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Freitag, 29.12.2017

Neustadts Ziele fürs Jahr 2018

Die Stadt will abreißen und umbauen, sanieren und hochziehen. Und natürlich: Familien anlocken.

Von Nancy Riegel

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Weg mit dem Schrott! Um das Gewerbegebiet an der Kirschallee zu erweitern, hat die Stadt die Fläche gekauft, die an der Sebnitzer Straße liegt und wo sich auch ein Schrotthandel befand. Im Jahr 2018 sollen die Planungen zur Revitalisierung abgeschlossen werden.
Weg mit dem Schrott! Um das Gewerbegebiet an der Kirschallee zu erweitern, hat die Stadt die Fläche gekauft, die an der Sebnitzer Straße liegt und wo sich auch ein Schrotthandel befand. Im Jahr 2018 sollen die Planungen zur Revitalisierung abgeschlossen werden.

© Dirk Zschiedrich

Die Gebäude der alten Milchviehanlage an der Bischofswerdaer Straße sollen im kommenden Jahr abgerissen werden.
Die Gebäude der alten Milchviehanlage an der Bischofswerdaer Straße sollen im kommenden Jahr abgerissen werden.

© Dirk Zschiedrich

Neustadt. Die Zeit um den Jahreswechsel ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze. Und die der großen Pläne. Die gibt es auch in Neustadt. Die SZ sprach mit Bürgermeister Peter Mühle (NfN) über Vorhaben und Absichten für das Jahr 2018.

Schandflecken entfernen
Die Stadtverwaltung möchte im nächsten Jahr zwei unansehnliche Gebäudekomplexe abreißen. Zum einen die frühere Maschinenbauhalle der Firma Fritz Gross am Promenadenweg. Eventuell könnte dadurch der Parkplatz vergrößert werden. Zum anderen die alte Milchviehanlage an der Bischofswerdaer Straße 118. Die Gebäude sollen zurückgebaut werden und die Flächen verkauft werden. Interessenten aus der Landwirtschaft gebe es bereits, sagt der Bürgermeister.

Internetausbau vorantreiben
Vor allem in den Ortsteilen fern der Innenstadt surfen die Bürger mit angezogener Handbremse. Die weißen Flecken beim schnellen Internet sollen nächstes Jahr angegangen werden. „Die Antragsverfahren laufen“, sagt Mühle. Indes können sich schon jetzt 4 300 Telekom-Kunden über Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s freuen – aber eben nur im Stadtgebiet.

Bedingungen für Schüler verbessern
An drei Schulen stehen im kommenden Jahr Sanierungsarbeiten an. Am Gebäude der Friedrich-Schiller-Oberschule wird die Fassade am Anbau energetisch saniert. In Polenz bekommt die Turnhalle eine neue Heizung zum Preis von knapp 30 000 Euro. Die größte Veränderung sehen die Schüler der Grundschule in Langburkersdorf: Hier wird das Außengelände umgestaltet. Die Betonplatten kommen weg, stattdessen entstehen neue Spielmöglichkeiten.

Die letzte Straße grundhaft sanieren
Das größte Straßenbauvorhaben wird der noch unsanierte Abschnitt der Berthelsdorfer Straße sein. Dieses Teilstück ist die letzte Straße im kommunalen Besitz, die noch nicht grundhaft ausgebaut ist. Derzeit wird untersucht, ob ein durchgängiger Fußweg an dieser Stelle möglich ist. Weiterhin soll die kleine Brücke über die Polenz unweit des Stadions ersetzt und diverse Straßen in allen Ortsteilen geflickt werden.

Platz für Zugezogene schaffen

Die großen und immer weiter wachsenden Unternehmen in Neustadt wie Capron und Veritas bieten die Arbeitsplätze, die Stadt bietet Platz zum Wohnen. Gemäß dieser Logik versucht die Stadtspitze, neue Wohngebiete einzurichten. 2018 soll die Erschließung an der Ecke Berghaus-/Schillerstraße starten. Außerdem erhofft sich der Bürgermeister eine Entscheidung zur Erweiterung des Achtlindenbergs, wo eine Streuobstwiese die weitere Ansiedlung von Familien derzeit verhindert. Außerdem starten in den nächsten Wochen Bauarbeiten an der Rosengasse. Die Wohnungsbau- und Wärmeversorgungsgesellschaft errichtet dort ein Sechs-Familien-Haus.

Den Ruf der Hohwaldklinik erhalten
Im Januar nimmt der neue Geschäftsführer der Hohwaldklinik, Patrick Hilbrenner, seine Arbeit auf. „Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt auch in Zukunft so gut läuft“, sagt der Bürgermeister. Er hat den neuen Klinik-Chef zum Neujahrsempfang am 5. Januar eingeladen, um ihn kennenzulernen. Mühle sieht den Wechsel kritisch und hofft, dass der gute Ruf der Orthopädischen Klinik aufrechterhalten bleibt und viele Patienten in den Hohwald lockt.

Kirschallee 2 anschieben
Nur noch ein Grundstück steht im revitalisierten Gewerbegebiet Kirschallee zum Verkauf, der Rest der Flächen ist belegt. Viele weitere Quartiere müssen noch hergerichtet werden, und zwar unter dem Namen Kirschallee 2. Es handelt sich um den Bereich bis zur Sebnitzer Straße, wo das alte Heizhaus, der Schornstein und der ehemalige Schrotthandel Keller stehen. Die Gebäude sollen abgerissen werden. Die Planung soll im kommenden Jahr angeschoben werden, damit wieder Fördermittel beantragt werden können.

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