• Einstellungen

November: Was Nieskyer über ihre Stadt denken

Sportlich gibt es viele Möglichkeiten

Vom Dorf bin ich in die Stadt gezogen und fühle mich in Niesky wohl. Selbst zum Studium war ich nicht weit weg, in Görlitz habe ich Soziale Arbeit studiert. Der Grund waren mein Beruf und mein Partner, weswegen ich aus Horka weggezogen bin. In Niesky engagiere ich mich im Verein Lebenshilfe und bin dort die stellvertretende Vorsitzende. Das ist aber nicht der einzige Verein in dem ich tätig bin. Sportlich schaffe ich mich, wenn es mir die Zeit erlaubt, bei den Aerobic-Kursen im Leichtathletikverein. Ich finde die Vereinsvielfalt schon toll für eine kleine Stadt wie es Niesky ist. Auch mein Lebenspartner und unsere beiden Kinder sind in Sportvereinen aktiv. Somit sind wir auch in unserer Freizeit gut in Niesky eingebunden.
Wer aber keinen Sport treiben will, sondern auch die Kultur setzt, hat es in Niesky schwerer. Es gibt Angebote, aber gerade für die Jugend und meine Altersgruppe sind sie zu wenig. Vor allem die jungen Leute fragen sich oft: Wo sollen wir am Wochenende hingehen? Wer Kino, Theater und große Veranstaltungen mag, muss nach Görlitz, Löbau oder Bautzen fahren. Ganz gleich, wie groß das Angebot ist, letztlich kann man sein Geld nur einmal ausgeben.
Aber ich will nicht nur meckern, sondern auch sagen, dass man mit dem zufrieden sein kann, was man hat. Für mich sind das meine Arbeit, die mir Spaß macht, und Freunde in der Stadt zu haben. Zudem ist Görlitz nicht weit und mit dem Auto ist man schnell da, wenn die Straße nicht gebaut wird. Direkt etwas vermissen tue ich in der Stadt nicht.

Jacqueline Tabor (37) wohnt mit Familie in Niesky und leitet die Kindereinrichtung in Hähnichen. Zudem ist sie im Vorstand des Lebenshilfe für Geschädigte e.V. Niesky.
Sportlich gibt es viele Möglichkeiten Vom Dorf bin ich in die Stadt gezogen und fühle mich in Niesky wohl. Selbst zum Studium war ich nicht weit weg, in Görlitz habe ich Soziale Arbeit studiert. Der Grund waren mein Beruf und mein Partner, weswegen ich aus Horka weggezogen bin. In Niesky engagiere ich mich im Verein Lebenshilfe und bin dort die stellvertretende Vorsitzende. Das ist aber nicht der einzige Verein in dem ich tätig bin. Sportlich schaffe ich mich, wenn es mir die Zeit erlaubt, bei den Aerobic-Kursen im Leichtathletikverein. Ich finde die Vereinsvielfalt schon toll für eine kleine Stadt wie es Niesky ist. Auch mein Lebenspartner und unsere beiden Kinder sind in Sportvereinen aktiv. Somit sind wir auch in unserer Freizeit gut in Niesky eingebunden. Wer aber keinen Sport treiben will, sondern auch die Kultur setzt, hat es in Niesky schwerer. Es gibt Angebote, aber gerade für die Jugend und meine Altersgruppe sind sie zu wenig. Vor allem die jungen Leute fragen sich oft: Wo sollen wir am Wochenende hingehen? Wer Kino, Theater und große Veranstaltungen mag, muss nach Görlitz, Löbau oder Bautzen fahren. Ganz gleich, wie groß das Angebot ist, letztlich kann man sein Geld nur einmal ausgeben. Aber ich will nicht nur meckern, sondern auch sagen, dass man mit dem zufrieden sein kann, was man hat. Für mich sind das meine Arbeit, die mir Spaß macht, und Freunde in der Stadt zu haben. Zudem ist Görlitz nicht weit und mit dem Auto ist man schnell da, wenn die Straße nicht gebaut wird. Direkt etwas vermissen tue ich in der Stadt nicht. Jacqueline Tabor (37) wohnt mit Familie in Niesky und leitet die Kindereinrichtung in Hähnichen. Zudem ist sie im Vorstand des Lebenshilfe für Geschädigte e.V. Niesky.

@ André Schulze

Ohne Auto kommt man nicht weit

Seit Ende 2006 lebe ich mit meinen Kindern in Niesky. Da wir aus der näheren Umgebung stammen, kannte ich die Vorzüge von Niesky, die gute Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten sowie die Vielzahl von Vereinen, wie Sport, Chor, Feuerwehr, Blasmusik, Freizeitkünstler, Schützenverein. Die großen und kleinen Unternehmen die vielen Nieskyern Arbeit bieten. Das kulturelle Angebot halte ich für sehr gut. Unterschiedliche Vorträge, Konzerte und Lesungen finden unter anderem im Bürgerhaus, in den Kirchen oder beiden Museen statt. Nicht vergessen möchte ich die vielen Sportveranstaltungen wie Fightnight, Volleyball- und Fußballturnieren oder die Spiele der Tornados. Um allerdings am Wochenende nach Görlitz oder Bautzen ins Kino, Theater oder weitere Veranstaltungen besuchen zu können, ist man auf einen Pkw angewiesen. Ein Nachtzug wäre nicht schlecht. Momentan ist die letzte Verkehrsverbindung von Görlitz nach Niesky, kurz nach 20 Uhr in Niesky. Auch das Festjahr hatte gezeigt, dass mit etwas eigenen Engagement viel im Stadtleben zu bewirken ist, wie das Familienfest, die Stadtspaziergänge durch die Nieskyer Geschichte, das Herbstfest mit Festumzug und Holzhauslauf gezeigt haben. Diese Veranstaltungen haben viele Besucher in die Stadt gezogen. Der Holzhauslauf kann jedes Jahr mehr Teilnehmer zählen und somit eine alte Tradition in Niesky wieder aufleben lassen. Wer den nächsten Holzhauslauf nicht verpassen möchte sollte sich den 02. September vormerken. 
Besonders freut mich die Beteiligung der Nieskyer an den Subbotniks in der Parkanlage Monplaisir. Ich bin froh in Niesky vieles mit zu bewirken können, um Niesky noch lebens- und liebenswerter zu gestalten. Selbst unsere Touristen sind immer wieder überrascht von unseren kleinen Städtchen mit den vielen Holzhäusern, den netten Menschen, der schönen und ruhigen Umgebung mit vielen Ausflugzielen. Ich bin stolz ein Nieskyer zu sein. Ein recht junger Ort gegründet durch böhmischen Einwanderer. Ich fühle mich hier wohl.

Heike Mücke (47) lebt in Niesky und arbeitet im Museum und der Touristinfo im Raschkehaus am Zinzendorfplatz.
Ohne Auto kommt man nicht weit Seit Ende 2006 lebe ich mit meinen Kindern in Niesky. Da wir aus der näheren Umgebung stammen, kannte ich die Vorzüge von Niesky, die gute Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten sowie die Vielzahl von Vereinen, wie Sport, Chor, Feuerwehr, Blasmusik, Freizeitkünstler, Schützenverein. Die großen und kleinen Unternehmen die vielen Nieskyern Arbeit bieten. Das kulturelle Angebot halte ich für sehr gut. Unterschiedliche Vorträge, Konzerte und Lesungen finden unter anderem im Bürgerhaus, in den Kirchen oder beiden Museen statt. Nicht vergessen möchte ich die vielen Sportveranstaltungen wie Fightnight, Volleyball- und Fußballturnieren oder die Spiele der Tornados. Um allerdings am Wochenende nach Görlitz oder Bautzen ins Kino, Theater oder weitere Veranstaltungen besuchen zu können, ist man auf einen Pkw angewiesen. Ein Nachtzug wäre nicht schlecht. Momentan ist die letzte Verkehrsverbindung von Görlitz nach Niesky, kurz nach 20 Uhr in Niesky. Auch das Festjahr hatte gezeigt, dass mit etwas eigenen Engagement viel im Stadtleben zu bewirken ist, wie das Familienfest, die Stadtspaziergänge durch die Nieskyer Geschichte, das Herbstfest mit Festumzug und Holzhauslauf gezeigt haben. Diese Veranstaltungen haben viele Besucher in die Stadt gezogen. Der Holzhauslauf kann jedes Jahr mehr Teilnehmer zählen und somit eine alte Tradition in Niesky wieder aufleben lassen. Wer den nächsten Holzhauslauf nicht verpassen möchte sollte sich den 02. September vormerken. Besonders freut mich die Beteiligung der Nieskyer an den Subbotniks in der Parkanlage Monplaisir. Ich bin froh in Niesky vieles mit zu bewirken können, um Niesky noch lebens- und liebenswerter zu gestalten. Selbst unsere Touristen sind immer wieder überrascht von unseren kleinen Städtchen mit den vielen Holzhäusern, den netten Menschen, der schönen und ruhigen Umgebung mit vielen Ausflugzielen. Ich bin stolz ein Nieskyer zu sein. Ein recht junger Ort gegründet durch böhmischen Einwanderer. Ich fühle mich hier wohl. Heike Mücke (47) lebt in Niesky und arbeitet im Museum und der Touristinfo im Raschkehaus am Zinzendorfplatz.

