• Einstellungen
Mittwoch, 16.05.2018

Nur ein Verein aus Großenhain prämiert

Die Singgemeinschaft aus der Röderstadt ist der einzige Verein aus dem Landkreis Meißen, der es unter die ersten Zehn geschafft hat.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Die Singgemeinschaft Großenhain bekommt 1000 Euro für ein interkulturelles und generationsverbindendes Musikprojekt.
Die Singgemeinschaft Großenhain bekommt 1000 Euro für ein interkulturelles und generationsverbindendes Musikprojekt.

© Klaus-Dieter Brühl

Großenhain/Kamenz. Der im Januar gestartete Ideenwettbewerb „Vereine für Generationen“ im Dresdner Heidebogen ist beendet. Die Jury, das heißt der 24-köpfige Koordinierungskreis aus den Regionen Großenhain und Kamenz, hat zehn Preisträgervereine ausgewählt. Unter 39 Anträgen erfüllten sie am besten die Kriterien der Leader-Entwicklungsstrategie, die vor allem auf generationsübergreifende und vernetzende Wirkung bedacht sind. „Interessant ist, dass die allermeisten Projekte, nämlich 32, aus dem Raum Kamenz eingereicht wurden“, sagt Klaus Kroemke vom Regionalmanagement des Dresdner Heidebogens. Nur sieben Anträge wurden aus der Großenhainer Pflege gestellt.

Entsprechend spiegelt sich das dann auch unter den Besten wider. Neun von zehn Preisträger sind aus der Region Kamenz, nur die Singgemeinschaft Großenhain schaffte es unter die Prämierten und erhält 1000 Euro. Sie bewarb sich mit dem generationsverbindenden und interkulturellen Musikprojekt „Missa kwela“. „Das ist eine Komposition mit afrikanischen und südamerikanischen Rhythmen“, sagt Maren Göpel von der Singgemeinschaft. Eine Kinderchorstimme gehört dazu, die von einem der Jänke-Chöre gesungen werden könnte. Außerdem soll das Streichorchester der Musikschule Großenhain einbezogen werden. Etwa in einem Jahr, so Maren Göpel, könnte die „Missa kwela“ erstmalig aufgeführt werden. Es soll mehrere Konzerte, unter anderem in Kirchen, geben.

Sieben Anträge aus Großenhain

Beworben hatten sich außerdem der Heimatverein Kalkreuth mit zwei Vorhaben – einmal mit neuer Technik fürs Vereinsheim und für touristische Beschilderung. Der Jugend- und Heimatverein Bärwalde nahm teil mit der Idee, anlässlich 100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges das Denkmal im Ort zu sanieren und Gedenkfeiern zu veranstalten. Der Förderverein Schloss Schönfeld wollte das Informationssystem im Schlossbereich erneuern. Der Ebersbacher Männerchor hatte eine Unterstützung seines 150. Vereinsjubiläums angestrebt. Der Jugendklub Schönfeld bewarb sich mit der Innenrenovierung seiner Räume. Den ersten Preis gewonnen hat allerdings der Sportverein Gräfenhain. Er möchte seinen Wanderweg Gräfenhainer Wanderschuh auf das Niveau des bundesweiten „Wanderbares Deutschland“ heben. Dazu muss die Qualität der Wege und der Ausschilderung verbessert werden. „Dieses Projekt hat deutschlandweite Bedeutung und qualifizierte sich damit besonders für das Preisgeld von 5000 Euro“, so Klaus Kroemke.

Platz zwei und damit 3000 Euro erhält der Kamenzer Geschichtsverein. Der will ein ehemaliges Pumpenhäuschen als Kleindenkmal wirkungsvoll in Szene setzen und damit jungen Menschen einen Zugang ermöglichen. Auf Rang drei kam der Rassegeflügel- und Kaninchenzüchterverein Reichenbach. Sehr konkret wird die Nachwuchswerbung mit einer neuen Vereinschronik, einer neuen Vereinsfahne und einer kindgerechten Kleintierausstellung angegangen. Der Verein erhält 2000 Euro. Alle weiteren Gewinnerprojekte können sich über 1000 Euro freuen.

Allerdings hatte man beim Dresdner Heidebogen und im Koordinierungskreis gemerkt, dass die Ideen im Wettbewerb – der keine Eintagsfliege bleiben soll – noch steigerungsfähig sind. Immerhin war es der erste Versuch dieses Wettbewerbs im Heidebogen. „Wir werden die Kriterien für den nächsten Aufruf überarbeiten. Während des Spiels sind die Regeln leider nicht zu ändern“, so der Regionalmanager. Das meiste an Ideen war durchdacht. Der zweite Wettbewerbsaufruf erfolge nun voraussichtlich Ende Juli.

Ein weiteres Mal mitmachen

Alle Vereine, die leer ausgingen, werden ausdrücklich aufgefordert, sich erneut zu bewerben. Schließlich gehe es darum, die Region insgesamt voranzubringen. Alle Bewerber dürfen sich während des Ideenwettbewerbs vom Regionalmanagement beraten lassen, was alle bisher auch schon in Anspruch nahmen. Ihre Ideen sollten so konkret wie möglich sein, rät das Regionalmanagement. Es war Wert darauf gelegt worden, „dass sie Menschen aus dem Sozialraum wieder für eine Teilhabe am Vereins- und Gemeindeleben aktivieren.“