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Montag, 17.07.2017

Neuland für den HC Elbflorenz

Die Handballer des Aufsteigers in die 2. Bundesliga müssen sich mit dem harten Trainingslager und Umstellungen arrangieren.

Von Alexander Hiller

Trainer Christian Pöhler gibt die Richtung vor. Im Trainingslager auf dem Rabenberg intensiver als je zuvor.
Trainer Christian Pöhler gibt die Richtung vor. Im Trainingslager auf dem Rabenberg intensiver als je zuvor.

© Jürgen Lösel

Jetzt bricht die Phase an, in der die Handballer vom Zweitliga-Aufsteiger HC Elbflorenz ihren Trainer Christian Pöhler nicht mehr ganz so doll mögen werden. Die Mannschaft brach am Sonntag zu einem viertägigen Trainingslager auf den Rabenberg auf.

Da reiht sich Trainingseinheit an Trainingseinheit. Ablenkungsmöglichkeiten sind in der Abgeschiedenheit des Erzgebirges kaum vorhanden, der Handyempfang bisweilen wacklig. Pöhler muss sein Team auf eine Saison voller Unwägbarkeiten vorbereiten, in der die Dresdner mit einigen Neuerungen im Vergleich zur vergangenen Saison zurechtkommen müssen.

Der neue Spielrhythmus

Bislang absolvierte der HC Elbflorenz seine Heimspiele ausschließlich samstags. Das gehört der Vergangenheit an. „Wir werden künftig am Sonntagnachmittag spielen“, kündigt der 36-jährige Trainer an. Nötig wird das durch die Aufstockung der Pflichtspieltage. In der 3. Liga bestritten die Sachsen nur 30 Spieltage, in der zweithöchsten deutschen Spielklasse sind es 38. „Wir bestreiten dabei vier Doppelspieltage“, erklärt Pöhler. Also freitags daheim, sonntags auswärts – oder umgekehrt.

Der größere Kader

Dass Pöhler für die qualitativ und quantitativ größere Herausforderung einen größeren Kader als zuletzt benötigt, ist nur logisch. 19 Profis (in der Vorsaison 17) – davon sieben Neuzugänge – stehen beim HC Elbflorenz unter Vertrag. „Wir wollen damit möglichen Ausfällen und Überlastungen entgegnen“, sagt Pöhler. „Damit sind wir auf allen Positionen doppelt, auf manchen auch dreifach besetzt“. Mit dieser Masse ist der Aufsteiger aber noch unterdurchschnittlich aufgestellt. „In der letzten Saison sind von den Zweitligisten im Durchschnitt 20 bis 22 eingesetzt worden.“

Die neue Halle

Für etwas mehr als 15 Millionen Euro ließ HC-Präsident und Hauptsponsor Uwe Saegeling die Ballsportarena errichten. In dem neuen Schmuckkästchen haben bei Handballpartien bis zu 2 500 Zuschauer Platz. Die neue Mehrzweckarena wartet mit einem deutschlandweiten Alleinstellungsmerkmal auf. Mit unter dem Bodenbelag aus Spezialglas gelagerten LED-Leitungen lassen sich die Spielfeldmarkierungen einzelner Sportarten (Handball, Volleyball, Basketball, Badminton) gezielt anwählen.

Die harte Vorbereitung

Nach dem Trainingslager auf dem Rabenberg reisen die Sachsen weiter an die Küste. „Teambildende Maßnahme“ nennt Pöhler die beiden Tage in Güstrow, zu der ein Testspiel gegen Rostock zählt. Höhepunkte der intensiven Vorbereitungsphase sind die beiden Testspiele der Dresdner in der neuen Heimspielstätte gegen die Füchse Berlin (5. August) und gegen den tschechischen Meister Dukla Prag (9. August).

Der Spielplan der 2. Handball-Bundesliga hat den Dresdnern den schwerstmöglichen Auftakt beschert. Zum Start am 26. August treten die Sachsen bei Erstliga-Absteiger Bergischer HC an. Am 3. September steigt gegen den Wilhelmshavener HV das erste Heimspiel in der neuen Liga.

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