@ André Schulze

Mehr Toleranz für junge Leute

Heimat ist ein Gefühl!“ Diese Textzeile von Herbert Grönemeyer kam mir spontan in den Sinn, als ich gebeten wurde, mich zu dem zu äußern, was ich an meiner Heimatstadt liebenswert finde und was das Miteinander noch angenehmer machen könnte. Ich gebe unumwunden zu, dass auch ich zu all jenen zähle, denen das Herz weit wird, wenn sie nach ein paar Tagen Abwesenheit das Ortseingangsschild von Niesky erblicken.
Das ging mir schon als Kind so. In Niesky bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen, habe danach in Radebeul studiert und, gerade einmal 20- jährig, meine Arbeit im Schuldienst aufgenommen. Meine ältesten Schüler waren damals nur ganze drei Jahre jünger als ich. Vielen von ihnen fühle ich mich heute noch sehr verbunden. So wie ich überhaupt in all den Jahren immer mit den Ohren und dem Herzen nah an den kleinen und größeren Sorgen und Nöten unserer Kids war.
Als in der Nieskyer Oberschule, an der ich seit nunmehr zwei Jahren Deutsch und WTH unterrichte, ein Ansprechpartner zum Thema Jugendbeteiligung gesucht wurde, habe ich ohne Zögern meine Bereitschaft signalisiert, mich in dieser Angelegenheit für die Interessen der Mädchen und Jungen einzusetzen. Als Mitglied der Steuer- und Entwicklungsgruppe, die mit großem Engagement daran arbeitet, ein Netzwerk für Jugendbeteiligung in der Kommune zu knüpfen, liegt mir ganz besonders am Herzen, junge Leute zu ermuntern und auch zu ermutigen, sich aktiv einzubringen. Uns Erwachsenen ist es besonders wichtig, für mehr Toleranz gegenüber den Jugendlichen zu werben. Sie brauchen einen Vertrauensvorschuss und wir sollten nicht vergessen: Wir waren alle einmal jung.
Als Ödernitzerin bin ich überglücklich, dass wir jetzt einen Radweg nach Niesky haben. Der ist das beste Beispiel dafür, dass das, was lange währt, meist auch gut wird. Etwas mehr Licht, als die eine bisher installierte Laterne wirft, und den motorisierten Verkehrsteilnehmern eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 70km/h auf der gesamten Strecke vorzuschreiben, das wären in meinen Augen weitere sinnvolle Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wenn nun noch der Landrat sein Versprechen, dass die Buslinie Niesky – Görlitz ab dem nächsten Sommer durch den Ort geführt wird, Realität werden lässt, dann wäre das unbestritten ein Stück weit mehr an Lebensqualität für alle Ödernitzer und in meinen Augen auch ein wichtiger Faktor, um die Attraktivität nicht nur der Stadt, sondern auch ihrer Ortsteile zu erhöhen.

Manuela Günzel (48) lebt in Ödernitz. Sie ist Mutter von zwei Kindern und die Klassenlehrerin der 6a der Oberschule Niesky
Mehr Toleranz für junge Leute Heimat ist ein Gefühl!“ Diese Textzeile von Herbert Grönemeyer kam mir spontan in den Sinn, als ich gebeten wurde, mich zu dem zu äußern, was ich an meiner Heimatstadt liebenswert finde und was das Miteinander noch angenehmer machen könnte. Ich gebe unumwunden zu, dass auch ich zu all jenen zähle, denen das Herz weit wird, wenn sie nach ein paar Tagen Abwesenheit das Ortseingangsschild von Niesky erblicken. Das ging mir schon als Kind so. In Niesky bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen, habe danach in Radebeul studiert und, gerade einmal 20- jährig, meine Arbeit im Schuldienst aufgenommen. Meine ältesten Schüler waren damals nur ganze drei Jahre jünger als ich. Vielen von ihnen fühle ich mich heute noch sehr verbunden. So wie ich überhaupt in all den Jahren immer mit den Ohren und dem Herzen nah an den kleinen und größeren Sorgen und Nöten unserer Kids war. Als in der Nieskyer Oberschule, an der ich seit nunmehr zwei Jahren Deutsch und WTH unterrichte, ein Ansprechpartner zum Thema Jugendbeteiligung gesucht wurde, habe ich ohne Zögern meine Bereitschaft signalisiert, mich in dieser Angelegenheit für die Interessen der Mädchen und Jungen einzusetzen. Als Mitglied der Steuer- und Entwicklungsgruppe, die mit großem Engagement daran arbeitet, ein Netzwerk für Jugendbeteiligung in der Kommune zu knüpfen, liegt mir ganz besonders am Herzen, junge Leute zu ermuntern und auch zu ermutigen, sich aktiv einzubringen. Uns Erwachsenen ist es besonders wichtig, für mehr Toleranz gegenüber den Jugendlichen zu werben. Sie brauchen einen Vertrauensvorschuss und wir sollten nicht vergessen: Wir waren alle einmal jung. Als Ödernitzerin bin ich überglücklich, dass wir jetzt einen Radweg nach Niesky haben. Der ist das beste Beispiel dafür, dass das, was lange währt, meist auch gut wird. Etwas mehr Licht, als die eine bisher installierte Laterne wirft, und den motorisierten Verkehrsteilnehmern eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 70km/h auf der gesamten Strecke vorzuschreiben, das wären in meinen Augen weitere sinnvolle Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wenn nun noch der Landrat sein Versprechen, dass die Buslinie Niesky – Görlitz ab dem nächsten Sommer durch den Ort geführt wird, Realität werden lässt, dann wäre das unbestritten ein Stück weit mehr an Lebensqualität für alle Ödernitzer und in meinen Augen auch ein wichtiger Faktor, um die Attraktivität nicht nur der Stadt, sondern auch ihrer Ortsteile zu erhöhen. Manuela Günzel (48) lebt in Ödernitz. Sie ist Mutter von zwei Kindern und die Klassenlehrerin der 6a der Oberschule Niesky

@ privat

Niesky und die Fundhunde

Für mich als Horkaerin ist Niesky der erste Anlaufpunkt, wenn ich etwas einkaufen möchte, Sport treiben will oder Kultur suche - wobei es in dieser Beziehung durchaus ein bisschen mehr sein dürfte. Denn ins Kino muss ich nach wie vor nach Görlitz fahren. Ich finde, Niesky ist eine sehr schön anzusehende Kleinstadt, in der alles gut erreichbar ist und in der es auch ein paar gute Gaststätten gibt.
Als Leiterin des Horkaer Tierheims habe ich eher keine Beziehung zu Niesky, obwohl die Stadt so nah liegt. Denn Fundhunde hat Niesky bisher immer in die Tierpension Sagar gebracht. Jetzt, nachdem der Betreiber dort in Rente gegangen ist, muss man erst einmal abwarten, wie sich das entwickelt. Wir sind auf jeden Fall gesprächsbereit. Das gleiche Problem betrifft natürlich auch Katzen. In diesem Jahr haben wir schon zwölf Fundkatzen aus Niesky bei uns aufgenommen. Normalerweise sind die Kommunen für Hunde und Katzen zuständig, aber in der Praxis halten sich nur wenige daran. Da gehört Niesky nicht gerade zu den positiven Beispielen.
Die Bevölkerung der Stadt ist dagegen sehr tierlieb. Die Futterboxen, die wir im Edeka und bei Rewe aufgestellt haben, sind immer gut gefüllt. Das hilft uns sehr. Erst vor Kurzem bekamen wir aufgeregte Anrufe aus Niesky, als sich ein ausgerissener Hahn in der Nähe des Friedhofes tummelte und die Leute wollten, dass er nicht vom Fuchs gerissen wird. Wir haben ihn schließlich eingefangen und ins Tierheim gebracht. Die Anteilnahme der Menschen war jedenfalls enorm.

Rosemarie Zille (57) ist Leiterin des Tierheimes St. Horkano in Horka.
Niesky und die Fundhunde Für mich als Horkaerin ist Niesky der erste Anlaufpunkt, wenn ich etwas einkaufen möchte, Sport treiben will oder Kultur suche - wobei es in dieser Beziehung durchaus ein bisschen mehr sein dürfte. Denn ins Kino muss ich nach wie vor nach Görlitz fahren. Ich finde, Niesky ist eine sehr schön anzusehende Kleinstadt, in der alles gut erreichbar ist und in der es auch ein paar gute Gaststätten gibt. Als Leiterin des Horkaer Tierheims habe ich eher keine Beziehung zu Niesky, obwohl die Stadt so nah liegt. Denn Fundhunde hat Niesky bisher immer in die Tierpension Sagar gebracht. Jetzt, nachdem der Betreiber dort in Rente gegangen ist, muss man erst einmal abwarten, wie sich das entwickelt. Wir sind auf jeden Fall gesprächsbereit. Das gleiche Problem betrifft natürlich auch Katzen. In diesem Jahr haben wir schon zwölf Fundkatzen aus Niesky bei uns aufgenommen. Normalerweise sind die Kommunen für Hunde und Katzen zuständig, aber in der Praxis halten sich nur wenige daran. Da gehört Niesky nicht gerade zu den positiven Beispielen. Die Bevölkerung der Stadt ist dagegen sehr tierlieb. Die Futterboxen, die wir im Edeka und bei Rewe aufgestellt haben, sind immer gut gefüllt. Das hilft uns sehr. Erst vor Kurzem bekamen wir aufgeregte Anrufe aus Niesky, als sich ein ausgerissener Hahn in der Nähe des Friedhofes tummelte und die Leute wollten, dass er nicht vom Fuchs gerissen wird. Wir haben ihn schließlich eingefangen und ins Tierheim gebracht. Die Anteilnahme der Menschen war jedenfalls enorm. Rosemarie Zille (57) ist Leiterin des Tierheimes St. Horkano in Horka.

@ Andre Schulze

Kleinstadt mit Top-Niveau

Ein Nieskyer Urgestein bin ich zwar nicht, lebe aber schon seit 1986 in der Stadt. Als gebürtiger Mückenhainer, der zwölf Jahre in Horka wohnte, bin ich dann in die AWG eingetreten und mit Frau und drei Kindern in die Richard-Neumann-Straße nach Niesky umgezogen.
Ich finde: Niesky ist eine Kleinstadt mit Top-Niveau. Vor allem in den letzten Jahren hat sie sich sehr gemausert. Der Wohnungsbestand wurde überwiegend gut hergerichtet, der Zinzendorfplatz ist das unbestrittene Zentrum der Stadt und überall gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten. Viele unschöne Ecken hat man beseitigt. Zum Beispiel den Treppenkonsum oder die alte Fleischerei. Sehr schön sind auch der neue Wohnkomplex in der Schulstraße, das betreute Wohnen in der alten Berufsschule oder der Komplex Dewoghaus. Kurzum: Ich wohne und lebe gern hier!
Beruflich habe ich schon die verschiedensten Stationen durchgemacht. In Niesky habe ich mich zum Fleischer ausbilden lassen und danach 30 Jahre in dieser Branche gearbeitet – privat, aber auch als Angestellter im Sanitätsschlachtbetrieb beim damaligen Rat der Stadt oder als Abteilungsleiter bei Rewe. Dann habe ich komplett den Beruf gewechselt und war zehn Jahre lang als Fußbodenleger tätig. In der ganzen Zeit war Niesky für mich immer Heimat, ein Rückzugsort, in dem ich mich wohl fühlte und noch immer fühle.
Wo Licht ist, da gibt es natürlich auch ein bisschen Schatten. So finde ich manche Gehwege stark verbesserungsbedürftig. Ich würde mich aber auch über eine Politesse freuen, die dem teilweise wilden Parken in der Stadt wirksam begegnet. Da muss ich aber auch an die Autofahrer appellieren: Es kann sich eben nicht jeder hinstellen, wo und wie er will.

