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Donnerstag, 17.05.2018 Kommentar

Ohne Sinn und Verstand

Ein anonymer Anrufer hat neuerliche Zerstörungen am und im Leisniger Bahnhofsgebäude gemeldet. Der Eigentümer tritt den Rückzug an. Heike Heisig über den Vandalismus im Bahnhofsgebäude.

Heike Heisig
Heike Heisig

© Dietmar Thomas

Seit der Schweizer Erwin Feurer das Bahnhofsgebäude gekauft hat, begegnen ihm die Leisniger mit Skepsis. Das ist zunächst nicht falsch. Aber inzwischen haben die meisten wohl gesehen, dass er Löcher in Dächern geflickt, Fenster repariert und Türen immer wieder neu gesichert hat. Dass viele seiner anfangs euphorischen Ideen nicht aufgegangen sind, mag die eine Seite sein. Doch Tatsache ist auf der anderen Seite auch, dass dies alles niemandem das Recht gibt, mit blinder Zerstörungswut durch das denkmalgeschützte Gebäude zu ziehen, Mobiliar und Geländer kurz und klein zu schlagen, Fenster und Dächer zu zerstören, zu zündeln.

Soviel Respekt vorm Eigentum anderer sollte sein. Denn niemand wünscht sich, dass bei ihm eingebrochen, er permanent bestohlen wird. Wer weder Verständnis aufbringen kann, noch Hilfe anbieten will, sollte den anderen zumindest in Ruhe gewähren lassen. Das bisherige Engagement hat den Bahnhof wenigstens vorm weiteren Verfall bewahrt. Eine Bahnhofsruine steht Leisnig mit Sicherheit noch weniger gut zu Gesicht, als das noch einigermaßen intakte Haus.

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E-Mail an Heike Heisig.

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