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Donnerstag, 17.05.2018

Nicht einfach nur ein Spielplatz

Am Donnerstag wird der neue Spielplatz in Rabenau eröffnet. Der Besuch lohnt sich nicht nur für Kinder.

Von Hauke Heuer

Der Rabenauer Bauamtsleiter Falk Seidel freut sich über die neuen Spielgeräte. Die alten waren bereits über 20 Jahre alt und mussten dringend ersetzt werden. Jährlich wurden rund 2000 Euro für Reparaturen durch die Mitarbeiter des Bauhofes fällig.
Der Rabenauer Bauamtsleiter Falk Seidel freut sich über die neuen Spielgeräte. Die alten waren bereits über 20 Jahre alt und mussten dringend ersetzt werden. Jährlich wurden rund 2 000 Euro für Reparaturen durch die Mitarbeiter des Bauhofes fällig.

© Andreas Weihs

Rabenau. Schon seit Monaten warten die Rabenauer Kinder darauf, endlich den neuen Mehrgenerationenspielplatz in Beschlag nehmen zu können. Bereits im Dezember wurde die Anlage fertiggestellt. Doch die offizielle Freigabe ließ bisher auf sich warten. Bauzäune sperrten das Gelände zwischen der August-Bebel-Straße und der Obernaundorfer Straße ab. Am Donnerstag, 10 Uhr, wird die Anlage nun offiziell eröffnet. Kinder aus dem Kindergarten „Spatzennest“ und der Schule Rabenau werden ein kleines Programm aufführen und anschließend die Geräte auf Herz und Nieren testen. Bürgermeister Thomas Paul (CDU) hält eine kleine Ansprache.

„Es gab bereits zahlreiche Anfragen von Anwohnern, wann wir den Spielplatz endlich freigeben“, berichtet Bauamtsleiter Falk Seidel. Die lange Sperrung sei allerdings alternativlos gewesen. „Wir haben im Winter Rollrasen verlegt. Der braucht einige Zeit, um anzuwachsen. Wir wollten vermeiden, dass gleich zu Beginn Schäden an der Grasnarbe entstehen“, erklärt er. Jetzt stehe der Rasen im grünen Saft und könne bedenkenlos betreten werden.

Das Wappentier auf der Spielburg

Die wichtigste und auffälligste Neuerung auf dem Gelände, das schon seit den 90er-Jahren als Spielplatz genutzt wurde, sind die neuen Spielgeräte. In einer echten, hölzernen Burg mit Rutsche und Hangelstange können sich die Kinder wie echte Raubritter fühlen. Auf dem Dach thront, wie es sich für Rabenau gehört, ein großer, schwarzer Rabe – das Wappentier der Stadt.

In der direkten Nachbarschaft der Burg stehen eine Schaukel und eine Wippe. An einer Kletterwand können die Kinder das Kraxeln lernen. Eine weitere kleine Burg im östlichen Teil der Anlage ist auch für Kleinkinder geeignet. Hier befindet sich auch eine Tischtennisplatte aus Beton, an der sich auch Jugendliche und Erwachsene duellieren können.

Wie der Name Mehrgenerationenspielplatz schon sagt, soll das Gelände nicht nur Kindern und Familien offen stehen, sondern der gesamten Rabenauer Bevölkerung dienen. „Wir haben uns bewusst für diese zeitgemäße Variante entschieden. Damit möglichst viele den Platz auch nutzen können“, erklärt Seidel. Im Westteil der Anlage stehen Sportgeräte. Besonders geformte Reckstangen können für Klimmzüge, Liegestütze und Übungen genutzt werden, die die Muskulatur des Oberkörpers kräftigen. Bewegliche Gestelle aus Metall, Steppern ähnlich, die man im Fitnessstudio findet, trainieren die Beine und die Oberschenkel.

Bauamtsleiter Seidel freut sich über die vielen neuen Geräte: „Die alten waren bereits über 20 Jahre alt. Der TÜV hat bei seiner jährlichen Begehung immer wieder Schäden beanstandet. Wir mussten rund 2 000 Euro im Jahr für Reparaturen ausgeben. Darüber hinaus gab es immer wieder Hinweise von Anwohnern, die den Zustand der Anlage bemängelten“, berichtet er. Im Gegensatz zu dem früher verwendeten Kiefernholz kam bei den neuen Geräten Robinie zum Einsatz. Das Holz soll sogar wesentlich witterungsbeständiger als die heimische Eiche sein.

Dass die neuen Spielgeräte dem Vandalismus anheimfallen, denkt Seidel nicht. Da der Spielplatz inmitten von Häusern stünde, hätten die Anwohner erfahrungsgemäß immer ein Auge auf die Anlage und würden Vorkommnisse melden.

Die zwölf Linden auf dem Gelände mussten der Modernisierung des Spielplatzes nicht weichen. Die Bäume sind bereits vor einigen Jahren beschnitten worden und haben sehr dichte Kronen. Die Stadt hofft darauf, dass so auch an heißen Sommertagen unter dem Blätterdach ein angenehmes Mikroklima entsteht, das den Aufenthalt auf dem Spielplatz ermöglicht.

Bei dem Projekt handelt es sich um eines der größten Vorhaben, die die Stadt Rabenau 2017 realisierte. Insgesamt rund 200 000 Euro kostete die Sanierung. 60 Prozent davon wurden im Rahmen des Förderprogrammes „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ vom Bund und vom Freistaat getragen.

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