Gerd Trennert (65) ist gelernter Fleischer, wohnt in Niesky und und widmet sich seit 1966 der Brieftaubenzucht.
Kleinstadt mit Top-Niveau Ein Nieskyer Urgestein bin ich zwar nicht, lebe aber schon seit 1986 in der Stadt. Als gebürtiger Mückenhainer, der zwölf Jahre in Horka wohnte, bin ich dann in die AWG eingetreten und mit Frau und drei Kindern in die Richard-Neumann-Straße nach Niesky umgezogen. Ich finde: Niesky ist eine Kleinstadt mit Top-Niveau. Vor allem in den letzten Jahren hat sie sich sehr gemausert. Der Wohnungsbestand wurde überwiegend gut hergerichtet, der Zinzendorfplatz ist das unbestrittene Zentrum der Stadt und überall gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten. Viele unschöne Ecken hat man beseitigt. Zum Beispiel den Treppenkonsum oder die alte Fleischerei. Sehr schön sind auch der neue Wohnkomplex in der Schulstraße, das betreute Wohnen in der alten Berufsschule oder der Komplex Dewoghaus. Kurzum: Ich wohne und lebe gern hier! Beruflich habe ich schon die verschiedensten Stationen durchgemacht. In Niesky habe ich mich zum Fleischer ausbilden lassen und danach 30 Jahre in dieser Branche gearbeitet – privat, aber auch als Angestellter im Sanitätsschlachtbetrieb beim damaligen Rat der Stadt oder als Abteilungsleiter bei Rewe. Dann habe ich komplett den Beruf gewechselt und war zehn Jahre lang als Fußbodenleger tätig. In der ganzen Zeit war Niesky für mich immer Heimat, ein Rückzugsort, in dem ich mich wohl fühlte und noch immer fühle. Wo Licht ist, da gibt es natürlich auch ein bisschen Schatten. So finde ich manche Gehwege stark verbesserungsbedürftig. Ich würde mich aber auch über eine Politesse freuen, die dem teilweise wilden Parken in der Stadt wirksam begegnet. Da muss ich aber auch an die Autofahrer appellieren: Es kann sich eben nicht jeder hinstellen, wo und wie er will. Gerd Trennert (65) ist gelernter Fleischer, wohnt in Niesky und und widmet sich seit 1966 der Brieftaubenzucht.

@ Andre Schulze

Freue mich über Rückkehrer

Mein Lebensmittelpunkt ist die Stadt Niesky, seit ich 1983 von Horka hergezogen bin.
Seit 25 Jahren arbeite ich in der Comenius-Buchhandlung und davon in Kürze zehn Jahre als Inhaberin. Bedingt durch meine langjährige Handelstätigkeit kenne ich viele Menschen, deren Familien und Kinder. Viele davon kannte ich schon, als sie geboren wurden, die Schulzeit über ins Geschäft kamen und durch die Lebensplanung die Heimat verlassen haben. Umso größer die Freude, wenn sie in die Heimatstadt zurückkehren und auch im Geschäft ihrer Kindheit vorbeischauen.
Freude und Stolz erfüllen mich über das neu gestaltete Eisstadion. Möglichkeiten für kulturelle Dinge gibt es, glaube ich, genug, man muss sie nur annehmen und nutzen. Ich selbst gehe gern zu den Lesungen in die Bibliothek und den Comedyshows im Bürgerhaus.
Ich wünsche mir für Niesky, dass wir weiterhin eine gepflegte und lebendige Innenstadt bleiben und die vielen kleinen Einzelhändler unterstützt werden und erhalten bleiben können.

Carmen Gienapp (56) ist Inhaberin der Comenius-Buchhandlung in der Horkaer Straße in Niesky.
Freue mich über Rückkehrer Mein Lebensmittelpunkt ist die Stadt Niesky, seit ich 1983 von Horka hergezogen bin. Seit 25 Jahren arbeite ich in der Comenius-Buchhandlung und davon in Kürze zehn Jahre als Inhaberin. Bedingt durch meine langjährige Handelstätigkeit kenne ich viele Menschen, deren Familien und Kinder. Viele davon kannte ich schon, als sie geboren wurden, die Schulzeit über ins Geschäft kamen und durch die Lebensplanung die Heimat verlassen haben. Umso größer die Freude, wenn sie in die Heimatstadt zurückkehren und auch im Geschäft ihrer Kindheit vorbeischauen. Freude und Stolz erfüllen mich über das neu gestaltete Eisstadion. Möglichkeiten für kulturelle Dinge gibt es, glaube ich, genug, man muss sie nur annehmen und nutzen. Ich selbst gehe gern zu den Lesungen in die Bibliothek und den Comedyshows im Bürgerhaus. Ich wünsche mir für Niesky, dass wir weiterhin eine gepflegte und lebendige Innenstadt bleiben und die vielen kleinen Einzelhändler unterstützt werden und erhalten bleiben können. Carmen Gienapp (56) ist Inhaberin der Comenius-Buchhandlung in der Horkaer Straße in Niesky.

@ André Schulze

Jugend hat das Nachsehen

Ursprünglich komme ich aus Köthen und wohne seit 2016 in Niesky. Meine Freundin, die aus See stammt hat mich dazu bewogen, in diese kleine und überschaubare Stadt zu ziehen. Besonders schätze ich an Niesky die kurzen Wege. Man muss hier nicht zwingend in ein Auto steigen um Einkäufe zu erledigen oder einen Arzt aufzusuchen. Wer schon in einer größeren Stadt gelebt hat, weiß wie hektisch und unpersönlich es in solchen Ballungsräumen ist. Davon fehlt in Niesky jede Spur und man kommt mit den Menschen hier schnell in Kontakt. Auch für die Freizeitgestaltung bieten die vielen Vereine der Stadt reichlich Betätigungsfelder. Ich selbst bin seit meinem Umzug nach Niesky in der Feuerwehr aktiv und habe auch dort viele Freunde gefunden. Natürlich hat auch Niesky in den kommenden Jahren noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Ich denke da zum Beispiel an das Thema Verkehrsführung und den öffentlichen Nahverkehr. Es wäre schön, mit Bus oder Bahn auch in den Abendstunden nach Görlitz, Bautzen oder Dresden fahren zu können. Schließlich gibt es in Niesky weder ein Kino, Theater oder eine Bowlingbahn. Gerade für Kinder und Jugendliche sollte die Stadt mehr Betätigungsfelder schaffen. Ich könnte mir so auch eine überdachte Spiellandschaft für unsere Kinder oder aber auch ein Treffpunkt für Jugendliche vorstellen.

Jens Knobloch (24 Jahre ) kommt aus Köthen und wohnt nun in Niesky.
Jugend hat das Nachsehen Ursprünglich komme ich aus Köthen und wohne seit 2016 in Niesky. Meine Freundin, die aus See stammt hat mich dazu bewogen, in diese kleine und überschaubare Stadt zu ziehen. Besonders schätze ich an Niesky die kurzen Wege. Man muss hier nicht zwingend in ein Auto steigen um Einkäufe zu erledigen oder einen Arzt aufzusuchen. Wer schon in einer größeren Stadt gelebt hat, weiß wie hektisch und unpersönlich es in solchen Ballungsräumen ist. Davon fehlt in Niesky jede Spur und man kommt mit den Menschen hier schnell in Kontakt. Auch für die Freizeitgestaltung bieten die vielen Vereine der Stadt reichlich Betätigungsfelder. Ich selbst bin seit meinem Umzug nach Niesky in der Feuerwehr aktiv und habe auch dort viele Freunde gefunden. Natürlich hat auch Niesky in den kommenden Jahren noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Ich denke da zum Beispiel an das Thema Verkehrsführung und den öffentlichen Nahverkehr. Es wäre schön, mit Bus oder Bahn auch in den Abendstunden nach Görlitz, Bautzen oder Dresden fahren zu können. Schließlich gibt es in Niesky weder ein Kino, Theater oder eine Bowlingbahn. Gerade für Kinder und Jugendliche sollte die Stadt mehr Betätigungsfelder schaffen. Ich könnte mir so auch eine überdachte Spiellandschaft für unsere Kinder oder aber auch ein Treffpunkt für Jugendliche vorstellen. Jens Knobloch (24 Jahre ) kommt aus Köthen und wohnt nun in Niesky.

@ Jens Trenkler

Warum Gleiszugang nicht durchgängig?

Ich bin vor neun Jahren aus privaten Gründen von der Leipziger Gegend nach Niesky gezogen. Ich habe mich inzwischen eingelebt und habe einen kleinen, aber sehr feinen Freundeskreis. Mir gefällt die Art der Leute hier. Vorausgesetzt, man hat sich richtig kennengelernt. Ganz spontan kann das auch schon mal schwierig werden. Aber im Allgemeinen zeigen sich Hilfsbereitschaft, Engagement, überraschende Talente und Herzlichkeit.
Niesky verbindet auf ideale Weise die Vorteile der ländlichen Gegend mit denen einer Stadt. Ich hasse große Städte und mag es ländlich. Ich finde gut, dass man hier beim Nachbarn noch Eier kaufen kann, es gibt viele Imker mit echtem Honig und auch gute Mühlen. Auch wenn ich selbst nicht alle nutze, sind die Angebote für Kultur und Freizeit doch überraschend vielfältig.
Aber trotzdem ist nicht alles super in Niesky. Erstens ärgert mich als kulturell interessierten Menschen die mangelhafte Unterstützung der Kultur an der Basis. Die Bibliothek zum Beispiel hat ein Budget, das lächerlich ist und nur als Beleidigung der kulturellen Basisarbeit aufgefasst werden kann. Kultur muss sich nicht rechnen. Sie ist auch nicht lebensnotwendig, aber macht das Leben erst lebenswert.
Außerdem ärgert mich manche Entscheidung der Stadtverwaltung. Zum Beispiel beim Bahnbau: Empfehlungen der Bahn einerseits und Bedürfnisse der Neuhofer Bürger andererseits werden übergangen, Chancen für clevere Stadtgestaltung und Wegeführung vertan. Wieso kann man den Gleiszugang nicht einfach durchgängig gestalten? Das würde übrigens auch fantastisch ins Bild einer „grünen“ Stadt passen.

