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Montag, 20.03.2017

Norweger sind am glücklichsten

Wie glücklich sind wir? Und warum? Internationale Experten stellen im Weltglücksbericht zum fünften Mal eine globale Rangfolge auf. Und ein Wissenschaftler erklärt, was jeder Einzelne für sein Glück tun kann.

Fußballfans aus Norwegen (oben links nach unten rechts), Dänemark, Island und der Schweiz: Diese vier Länder landeten bei der aktuellen Glücksstudie mit ganz vorn.
Fußballfans aus Norwegen (oben links nach unten rechts), Dänemark, Island und der Schweiz: Diese vier Länder landeten bei der aktuellen Glücksstudie mit ganz vorn.

© dpa

New York. Norwegen ist einer internationalen Studie zufolge das glücklichste Land der Welt. Das skandinavische Land eroberte den Spitzenplatz im Weltglücksbericht, den die Experten am Montag in New York zum fünften Mal vorlegten. Norwegen verdrängt damit Dänemark vom ersten Platz und liegt deutlich vor Deutschland, das in der Berechnung wieder auf Rang 16 kam. Im vergangenen Jahr hatten die Norweger noch an vierter Stelle gelegen.

In den bisherigen Ausgaben des Berichts hatten es Dänemark dreimal und die Schweiz einmal, im Jahr 2015, an die erste Stelle geschafft. Sie fand sich diesmal auf dem vierten Platz wieder. Nordische Länder belegen alle anderen ersten fünf Ränge: Neben Norwegen waren das Dänemark (2), Island (3) und Finnland (5). Dahinter kommen die Niederlande, Kanada, Neuseeland, Australien und Schweden.

Deutschland stagniert auf Platz 16 - hinter Israel (11), Costa Rica (12), Österreich (13), den USA (14) und Irland (15). Es folgen Belgien (17) und Luxemburg (18). Ganz hinten liegen Ruanda (151), Syrien (152), Tansania (153), Burundi (154) und die Zentralafrikanische Republik (155). Auf dem afrikanischen Kontinent liegen die meisten Länder der 30 hinteren Ränge, zusammen mit Afghanistan, Haiti, der Ukraine und dem Jemen.

Für den Bericht haben internationale Forscher 155 Länder untersucht. Ihr Bericht verbindet unter anderem Länderdaten mit Befragungen über die Selbstwahrnehmung ihrer Bewohner. Er berücksichtigt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung, die gefühlte Unterstützung aus dem eigenen sozialen Umfeld oder Vertrauen in Regierung und Unternehmen mit Blick auf Korruption.

Der Einfluss äußerer Lebensumstände auf das Glück des Einzelnen werde jedoch „gnadenlos“ überschätzt, sagte der Wissenschaftsautor Stefan Klein („Die Glücksformel“) dem „Hamburger Abendblatt“ (Montag). Mit Bewegung, Tätigkeit und der bewussten Wahrnehmung guter Momente könne jeder „das Glück trainieren wie Fahrradfahren oder eine fremde Sprache“, erklärte Klein: „Es entsteht in uns, wir haben Einfluss darauf.“ Wer nur faulenze, werde sich auf Dauer nicht wohl fühlen.

Die Voraussetzungen zur positiven Selbstverwirklichung sind dem Weltglücksbericht jedoch regional unterschiedlich ausgeprägt. Die Studie bewertet deshalb auch die von den Befragten empfundene Freiheit, grundlegende Entscheidungen für das eigene Leben treffen zu können sowie die Großzügigkeit der Befragten bei Spenden. Negative Faktoren wie Sorgen, Trauer und Wut spielen ebenfalls eine Rolle. Der diesjährige Bericht stützt sich auf Daten der Jahre 2014 bis 2016. (dpa)

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