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Mittwoch, 13.09.2017

Neuer Name für Dippser Oberschule

Die Oberschüler bereiten das große Jubiläumsfest vor. Es hat zwei Höhepunkte am Freitag und am Sonnabend.

Von Franz Herz

Vom Freitag an wird es offiziell sein: Die Oberschule Dippoldiswalde heißt dann „Oberschule am Pfortenberg“. Es waren auch andere Ideen in der Diskussion.
Vom Freitag an wird es offiziell sein: Die Oberschule Dippoldiswalde heißt dann „Oberschule am Pfortenberg“. Es waren auch andere Ideen in der Diskussion.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde. Unterricht einer etwas anderen Art erleben diese Woche die Oberschüler in Dippoldiswalde. Sie bereiten im Rahmen einer Projektwoche das große Schulfest vor. Anlass dafür ist der Bau des mittleren Schultrakts. Der ist vor 175 Jahren errichtet worden. Dieses Jubiläum feiert die Schule mit zwei Höhepunkten.

Am Freitagnachmittag wird mit geladenen Gästen bei einem Festakt die Schule ihren neuen Namen bekommen. Die Schulkonferenz, an der Schüler, Lehrer und Eltern beteiligt sind, hat sich für die schlichte Variante „Oberschule am Pfortenberg“ entschieden, wie Schulleiter Klaus Walter informierte. Es gab einen zweiten Vorschlag, die Schule nach Sigismund von Maltitz zu benennen. Er hat in der Dippser Geschichte eine große Rolle gespielt und 1507 das Nasspochwerk erfunden, das für die damalige Erzaufbereitung einen großen Fortschritt bedeutete. Dieser Name fand aber keine Mehrheit. Mit dem neuen Namen „Am Pfortenberg“ bringt die Schule auch zum Ausdruck, dass die „Alte Pforte“, die sie seit einigen Jahren unter anderem als Speiseraum nutzt, Teil der Schule ist.

Nach der Namensweihe werden auf dem Schulgelände zwei Tafeln enthüllt, die historische Zusammenhänge erläutern. Es geht einmal um die Bäume auf den Schulhof, die alle eigene Namen haben, und zum anderen um die Schule selbst. Schließlich führen Schüler die Gäste durch die Schule und präsentieren ihnen die Ergebnisse ihrer Projektwoche.

In deren Rahmen sind jetzt Schülergruppen mit verschiedenen Themen und Aufgaben befasst. Es gibt welche, die sich um das Ausschmücken der Schule kümmern, Wimpelketten basteln oder Fensterbilder schneiden. Eine Gruppe bereitet ein Schulquiz vor. Andere studieren Tänze ein, sowohl historische als auch moderne. Einen doppelten Zweck verfolgt die Projektgruppe, die ein Modell des Schulgebäudes bastelt. Das soll jetzt zum Schulfest gezeigt werden und im kommenden Jahr zum Festumzug bei der 800-Jahr-Feier in Dippoldiswalde. Ob das Schulmodell dann einen Umzugswagen schmückt oder ob es mitgetragen wird, ist noch nicht entschieden. „Dazu muss es erst einmal fertig sein. Dann können wir sehen, wie schwer es ist“, sagt der Schulleiter, worauf es bei dieser Entscheidung ankommt.

Der zweite Festtag wird der Sonnabend. Dann beginnt um 11 Uhr das große Ehemaligentreffen. Frühere Lehrer und Schüler, aber auch die Horterzieherinnen und die Grundschullehrerinnen, die einst in dem Gebäude gearbeitet haben, sind dazu eingeladen. Außerdem sind alle früheren Schüler hier willkommen. Sie sind ins Festzelt auf dem Schulgelände geladen und werden von Schülern durchs Gebäude geführt. Die Schulsekretärin Anke Ludwig berichtet von verschiedenen Klassentreffen, die an diesem Tag im Stadtgebiet angesetzt sind. „Die haben sich angemeldet, um die Schule zu besichtigen“, erzählt sie.

Außerdem haben die Organisatoren eine Ausstellung zur Schulgeschichte zusammengetragen. In einer Bilderschau sind alte Geräte, Lehrmittel wie Rechenschieber oder Dokumente und Fotografien aus dem Schulleben früherer Zeiten zu sehen. „Ehemalige Schüler haben uns viele Fotos zur Verfügung gestellt, auch aus den 1930er-Jahren und der Nachkriegszeit sind interessante Dinge darunter“, berichtet Anke Ludwig.