Matthias Ryndak (54) wohnt in Niesky-Neuhof und ist dort Instrumentenbauer, Tonstudiobetreiber, Songschreiber und Musiker.
Warum Gleiszugang nicht durchgängig? Ich bin vor neun Jahren aus privaten Gründen von der Leipziger Gegend nach Niesky gezogen. Ich habe mich inzwischen eingelebt und habe einen kleinen, aber sehr feinen Freundeskreis. Mir gefällt die Art der Leute hier. Vorausgesetzt, man hat sich richtig kennengelernt. Ganz spontan kann das auch schon mal schwierig werden. Aber im Allgemeinen zeigen sich Hilfsbereitschaft, Engagement, überraschende Talente und Herzlichkeit. Niesky verbindet auf ideale Weise die Vorteile der ländlichen Gegend mit denen einer Stadt. Ich hasse große Städte und mag es ländlich. Ich finde gut, dass man hier beim Nachbarn noch Eier kaufen kann, es gibt viele Imker mit echtem Honig und auch gute Mühlen. Auch wenn ich selbst nicht alle nutze, sind die Angebote für Kultur und Freizeit doch überraschend vielfältig. Aber trotzdem ist nicht alles super in Niesky. Erstens ärgert mich als kulturell interessierten Menschen die mangelhafte Unterstützung der Kultur an der Basis. Die Bibliothek zum Beispiel hat ein Budget, das lächerlich ist und nur als Beleidigung der kulturellen Basisarbeit aufgefasst werden kann. Kultur muss sich nicht rechnen. Sie ist auch nicht lebensnotwendig, aber macht das Leben erst lebenswert. Außerdem ärgert mich manche Entscheidung der Stadtverwaltung. Zum Beispiel beim Bahnbau: Empfehlungen der Bahn einerseits und Bedürfnisse der Neuhofer Bürger andererseits werden übergangen, Chancen für clevere Stadtgestaltung und Wegeführung vertan. Wieso kann man den Gleiszugang nicht einfach durchgängig gestalten? Das würde übrigens auch fantastisch ins Bild einer „grünen“ Stadt passen. Matthias Ryndak (54) wohnt in Niesky-Neuhof und ist dort Instrumentenbauer, Tonstudiobetreiber, Songschreiber und Musiker.

@ André Schulze

Niesky ist eine richtig schöne Stadt

Ich bin hier geboren und mit Leib und Seele Nieskyer. Ich ärgere mich über so einiges, und trotzdem finde ich, ist Niesky eine richtig schöne Stadt geworden. Und das sage ich nicht nur, weil ich über 40 Jahre daran mitgebaut habe. Das sagen auch viele von auswärts. Zum bunten Leben in Niesky trägt auch ein bisschen der Karnevalsclub bei. An diesem Sonnabend treffen wir uns übrigens um Elfuhrelf vor dem Rathaus zur Schlüsselübergabe. Es gibt ein kleines Programm von vielleicht einer Viertelstunde. Sollte es allzu frisch werden, gibt es gegenüber beim Bäcker Pätzold Glühwein. Niesky Helau!, sag‘ ich da nur.
Zu den Dingen, die mir in der Stadt nicht gefallen, gehören ganz klar Vandalismus und Schlamperei. Bei den Schlammfangeimern in den Gullys fängt es doch an. Vor meinem Haus mache ich die selbst dreimal im Jahr sauber. Aber eigentlich ist das nicht meine Aufgabe. Vorgestern bin ich durch die Straße „Am Langen Haag“ gefahren. Da ist ein größeres Schlagloch. Ich bin gespannt, wenn das mal einer zumacht. Oder der Park der Generationen. Der verwildert. Könnte da nicht die Schule mal einen Einsatz machen? Wenn die Schüler sehen, wie viel Arbeit das macht, würden sie sicher selbst besser darauf achten und andere von mutwilligen Zerstörungen abhalten.
Und dann ist da ja noch die B 115 und die Umleitung durch die Stadt ab dem nächsten Jahr. Ich kann nicht verstehen, warum das mit der Behelfsbrücke nicht geklappt hat. Liegen nicht im Stahlbau Niesky massenweise vorgefertigte Brückenelemente? Eine Behelfsbrücke wäre jedenfalls besser als der Anstieg des Durchgangsverkehrs.

Edwin „Eddie“ Vogt (66) ist Rentner und lebt im Nieskyer Osten. Der gelernter Maurer brennt seit 1992 für die fünfte Jahreszeit, seit 2016 ist er Geschäftsführer des Karnevalsklubs (KCN).
Niesky ist eine richtig schöne Stadt Ich bin hier geboren und mit Leib und Seele Nieskyer. Ich ärgere mich über so einiges, und trotzdem finde ich, ist Niesky eine richtig schöne Stadt geworden. Und das sage ich nicht nur, weil ich über 40 Jahre daran mitgebaut habe. Das sagen auch viele von auswärts. Zum bunten Leben in Niesky trägt auch ein bisschen der Karnevalsclub bei. An diesem Sonnabend treffen wir uns übrigens um Elfuhrelf vor dem Rathaus zur Schlüsselübergabe. Es gibt ein kleines Programm von vielleicht einer Viertelstunde. Sollte es allzu frisch werden, gibt es gegenüber beim Bäcker Pätzold Glühwein. Niesky Helau!, sag‘ ich da nur. Zu den Dingen, die mir in der Stadt nicht gefallen, gehören ganz klar Vandalismus und Schlamperei. Bei den Schlammfangeimern in den Gullys fängt es doch an. Vor meinem Haus mache ich die selbst dreimal im Jahr sauber. Aber eigentlich ist das nicht meine Aufgabe. Vorgestern bin ich durch die Straße „Am Langen Haag“ gefahren. Da ist ein größeres Schlagloch. Ich bin gespannt, wenn das mal einer zumacht. Oder der Park der Generationen. Der verwildert. Könnte da nicht die Schule mal einen Einsatz machen? Wenn die Schüler sehen, wie viel Arbeit das macht, würden sie sicher selbst besser darauf achten und andere von mutwilligen Zerstörungen abhalten. Und dann ist da ja noch die B 115 und die Umleitung durch die Stadt ab dem nächsten Jahr. Ich kann nicht verstehen, warum das mit der Behelfsbrücke nicht geklappt hat. Liegen nicht im Stahlbau Niesky massenweise vorgefertigte Brückenelemente? Eine Behelfsbrücke wäre jedenfalls besser als der Anstieg des Durchgangsverkehrs. Edwin „Eddie“ Vogt (66) ist Rentner und lebt im Nieskyer Osten. Der gelernter Maurer brennt seit 1992 für die fünfte Jahreszeit, seit 2016 ist er Geschäftsführer des Karnevalsklubs (KCN).

@ Jens Trenkler

Ganz große Sorgen wegen Hausärzten

Niesky, unsere Heimatstadt, kann man wirklich ein Schmuckstück nennen. Sie ist eine Stadt mit einem sehr hohen Sanierungsstand. Dazu ist sie eine saubere Stadt mit einer intakten Natur. Dieses Feedback bekomme ich immer wieder auch von Besuchern, Freunden und Geschäftspartnern, die das erste Mal in Niesky verweilen. Ich kann das nur bestätigen. Es sind nicht nur kurze Wege in der Stadt, sie führen auch in mehr als genug Einkaufszentren. Auch wenn es für die Händler immer schwieriger wird – wir haben noch einen florierenden Einzelhandel. Was die Verkaufskultur betrifft, liegt es an jedem selbst, welches Angebot er nutzen möchte.
Beim Thema ärztliche Versorgung, speziell bei den Hausärzten in Niesky, machen meine Frau und ich uns ganz große Sorgen, denn es ist wirklich schon Fünf nach Zwölf. Wir haben nicht vor, hier wegzugehen. Wir wollen beide hier alt werden. Das Arzt-Problem ist keines, das die Stadt Niesky allein lösen kann, das weiß ich. Aber die Stadtverantwortlichen müssen aus meiner Sicht trotzdem dafür Sorge tragen und es weitertransportieren. Und zwar so lange, bis ein nachvollziehbarer Erfolg da ist. Die Sorge, was passiert, wenn die Ärzte, die das angekündigt oder das Alter haben, ihre Praxen schließen, ist für uns schon groß. Die langen Schlangen bei der Eröffnung einer neuen Arztpraxis – schon mal ein Lichtblick – in der Görlitzer Straße zeigen, dass wir mit dieser Sorge nicht allein sind.
Das Bürgerhaus gibt sich viel Mühe, interessante Veranstaltungen anzubieten. Ob das immer genutzt wird, ist die Frage. Aber es ist auch leicht zu sagen, in Niesky ist nichts los, wenn man sie selbst nicht nutzt. Da sind wir beim Thema Engagement. Man bekommt nicht immer alles serviert. Es ist auch Eigeninitiative gefragt. Es gibt aktuell einige vornehmlich junge Menschen, die was organisieren wollen und mir ist nicht bekannt, dass dagegen jemand blockt. Ich bin überzeugt, dass in der Stadtverwaltung garantiert jeder Gedanke geprüft wird. Hier sollte sich auch niemand entmutigen lassen, wenn nicht sofort alles umsetzbar ist. Sehr engagiert haben viele Nieskyer um das Eisstadion gekämpft, und nicht alle waren Hardcore-Fans. Es waren darunter auch besorgte Nieskyer, die selbst zwar Eishockey nicht auf Nummer eins haben, die aber nicht wollten, dass die Eishockeytradition in Niesky endet. Wir vom Eislaufverein wissen, dass wir das neue Eisstadion auch diesen vielen engagierten Unterstützern zu verdanken haben. Auch das zeichnet Niesky aus: jetzt das Eisstadion, davor das Wachsmannhaus, davor der Jahnsportplatz, das sind alles Mosaiksteinchen, die nie alle Einwohner gleich schätzen, die aber Niesky ausmachen. Deshalb mein Fazit: Wir haben viel Gutes in Niesky und werden auch so wahrgenommen. Wir haben nichts zu verstecken. Im Gegenteil!

