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Freitag, 22.12.2017 Kommentar

Nur Offenheit schafft Vertrauen

Peter Hilbert
Peter Hilbert

© Wolfgang Wittchen

Dresden wächst. Bis 2025 soll die Einwohnerzahl auf rund 600 000 steigen. Das ist ein gutes Zeichen. Für die Stadtentwässerung bringt das enorme Herausforderungen mit sich. Mit dem Ausbau des Klärwerks Kaditz hat das Entsorgungsunternehmen schon viel Vorarbeit geleistet. Nach der Wende wurde es schrittweise zur hochmodernen Anlage ausgebaut. Fast 500 Millionen Euro sind investiert worden, um die Abwasser aus Dresden und dem Umland gut reinigen zu können. Doch das heißt eben nicht, dass es keine Probleme gibt, wie am Schlammgestank riechbar wird.

Die Frage ist nur, wie ein Unternehmen von solch großer öffentlicher Bedeutung damit umgeht. Ein vermeintlich einfacher Weg wäre, zu versuchen, die Probleme unter den Teppich zu kehren und zu verheimlichen. Doch damit würde sich die Stadtentwässerung keinen Gefallen tun. Sie wählt die solidere Strategie, die Bürger einzubeziehen, die Probleme öffentlich zu erklären und nach guten Lösungen zu suchen. Das schafft Vertrauen. Sicher ärgert sich jeder Anwohner dennoch, wenn wieder Gestankwolken vom Klärwerk herüberziehen. Ausschließen kann das bisher keiner. Gibt es allerdings die Aussicht, dass dies künftig wieder anders wird, ist das besser zu ertragen. Letztlich muss aber die Lösung kommen, dass das Klärwerk ohne großen Gestank arbeitet. Das ist das Entscheidende.

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