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Montag, 23.04.2018

Nie mehr Stress am Mietwagen-Schalter

Endlich am Urlaubsort angekommen und dann gleich Ärger am Mietwagenschalter? Das braucht wirklich niemand!

Bildautor: Jan Claus
Bildautor: Jan Claus

Vier unangenehme Situationen bei Abholung und Rückgabe des Autos – und wie man sie ganz einfach vermeidet.

1. Der Mitarbeiter am Schalter will für viel Geld eine Zusatzversicherung verkaufen

Wer sich vor der Reise online beispielsweise auf einem Vergleichsportal wie billiger-mietwagen.de um einen Mietwagen kümmert, bucht alle gewünschten Versicherungen in der Regel gleich mit dazu. Besonders ratsam ist es, die Variante „ohne Selbstbeteiligung“ zu wählen, damit im Schadensfall keine Kosten entstehen. Wenn man am Mietwagen-Schalter die Reisedokumente vorlegt, raten manche Mitarbeiter trotzdem sehr vehement, unbedingt noch eine Zusatzversicherung abzuschließen. Auch durch klare Verweise auf die bereits gebuchten Versicherungen lassen sie sich nicht beirren: „Sie sind bei uns nicht versichert! Im Falle eines Schadens entstehen Kosten von mehreren Tausend Euro!“

„In solchen Situationen raten wir unseren Kunden, ruhig und bestimmt zu bleiben“. Die Schalter-Mitarbeiter haben zwar nicht ganz Unrecht, denn beim Vermieter direkt ist man in den meisten Fällen tatsächlich nicht versichert. Aber hohe Kosten muss dennoch niemand befürchten. Wer online bucht, hat seine Versicherungen schon beim Veranstalter abgeschlossen und kann im Schadensfall dort die Reklamation einreichen. Manchmal kann eine Zusatzversicherung vor Ort natürlich auch sinnvoll sein, zum Beispiel ein Schutz vor Asche- oder Sand-Schäden in Island. Also: Genau prüfen und sich nichts aufschwatzen lassen.

2. Hilfe, die Kreditkarte funktioniert nicht!

Für eine Mietwagenbuchung ist immer eine reguläre Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers nötig. Doch selbst wenn man die richtige Kreditkarte dabei hat, kann es am Mietwagenschalter zu unangenehmen Situationen kommen. Manchmal wird beim Hinterlegen der Kaution über die Kreditkarte statt der Unterschrift eine PIN eingefordert und selbst wenn die korrekte PIN parat ist, will das Gerät die Kaution in Einzelfällen einfach nicht blockieren. Dafür gibt es einfache Erklärungen, die aber überaus wichtig für die Übernahme des Wagens sind.

Es reicht nicht aus, nur die richtigen Kreditkarten mitzunehmen. Sie muss auch voll funktionsfähig sein. Zu jeder Kreditkarte wird eine PIN ausgegeben, die beim Hinterlegen der Kaution abgefragt werden kann. Außerdem muss die Kreditkarte ausreichend gedeckt sein. Sonst reicht das Kreditkartenlimit vielleicht nicht für die Kaution. Solche Situationen lassen sich durch gute Vorbereitung und ein kurzes Telefonat mit der Bank umgehen. Vor Ort kann man ohne funktionierende Kreditkarten leider nur noch eine teure Zusatzversicherung abschließen, damit das Auto ausgehändigt wird.

3. Unverschuldete Schäden am Mietwagen

Nach einem erholsamen und entspannten Urlaub geht es mit dem Mietwagen zurück zur Station. Am Schalter stellt die zuständige Mitarbeiterin dann ganz unerwartet einen tiefen Kratzer an der Stoßstange in Rechnung. Dabei ist man im Urlaub nirgendwo angeeckt und hat diesen nicht verschuldet. Der entsprechende Kratzer war schon bei der Abholung am Auto.

Hier ist egal, wer den Kratzer verschuldet hat: Wenn er nicht im Mietvertrag steht, wird der aktuelle Kunde zur Kasse gebeten. Jedes Fahrzeug muss vor der Übernahme auf Schäden überprüft werden, diese werden dann in den Mietvertrag aufgenommen. Das ist gerade bei schlechtem Wetter nicht so einfach, aber trotzdem wichtig. Nachträglich gemeldete Schäden sind immer zu Lasten des aktuellen Kunden. „Haben unsere Kunden bei der Buchung eine Versicherung mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung gebucht, müssen sie sich aber trotzdem keine Sorgen machen, Sie bekommt das Geld im Anschluss trotzdem gemäß der Veranstalter-AGB zurück.“

4. Warum ist das Upgrade plötzlich so teuer?

Manchmal bekommen Urlauber am Mietwagen-Schalter überraschend ein Upgrade angeboten. So gibt es statt des gebuchten Benziners zum Beispiel ein Dieselfahrzeug. Da unterschreibt man doch gerne sofort den Mietvertrag! Doch beim Bezahlen ist die Rechnung plötzlich höher als erwartet. Der zuständige Mitarbeiter verweist auf eine Stelle im Vertrag, an der die Kosten für den Dieselaufschlag hinterlegt sind.

Der Mitarbeiter hat suggeriert, dass das angebotene Upgrade gratis wäre. Im Mietvertrag stehen dann plötzlich Kosten, die vorher nicht kommuniziert wurden. Das ist zwar schlechter Service, aber nicht illegal. Jeder Urlauber ist selbst dafür verantwortlich, den Mietvertrag genau zu lesen bevor er unterschreibt. Ist der Mietvertrag einmal unterzeichnet, ist er bindend. Zusatz-Tipp: Bei fremdsprachigen Mietverträgen unbedingt die aufgedruckten Geldbeträge abgleichen.

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