Joachim Sauer (59) arbeitet als Prokurist und Niederlassungsleiter Niesky bei der Niederschlesischen Entsorgungsgesellschaft und ist im Vorstand beim Eislaufverein Niesky.
Ganz große Sorgen wegen Hausärzten Niesky, unsere Heimatstadt, kann man wirklich ein Schmuckstück nennen. Sie ist eine Stadt mit einem sehr hohen Sanierungsstand. Dazu ist sie eine saubere Stadt mit einer intakten Natur. Dieses Feedback bekomme ich immer wieder auch von Besuchern, Freunden und Geschäftspartnern, die das erste Mal in Niesky verweilen. Ich kann das nur bestätigen. Es sind nicht nur kurze Wege in der Stadt, sie führen auch in mehr als genug Einkaufszentren. Auch wenn es für die Händler immer schwieriger wird – wir haben noch einen florierenden Einzelhandel. Was die Verkaufskultur betrifft, liegt es an jedem selbst, welches Angebot er nutzen möchte. Beim Thema ärztliche Versorgung, speziell bei den Hausärzten in Niesky, machen meine Frau und ich uns ganz große Sorgen, denn es ist wirklich schon Fünf nach Zwölf. Wir haben nicht vor, hier wegzugehen. Wir wollen beide hier alt werden. Das Arzt-Problem ist keines, das die Stadt Niesky allein lösen kann, das weiß ich. Aber die Stadtverantwortlichen müssen aus meiner Sicht trotzdem dafür Sorge tragen und es weitertransportieren. Und zwar so lange, bis ein nachvollziehbarer Erfolg da ist. Die Sorge, was passiert, wenn die Ärzte, die das angekündigt oder das Alter haben, ihre Praxen schließen, ist für uns schon groß. Die langen Schlangen bei der Eröffnung einer neuen Arztpraxis – schon mal ein Lichtblick – in der Görlitzer Straße zeigen, dass wir mit dieser Sorge nicht allein sind. Das Bürgerhaus gibt sich viel Mühe, interessante Veranstaltungen anzubieten. Ob das immer genutzt wird, ist die Frage. Aber es ist auch leicht zu sagen, in Niesky ist nichts los, wenn man sie selbst nicht nutzt. Da sind wir beim Thema Engagement. Man bekommt nicht immer alles serviert. Es ist auch Eigeninitiative gefragt. Es gibt aktuell einige vornehmlich junge Menschen, die was organisieren wollen und mir ist nicht bekannt, dass dagegen jemand blockt. Ich bin überzeugt, dass in der Stadtverwaltung garantiert jeder Gedanke geprüft wird. Hier sollte sich auch niemand entmutigen lassen, wenn nicht sofort alles umsetzbar ist. Sehr engagiert haben viele Nieskyer um das Eisstadion gekämpft, und nicht alle waren Hardcore-Fans. Es waren darunter auch besorgte Nieskyer, die selbst zwar Eishockey nicht auf Nummer eins haben, die aber nicht wollten, dass die Eishockeytradition in Niesky endet. Wir vom Eislaufverein wissen, dass wir das neue Eisstadion auch diesen vielen engagierten Unterstützern zu verdanken haben. Auch das zeichnet Niesky aus: jetzt das Eisstadion, davor das Wachsmannhaus, davor der Jahnsportplatz, das sind alles Mosaiksteinchen, die nie alle Einwohner gleich schätzen, die aber Niesky ausmachen. Deshalb mein Fazit: Wir haben viel Gutes in Niesky und werden auch so wahrgenommen. Wir haben nichts zu verstecken. Im Gegenteil! Joachim Sauer (59) arbeitet als Prokurist und Niederlassungsleiter Niesky bei der Niederschlesischen Entsorgungsgesellschaft und ist im Vorstand beim Eislaufverein Niesky.

@ André Schulze

Gehweg-Ausbau muss vorangehen

Ich bin ein waschechter Nieskyer und wurde 1935 geboren – jenem Jahr, in dem Niesky das Stadtrecht verliehen wurde. Weil ich mich mit meiner Heimat sehr verbunden fühle, habe ich die Stadt noch nie für längere Zeit verlassen. Gern erinnere ich mich an Fixpunkte, die längst verschwunden sind – zum Beispiel die Apotheke auf dem Zinzendorfplatz, den Tabakladen an der Görlitzer Straße und das Hotel Schammer.
1945 lag die Stadt in Schutt und Asche. Durch meinen Beruf habe ich ab 1957 die Enttrümmerung auf dem Zinzendorfplatz begleitet und beim Wiederaufbau des Stadtzentrums mitgewirkt. Der erste Neubau war das Wohnhaus auf der Poststraße, die ehemalige Mädchenanstalt. Bis 1975 habe ich an vielen Bauplätzen der Stadt mitgewirkt – und das verbindet!
Nach der Wende war ich erneut an der Entwicklung unserer Stadt beteiligt.
Natürlich freue ich mich über die neue Eisspielfläche. Doch jetzt muss an weiteren Objekten genauso zügig für die nächsten Generationen gearbeitet werden. Außerdem sollten die Stadträte an die ältere Generation und an Behinderte denken. Dabei geht es mir vor allem um den Zustand vieler Gehwege, die nicht im Zentrum von Niesky liegen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. „Es geht doch“ muss unser Schlachtruf werden. Der weitere Ausbau der Rothenburger Straße einschließlich des Fußweges sollte schon 1998 nach dem ersten Bauabschnitt folgen, doch in fast 20 Jahren hat sich nichts getan. Wenn das so weiter geht, gibt es 2030 noch keine unfallfrei zu benutzenden Gehwege in Niesky.

Karl-Heinz Preuß (82) war in der DDR Produktionsleiter des VEB Bau in Niesky und nach der Wende bis 1999 Bauamtsleiter in der Stadtverwaltung. Heute lebt er als Rentner in der Stadt.
Gehweg-Ausbau muss vorangehen Ich bin ein waschechter Nieskyer und wurde 1935 geboren – jenem Jahr, in dem Niesky das Stadtrecht verliehen wurde. Weil ich mich mit meiner Heimat sehr verbunden fühle, habe ich die Stadt noch nie für längere Zeit verlassen. Gern erinnere ich mich an Fixpunkte, die längst verschwunden sind – zum Beispiel die Apotheke auf dem Zinzendorfplatz, den Tabakladen an der Görlitzer Straße und das Hotel Schammer. 1945 lag die Stadt in Schutt und Asche. Durch meinen Beruf habe ich ab 1957 die Enttrümmerung auf dem Zinzendorfplatz begleitet und beim Wiederaufbau des Stadtzentrums mitgewirkt. Der erste Neubau war das Wohnhaus auf der Poststraße, die ehemalige Mädchenanstalt. Bis 1975 habe ich an vielen Bauplätzen der Stadt mitgewirkt – und das verbindet! Nach der Wende war ich erneut an der Entwicklung unserer Stadt beteiligt. Natürlich freue ich mich über die neue Eisspielfläche. Doch jetzt muss an weiteren Objekten genauso zügig für die nächsten Generationen gearbeitet werden. Außerdem sollten die Stadträte an die ältere Generation und an Behinderte denken. Dabei geht es mir vor allem um den Zustand vieler Gehwege, die nicht im Zentrum von Niesky liegen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. „Es geht doch“ muss unser Schlachtruf werden. Der weitere Ausbau der Rothenburger Straße einschließlich des Fußweges sollte schon 1998 nach dem ersten Bauabschnitt folgen, doch in fast 20 Jahren hat sich nichts getan. Wenn das so weiter geht, gibt es 2030 noch keine unfallfrei zu benutzenden Gehwege in Niesky. Karl-Heinz Preuß (82) war in der DDR Produktionsleiter des VEB Bau in Niesky und nach der Wende bis 1999 Bauamtsleiter in der Stadtverwaltung. Heute lebt er als Rentner in der Stadt.

@ André Schulze

Kein Platz zum Treffen für uns

In Niesky lebt meine Familie, hier gehe ich zur Schule und habe hier meine Freunde. Würde ich in Niesky als Erwachsene leben, könnte ich meine Kinder beruhigt rausgehen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen was passiert.
Aber in Niesky gibt es nichts für die Jugend. Egal wo man sich hier trifft, wir werden immer verjagt. Auf den Parkplätzen der Supermarktketten dürfen wir nicht sein, der Platz der Jugend ist gesperrt, aber keiner weiß warum, das Jugendzentrum Holz ist zu, auch unter dem Chinatempel beim Gymnasium dürfen wir uns nicht versammeln, nicht am Brunnen beim Spezigrill und über die Spielplätze dürfen wir gar nicht erst reden, da wir zu alt sind. Überall stören wir. Wir haben nichts, wo wir uns treffen können. Wo sollen wir hin? Ich selbst habe schon fünfmal erlebt, dass die Polizei kam, und dass wir verschwinden mussten. Ich verstehe das nicht. Wir machen doch nichts, wir treffen uns, reden, die Musik läuft... Das einzige, wo man sich treffen könnte, ist das Café Mokka. Das Mokka ist ein richtig guter Ort, da gibt es freies WLAN. Aber da passen vielleicht auch nur 15 bis 20 Leute hinein, und du musst ja auch was verzehren. Da reicht das Taschengeld hinten und vorne nicht. Wir haben uns auch gekümmert und vor knapp drei Jahren die OSJ, die Ostsächsische Jugend, gegründet und einen Brief an die Oberbürgermeisterin Frau Hoffmann geschrieben. Auf unserer Facebookseite stand, was wir erreichen wollten. Vergebens. Aber dann gab es Graffiti mit dem Schriftzug OSJ zum Beispiel am Repo-Markt. Wir waren das nicht.
Die Stadt Niesky hat sich zwar die Mühe gemacht und den Skaterpark wieder belebt. Aber da stehen auch viele rechts- oder linksradikale Schriftzüge dran. Das sieht nicht gut aus. Oder der Basketballkorb, der ist einfach nur noch ein Loch. Da hängt vom Netz nur noch ein kleiner Fetzen.
Also ich gehe auf jeden Fall weg aus Niesky. Denn ich glaube nicht, dass ich hier eine Zukunft haben werde.

