wird zu 90 Prozent aus dem Instandsetzungsprogramm des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr gefördert. Die Stadt trägt einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent.

Die Firma Estler hat bereits im Herbst den Bereich des Gehweges entlang des Einkaufsmarktes bis nach dem Wirtschaftsweg der WGH gepflastert (DA berichtete). Beim Ausbau wurde darauf geachtet, dass er weniger Gefälle hat, damit dieser besser begehbar ist. Und auch eine Absenkung zum besseren Überqueren gibt es jetzt.

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