Milena Reinelt (15) lernt an der Oberschule Niesky in einer neunten Klasse und ist Schülersprecherin.
Kein Platz zum Treffen für uns In Niesky lebt meine Familie, hier gehe ich zur Schule und habe hier meine Freunde. Würde ich in Niesky als Erwachsene leben, könnte ich meine Kinder beruhigt rausgehen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen was passiert. Aber in Niesky gibt es nichts für die Jugend. Egal wo man sich hier trifft, wir werden immer verjagt. Auf den Parkplätzen der Supermarktketten dürfen wir nicht sein, der Platz der Jugend ist gesperrt, aber keiner weiß warum, das Jugendzentrum Holz ist zu, auch unter dem Chinatempel beim Gymnasium dürfen wir uns nicht versammeln, nicht am Brunnen beim Spezigrill und über die Spielplätze dürfen wir gar nicht erst reden, da wir zu alt sind. Überall stören wir. Wir haben nichts, wo wir uns treffen können. Wo sollen wir hin? Ich selbst habe schon fünfmal erlebt, dass die Polizei kam, und dass wir verschwinden mussten. Ich verstehe das nicht. Wir machen doch nichts, wir treffen uns, reden, die Musik läuft... Das einzige, wo man sich treffen könnte, ist das Café Mokka. Das Mokka ist ein richtig guter Ort, da gibt es freies WLAN. Aber da passen vielleicht auch nur 15 bis 20 Leute hinein, und du musst ja auch was verzehren. Da reicht das Taschengeld hinten und vorne nicht. Wir haben uns auch gekümmert und vor knapp drei Jahren die OSJ, die Ostsächsische Jugend, gegründet und einen Brief an die Oberbürgermeisterin Frau Hoffmann geschrieben. Auf unserer Facebookseite stand, was wir erreichen wollten. Vergebens. Aber dann gab es Graffiti mit dem Schriftzug OSJ zum Beispiel am Repo-Markt. Wir waren das nicht. Die Stadt Niesky hat sich zwar die Mühe gemacht und den Skaterpark wieder belebt. Aber da stehen auch viele rechts- oder linksradikale Schriftzüge dran. Das sieht nicht gut aus. Oder der Basketballkorb, der ist einfach nur noch ein Loch. Da hängt vom Netz nur noch ein kleiner Fetzen. Also ich gehe auf jeden Fall weg aus Niesky. Denn ich glaube nicht, dass ich hier eine Zukunft haben werde. Milena Reinelt (15) lernt an der Oberschule Niesky in einer neunten Klasse und ist Schülersprecherin.

@ Jens Trenkler

Wollen zu Spiel der Tornados fahren

In der Stadt Niesky habe ich von 1967 bis 1970 im damaligen VEB (K) Bau Niesky das Malerhandwerk erlernt. Ich selbst stamme aus Dauban, einem Ortsteil der heutigen Gemeinde Hohendubrau. In Niesky haben mich schon damals die Holzhäuser fasziniert, die wir am Doeckerplatz und in der Bahnhofsstraße 1972 restauriert haben. Das war schon sehr zeitaufwendig. An Niesky gibt es gar nicht so viel zu kritisieren. Schade nur, dass es kein Kino mehr gibt, denn die ehemalige Schauburg war auch ein Treff der Jugend.
Aber wer sich betätigen will, kann es in Niesky durchaus tun. Sportlich zum Beispiel kann ich mich einem Sportverein anschließen, die es in Niesky reichlich gibt. Man muss sich nur das für sich Beste heraussuchen. Sehr gut nun das neue Eisstadion, welches am 28. Oktober feierlich übergeben wurde. Da ich jetzt im betreuten Wohnen im ehemaligen Hotel „Zur Krone“ in Rothenburg wohne, werde ich versuchen, dass unsere Wohngemeinschaft einmal zu einem Punktspiel der Nieskyer Tornados fährt.
Das der Personenzug auf der neu gebauten Magistrale Knappenrode – Horka ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wieder in Niesky hält, wäre sehr gut für die Mobilität vieler Nieskyer.
Der Zinzendorfplatz mit seiner Bepflanzung gefällt mir sehr gut. Für die Jugend wäre eine Disko nicht schlecht, so wie die in Weigersdorf.

Christian Schleuder (66) ist jetzt Rentner und lebt seit einem Unfall 2004 im Martinshof Rothenburg, war Maler und unter anderem Vorsitzender des SV Dauban 68. Er hat viele Jahre den Tischtennisverband in Ostsachsen sowie den Kreisverband geleitet.
Wollen zu Spiel der Tornados fahren In der Stadt Niesky habe ich von 1967 bis 1970 im damaligen VEB (K) Bau Niesky das Malerhandwerk erlernt. Ich selbst stamme aus Dauban, einem Ortsteil der heutigen Gemeinde Hohendubrau. In Niesky haben mich schon damals die Holzhäuser fasziniert, die wir am Doeckerplatz und in der Bahnhofsstraße 1972 restauriert haben. Das war schon sehr zeitaufwendig. An Niesky gibt es gar nicht so viel zu kritisieren. Schade nur, dass es kein Kino mehr gibt, denn die ehemalige Schauburg war auch ein Treff der Jugend. Aber wer sich betätigen will, kann es in Niesky durchaus tun. Sportlich zum Beispiel kann ich mich einem Sportverein anschließen, die es in Niesky reichlich gibt. Man muss sich nur das für sich Beste heraussuchen. Sehr gut nun das neue Eisstadion, welches am 28. Oktober feierlich übergeben wurde. Da ich jetzt im betreuten Wohnen im ehemaligen Hotel „Zur Krone“ in Rothenburg wohne, werde ich versuchen, dass unsere Wohngemeinschaft einmal zu einem Punktspiel der Nieskyer Tornados fährt. Das der Personenzug auf der neu gebauten Magistrale Knappenrode – Horka ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wieder in Niesky hält, wäre sehr gut für die Mobilität vieler Nieskyer. Der Zinzendorfplatz mit seiner Bepflanzung gefällt mir sehr gut. Für die Jugend wäre eine Disko nicht schlecht, so wie die in Weigersdorf. Christian Schleuder (66) ist jetzt Rentner und lebt seit einem Unfall 2004 im Martinshof Rothenburg, war Maler und unter anderem Vorsitzender des SV Dauban 68. Er hat viele Jahre den Tischtennisverband in Ostsachsen sowie den Kreisverband geleitet.

@ Privat

Etwas auf die Beine stellen

Ich bin in Niesky quasi groß geworden, stamme zwar nicht direkt aus der Stadt, aber bin hier seit der 6. Klasse aufs Gymnasium gegangen. Und schließlich hat mich die Liebe erwischt, was mich zur Nieskyerin gemacht hat.
Toll finde ich, dass hier fast jeder jeden kennt und sich das Leben nicht so anonym abspielt, wie ich das während meines Studiums in Dresden erleben musste. Der Menschenschlag in Niesky gefällt mir einfach. Und er ist nicht so, wie man das den Leuten gelegentlich nachsagt. Also nicht schwerfällig, sondern das ganze Gegenteil: aufgeschlossen, freundlich. Man wird mit offenen Armen empfangen. Das erfahre ich immer wieder in meinem Café, das ich im Frühjahr eröffnet habe. Und ich sehe den Altersmix, den es in unserer Stadt gibt – Schüler kommen in der Freistunde auf einen Kaffee vorbei und Senioren am Nachmittag zu einem Schwätzchen.
Bauchschmerzen habe ich allerdings, wenn ich mir die Verkehrssituation in und um Niesky anschaue. Gerade der Ausbau der Niederschlesien-Magistrale dürfte uns hier auf eine harte Probe stellen.
Gleichzeitig wünsche ich mir, dass es in der Stadt künftig mehr junge Leute gibt, die nicht meckern oder besser wissen, sondern etwas auf die Beine stellen. Mehr Menschen also, die nicht in der Deckung bleiben, sondern sich nach vorne wagen.

Juliane Funke (37) ist Inhaberin des Cafès „Mokka“ auf der Horkaer Straße und hilft gleichzeitig in der Firma ihrer Eltern, dem Fuhrbetrieb Teich.
Etwas auf die Beine stellen Ich bin in Niesky quasi groß geworden, stamme zwar nicht direkt aus der Stadt, aber bin hier seit der 6. Klasse aufs Gymnasium gegangen. Und schließlich hat mich die Liebe erwischt, was mich zur Nieskyerin gemacht hat. Toll finde ich, dass hier fast jeder jeden kennt und sich das Leben nicht so anonym abspielt, wie ich das während meines Studiums in Dresden erleben musste. Der Menschenschlag in Niesky gefällt mir einfach. Und er ist nicht so, wie man das den Leuten gelegentlich nachsagt. Also nicht schwerfällig, sondern das ganze Gegenteil: aufgeschlossen, freundlich. Man wird mit offenen Armen empfangen. Das erfahre ich immer wieder in meinem Café, das ich im Frühjahr eröffnet habe. Und ich sehe den Altersmix, den es in unserer Stadt gibt – Schüler kommen in der Freistunde auf einen Kaffee vorbei und Senioren am Nachmittag zu einem Schwätzchen. Bauchschmerzen habe ich allerdings, wenn ich mir die Verkehrssituation in und um Niesky anschaue. Gerade der Ausbau der Niederschlesien-Magistrale dürfte uns hier auf eine harte Probe stellen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass es in der Stadt künftig mehr junge Leute gibt, die nicht meckern oder besser wissen, sondern etwas auf die Beine stellen. Mehr Menschen also, die nicht in der Deckung bleiben, sondern sich nach vorne wagen. Juliane Funke (37) ist Inhaberin des Cafès „Mokka“ auf der Horkaer Straße und hilft gleichzeitig in der Firma ihrer Eltern, dem Fuhrbetrieb Teich.

@ andré schulze

Der Liebe wegen in Niesky

Ich bin keine waschechte Nieskyerin, sondern von auswärts hierhergekommen. Aufgewachsen bin ich in Steina bei Pulsnitz, lebe aber seit sechs Jahren in Niesky. Die Liebe hat mich hierher verschlagen. Und ich bin glücklich, dass es so gekommen ist. Ich finde, Niesky ist eine hübsche, kleine Stadt, in der alles nah beieinander liegt und per Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen ist. Ich fühle mich wohl hier, bin gut angekommen. Als Auswärtige hat man mir das Einleben hier leicht gemacht. Niesky ist jetzt meine neue Heimat, in der ich inzwischen viele Leute kennengelernt habe und die ich nicht mehr missen möchte. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen, die Mentalität gefällt mir sehr gut.
Natürlich gibt es auch ein paar Sachen, die besser laufen könnten. Ich denke, dass es in der Stadt zu wenige Papierkörbe gibt. Gerade wenn man mit dem Hund unterwegs ist und dessen Hinterlassenschaft aufgesammelt hat, findet man oft nichts, wo man das Tütchen hineinwerfen kann.
Auch einige Fußwege befinden sich in katastrophalem Zustand. Dabei denke ich vor allem an die Rothenburger Straße. Der Gehweg dort ist eine absolute Holperstrecke. An einigen Stellen liegen Steine, mal wurde Asphalt aufgetragen, dann kommen wieder völlig unbefestigte Abschnitte. Wer hier wie ich mit dem Kinderwagen unterwegs ist, der muss schon ein stabiles Fabrikat besitzen und über genügend Kraft verfügen, es über die vielen Unebenheiten zu schieben. An einigen Stellen ist es so schlimm, dass man auf die Fahrbahn ausweichen muss. Das ist natürlich besonders gefährlich. Auch für ältere Menschen, die sich nur noch mit Rollstuhl oder Rollator fortbewegen können.

Lysann Klose(28) ist Erzieherin und arbeitet in Weißenberg. Im Moment befindet sie sich in der Elternzeit.



Foto: Jens Trenkler / Jens Trenkler /
Der Liebe wegen in Niesky Ich bin keine waschechte Nieskyerin, sondern von auswärts hierhergekommen. Aufgewachsen bin ich in Steina bei Pulsnitz, lebe aber seit sechs Jahren in Niesky. Die Liebe hat mich hierher verschlagen. Und ich bin glücklich, dass es so gekommen ist. Ich finde, Niesky ist eine hübsche, kleine Stadt, in der alles nah beieinander liegt und per Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen ist. Ich fühle mich wohl hier, bin gut angekommen. Als Auswärtige hat man mir das Einleben hier leicht gemacht. Niesky ist jetzt meine neue Heimat, in der ich inzwischen viele Leute kennengelernt habe und die ich nicht mehr missen möchte. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen, die Mentalität gefällt mir sehr gut. Natürlich gibt es auch ein paar Sachen, die besser laufen könnten. Ich denke, dass es in der Stadt zu wenige Papierkörbe gibt. Gerade wenn man mit dem Hund unterwegs ist und dessen Hinterlassenschaft aufgesammelt hat, findet man oft nichts, wo man das Tütchen hineinwerfen kann. Auch einige Fußwege befinden sich in katastrophalem Zustand. Dabei denke ich vor allem an die Rothenburger Straße. Der Gehweg dort ist eine absolute Holperstrecke. An einigen Stellen liegen Steine, mal wurde Asphalt aufgetragen, dann kommen wieder völlig unbefestigte Abschnitte. Wer hier wie ich mit dem Kinderwagen unterwegs ist, der muss schon ein stabiles Fabrikat besitzen und über genügend Kraft verfügen, es über die vielen Unebenheiten zu schieben. An einigen Stellen ist es so schlimm, dass man auf die Fahrbahn ausweichen muss. Das ist natürlich besonders gefährlich. Auch für ältere Menschen, die sich nur noch mit Rollstuhl oder Rollator fortbewegen können. Lysann Klose(28) ist Erzieherin und arbeitet in Weißenberg. Im Moment befindet sie sich in der Elternzeit. Foto: Jens Trenkler / Jens Trenkler /

@ Jens Trenkler

Habe lange Liste an Vorschlägen

Seit 1989 wohne ich im Südosten von Niesky. Aufgewachsen bin ich in dem idyllischen Ortsteil Zedlig. Wir waren drei Generationen in einem Haus. Ich bin sehr frei und unbeschwert aufgewachsen, was heute leider nicht mehr möglich sein soll durch den Wandel der Zeit. In Niesky fühle ich mich ausgesprochen wohl! Das liegt an den Nieskyern, an der stadtnahen Natur, die meine Frau und ich oft per Rad erkunden. Mir gefallen auch die kurzen Wege in der Stadt und die Vielfalt an Vereinen. Alle Faktoren sind für mich sehr wichtig. Nichts davon möchte ich missen.
Durch meine berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit habe ich täglich mit vielen Menschen Kontakt und zwar aus allen Berufs- und Altersgruppen. Viele sind familiär sehr verwurzelt und heimatverbunden. Oft erfahre ich von Rückkehrern. Entgegen der verbreiteten Meinung sind Nieskyer sehr herzlich, freundlich und offen, mit ihnen kommt man schnell ins Gespräch. Ich wünsche mir aber, dass sich mehr Nieskyer ehrenamtlich engagieren. Ich bin der Meinung, dass Ehrenamt keine Bürde ist, sondern bereichert und Freude bereitet. Wer sagt, er würde sich gerne einbringen, aber keine Idee hat wo, der kann sich bei mir melden: Ich habe eine lange Liste im Kopf. Was mich ärgert, sind unbefestigte Straßen in Niesky und den Ortsteilen, schlechte Regenentwässerung und dass den Anwohnern zu lange versprochen wird, dass sich was ändert. Ich weiß, dass das eine Mammutaufgabe für die Stadtverwaltung ist. Wirklich Bauchschmerzen verursachen mir Lehrermangel und Stundenausfall sowie der unmittelbar bevorstehende Ärzte- und Fachärztemangel. Da muss sich Niesky einmischen und für seine Einwohner stark machen.

Frank Mrusek (53) Versicherungskaufmann mit eigener Agentur in Niesky, Stadtrat und Stellvertreter der Oberbürgermeisterin.
Habe lange Liste an Vorschlägen Seit 1989 wohne ich im Südosten von Niesky. Aufgewachsen bin ich in dem idyllischen Ortsteil Zedlig. Wir waren drei Generationen in einem Haus. Ich bin sehr frei und unbeschwert aufgewachsen, was heute leider nicht mehr möglich sein soll durch den Wandel der Zeit. In Niesky fühle ich mich ausgesprochen wohl! Das liegt an den Nieskyern, an der stadtnahen Natur, die meine Frau und ich oft per Rad erkunden. Mir gefallen auch die kurzen Wege in der Stadt und die Vielfalt an Vereinen. Alle Faktoren sind für mich sehr wichtig. Nichts davon möchte ich missen. Durch meine berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit habe ich täglich mit vielen Menschen Kontakt und zwar aus allen Berufs- und Altersgruppen. Viele sind familiär sehr verwurzelt und heimatverbunden. Oft erfahre ich von Rückkehrern. Entgegen der verbreiteten Meinung sind Nieskyer sehr herzlich, freundlich und offen, mit ihnen kommt man schnell ins Gespräch. Ich wünsche mir aber, dass sich mehr Nieskyer ehrenamtlich engagieren. Ich bin der Meinung, dass Ehrenamt keine Bürde ist, sondern bereichert und Freude bereitet. Wer sagt, er würde sich gerne einbringen, aber keine Idee hat wo, der kann sich bei mir melden: Ich habe eine lange Liste im Kopf. Was mich ärgert, sind unbefestigte Straßen in Niesky und den Ortsteilen, schlechte Regenentwässerung und dass den Anwohnern zu lange versprochen wird, dass sich was ändert. Ich weiß, dass das eine Mammutaufgabe für die Stadtverwaltung ist. Wirklich Bauchschmerzen verursachen mir Lehrermangel und Stundenausfall sowie der unmittelbar bevorstehende Ärzte- und Fachärztemangel. Da muss sich Niesky einmischen und für seine Einwohner stark machen. Frank Mrusek (53) Versicherungskaufmann mit eigener Agentur in Niesky, Stadtrat und Stellvertreter der Oberbürgermeisterin.

@ Jens Trenkler

Standesamt muss flexibler werden

Unsere Fleischerei hat ihren Stammsitz zwar in Rothenburg, seit 20 Jahren sind wir aber mit einer Filiale auch in Niesky präsent. Was uns freut: Das Geschäft in der Rothenburger Straße wird sehr gut angenommen. Insgesamt hat sich Niesky in den vergangenen Jahren gut entwickelt - was natürlich in erster Linie mit den verfügbaren Arbeitsplätzen zusammenhängt. Ich denke, dass die Abwanderung endlich gestoppt ist und es nun wieder aufwärts geht.
Sehr positiv finde ich das Engagement der Sportvereine in der Stadt. An erster Stelle fallen mir da natürlich die Tornados ein. Ich finde es toll, dass mit der neuen Halle auch ein eher kleiner Eishockey-Standort in den Genuss eines solchen Objektes kommt. Für mich ist der Spielbesuch zeitbedingt eher selten möglich, allerdings bin ich auch eher ein Fan der Füchse aus Weißwasser.
Verbessern ließe sich sicherlich der Zustand der Rothenburger Straße - und das sage ich nicht nur, weil dort unsere Filiale liegt. Die Gehwege sind zum Teil aus Sand oder gar nicht erst angelegt - das ist einer Stadt wie Niesky nicht würdig.
Für die B 115 würde ich mir einen vierspurigen Ausbau wünschen. Ich denke, dass es richtige Probleme mit dem Verkehr in der Stadt geben wird, wenn 2018 die Sanierung der Straßenbrücke an der Bundesstraße beginnt.
Und schließlich muss ich auch die Arbeit des Standesamtes kritisieren. In der heutigen Zeit müsste es eigentlich möglich sein, dass im Zuständigkeitsbereich des Nieskyer Amtes zugleich an zwei verschiedenen Orten geheiratet wird. Dass die Mitarbeiter pendeln, gehört da ganz einfach dazu.

Robert Eichler (36)  ist Fleischermeister und Inhaber der seit 1777 existierenden Fleischerei Eichler in Rothenburg. In Niesky betreibt das Unternehmen eine Filiale.
Standesamt muss flexibler werden Unsere Fleischerei hat ihren Stammsitz zwar in Rothenburg, seit 20 Jahren sind wir aber mit einer Filiale auch in Niesky präsent. Was uns freut: Das Geschäft in der Rothenburger Straße wird sehr gut angenommen. Insgesamt hat sich Niesky in den vergangenen Jahren gut entwickelt - was natürlich in erster Linie mit den verfügbaren Arbeitsplätzen zusammenhängt. Ich denke, dass die Abwanderung endlich gestoppt ist und es nun wieder aufwärts geht. Sehr positiv finde ich das Engagement der Sportvereine in der Stadt. An erster Stelle fallen mir da natürlich die Tornados ein. Ich finde es toll, dass mit der neuen Halle auch ein eher kleiner Eishockey-Standort in den Genuss eines solchen Objektes kommt. Für mich ist der Spielbesuch zeitbedingt eher selten möglich, allerdings bin ich auch eher ein Fan der Füchse aus Weißwasser. Verbessern ließe sich sicherlich der Zustand der Rothenburger Straße - und das sage ich nicht nur, weil dort unsere Filiale liegt. Die Gehwege sind zum Teil aus Sand oder gar nicht erst angelegt - das ist einer Stadt wie Niesky nicht würdig. Für die B 115 würde ich mir einen vierspurigen Ausbau wünschen. Ich denke, dass es richtige Probleme mit dem Verkehr in der Stadt geben wird, wenn 2018 die Sanierung der Straßenbrücke an der Bundesstraße beginnt. Und schließlich muss ich auch die Arbeit des Standesamtes kritisieren. In der heutigen Zeit müsste es eigentlich möglich sein, dass im Zuständigkeitsbereich des Nieskyer Amtes zugleich an zwei verschiedenen Orten geheiratet wird. Dass die Mitarbeiter pendeln, gehört da ganz einfach dazu. Robert Eichler (36) ist Fleischermeister und Inhaber der seit 1777 existierenden Fleischerei Eichler in Rothenburg. In Niesky betreibt das Unternehmen eine Filiale.

@ Jens Trenkler

Nieskyer haben ein kämpferisches Herz

Privat verbinden mich mit Niesky zahlreiche positive Erinnerungen. Mit dem Volleyball bei TuS Einheit Niesky habe ich jahrelang auf (für mich) maximalem Level in einer klasse Mannschaft gespielt, wurde von Anfang an offen und herzlich aufgenommen und konnte sogar mal als Trainer kurz meiner Mannschaft zur Seite stehen. Die offene und herzliche Art vieler Nieskyer beeindruckte mich immer wieder – ob beim Neujahrsempfang, den Baumarktbesuchen, Unternehmensbesuchen, dem Weihnachtsmarkt, wo wir mit den Lions für wohltätige Zwecke Glühwein verkaufen, oder dem obligatorischen Döner nach Abendveranstaltungen in der Stadt – immer habe ich das Empfinden eines Lächelns, und das ist gut so!
Als Entwicklungsgesellschaft des Landkreises sind wir auf ein landkreisweites Netzwerk mit engagierten Unternehmen und politischen Entscheidern angewiesen. Beides finden wir in Niesky. Unsere Kontakte zur Oberbürgermeisterin, zur Stadtverwaltung und zu den städtischen Unternehmen sind außerordentlich gut. Die Aktivitäten des Unternehmerverbandes unterstütze ich nach Kräften und zolle Respekt für die jahrelange sehr gute Arbeit! Nieskyer Unternehmen nutzen aktiv unsere Instrumente der Berufsorientierung: den Ausbildungsatlas Insider und die Ausbildungsmesse Insidertreff. In dem von uns betreuten TBGZ haben wir über viele Jahre einige Firmen begleiten dürfen, die vom kleinen Start-up zu innovativen erfolgreichen Unternehmen gewachsen sind. So finde ich die Entwicklung von Nashornhaut beispielgebend für andere.
Der Stadt ist es gelungen, eine umfassende Infrastruktur zum Leben, Wohnen und Arbeiten aufzubauen und zu erhalten. Kitas, Schulen, Gymnasium, vielfältige Handelseinrichtungen, medizinische Versorgung und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten sind hier zu finden. Alles ist im unmittelbaren Wohnumfeld erreichbar.
ch finde es spannend, welche Impulse für den industriellen Holzhausbau einst von Niesky ausgingen und ich freue mich, dass diese Industriegeschichte im Konrad-Wachsmann-Haus in besonderer Weise gewürdigt wird. Beeindruckend ist auch die Entwicklung des Nieskyer Waggonbaus. Der traditionsreiche Betrieb hat sich trotz mehrerer Tiefschläge nicht unterkriegen lassen. Heute haben die Waggonbauer volle Auftragsbücher. Dass die Nieskyer kämpfen können, haben sie auch beim Eisstadion bewiesen. Der langjährige Kampf um den Eissport in der Stadt wurde nun mit der Eröffnung des neuen Stadions belohnt. Die Nieskyer können stolz auf ihre Stadt sein.
Die seit Jahren fehlende Erreichbarkeit der Stadt mit der Bahn ist sehr ärgerlich. Endlich wird nun an diesem Streckenabschnitt gearbeitet. Auch hinsichtlich der Straßenanbindung nach Norden sollten wir alle zusammen nicht ruhen für weitere Verbesserungen zu kämpfen – bis hin zur vierspurigen Anbindung an die Autobahn bei Roggosen. In vielen Kleinstädten ist ein Aussterben des Einzelhandels in den Zentren zu beobachten. Niesky konnte diesem Trend bisher standhalten. Ich wünsche mir, dass die Einzelhändler gemeinsame Lösungen finden, wie sie sich für die Zukunft stark machen können.

Sven Mimus (37) ist Geschäftsführer der kreiseigenen Entwicklungsgesellschaft Eno. In Zittau hat er Betriebswirtschaft studiert und wohnt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in Kodersdorf.
Nieskyer haben ein kämpferisches Herz Privat verbinden mich mit Niesky zahlreiche positive Erinnerungen. Mit dem Volleyball bei TuS Einheit Niesky habe ich jahrelang auf (für mich) maximalem Level in einer klasse Mannschaft gespielt, wurde von Anfang an offen und herzlich aufgenommen und konnte sogar mal als Trainer kurz meiner Mannschaft zur Seite stehen. Die offene und herzliche Art vieler Nieskyer beeindruckte mich immer wieder – ob beim Neujahrsempfang, den Baumarktbesuchen, Unternehmensbesuchen, dem Weihnachtsmarkt, wo wir mit den Lions für wohltätige Zwecke Glühwein verkaufen, oder dem obligatorischen Döner nach Abendveranstaltungen in der Stadt – immer habe ich das Empfinden eines Lächelns, und das ist gut so! Als Entwicklungsgesellschaft des Landkreises sind wir auf ein landkreisweites Netzwerk mit engagierten Unternehmen und politischen Entscheidern angewiesen. Beides finden wir in Niesky. Unsere Kontakte zur Oberbürgermeisterin, zur Stadtverwaltung und zu den städtischen Unternehmen sind außerordentlich gut. Die Aktivitäten des Unternehmerverbandes unterstütze ich nach Kräften und zolle Respekt für die jahrelange sehr gute Arbeit! Nieskyer Unternehmen nutzen aktiv unsere Instrumente der Berufsorientierung: den Ausbildungsatlas Insider und die Ausbildungsmesse Insidertreff. In dem von uns betreuten TBGZ haben wir über viele Jahre einige Firmen begleiten dürfen, die vom kleinen Start-up zu innovativen erfolgreichen Unternehmen gewachsen sind. So finde ich die Entwicklung von Nashornhaut beispielgebend für andere. Der Stadt ist es gelungen, eine umfassende Infrastruktur zum Leben, Wohnen und Arbeiten aufzubauen und zu erhalten. Kitas, Schulen, Gymnasium, vielfältige Handelseinrichtungen, medizinische Versorgung und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten sind hier zu finden. Alles ist im unmittelbaren Wohnumfeld erreichbar. ch finde es spannend, welche Impulse für den industriellen Holzhausbau einst von Niesky ausgingen und ich freue mich, dass diese Industriegeschichte im Konrad-Wachsmann-Haus in besonderer Weise gewürdigt wird. Beeindruckend ist auch die Entwicklung des Nieskyer Waggonbaus. Der traditionsreiche Betrieb hat sich trotz mehrerer Tiefschläge nicht unterkriegen lassen. Heute haben die Waggonbauer volle Auftragsbücher. Dass die Nieskyer kämpfen können, haben sie auch beim Eisstadion bewiesen. Der langjährige Kampf um den Eissport in der Stadt wurde nun mit der Eröffnung des neuen Stadions belohnt. Die Nieskyer können stolz auf ihre Stadt sein. Die seit Jahren fehlende Erreichbarkeit der Stadt mit der Bahn ist sehr ärgerlich. Endlich wird nun an diesem Streckenabschnitt gearbeitet. Auch hinsichtlich der Straßenanbindung nach Norden sollten wir alle zusammen nicht ruhen für weitere Verbesserungen zu kämpfen – bis hin zur vierspurigen Anbindung an die Autobahn bei Roggosen. In vielen Kleinstädten ist ein Aussterben des Einzelhandels in den Zentren zu beobachten. Niesky konnte diesem Trend bisher standhalten. Ich wünsche mir, dass die Einzelhändler gemeinsame Lösungen finden, wie sie sich für die Zukunft stark machen können. Sven Mimus (37) ist Geschäftsführer der kreiseigenen Entwicklungsgesellschaft Eno. In Zittau hat er Betriebswirtschaft studiert und wohnt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in Kodersdorf.

@ Rolf Ullmann