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Mittwoch, 03.01.2018

Neuer Chef in der Zwiebackfabrik

Dennis Szymainski leitet den Neukircher Traditionsbetrieb. Ein Mann vom Fach.

Betriebsleiter Dennis Szymainski zeigt im Werksverkauf einige der Neukircher Produkte. Fast 20 verschiedene Sorten Zwieback und Röstbiskuit werden in Neukirch hergestellt.
Betriebsleiter Dennis Szymainski zeigt im Werksverkauf einige der Neukircher Produkte. Fast 20 verschiedene Sorten Zwieback und Röstbiskuit werden in Neukirch hergestellt.

© Steffen Unger

Neukirch. Neues Jahr – neue Aufgaben für Dennis Szymainski. Der 41-Jährige übernahm jetzt die Leitung der Zwiebackfabrik in Neukirch. Schon seit Anfang November ist er im Werk, hat sich dort in den vergangenen zwei Monaten eingearbeitet. Er übernahm die Betriebsführung von Undine Schlenkrich, die in den Ruhestand ging.

Fast 20 verschiedene Sorten Zwieback und Röstbiskuit werden in Neukirch hergestellt. Neue Produkte sollen in den nächsten Jahren dazukommen, stellt Dennis Szymainski in Aussicht. Neben der Entwicklung neuer Erzeugnisse dürfte eine weitere Herausforderung für ihn darin bestehen, die nächste und letzte Stufe der Modernisierung der Fabrik vorzubereiten. Nachdem ein neuer Backofen eingebaut sowie die komplette Back- und Gäranlage modernisiert wurden, stehen nun noch Investitionen in der Rösterei an. Realisiert werden sie wahrscheinlich im Jahr 2019.

Mit Dennis Szymainski übernimmt ein gelernter Bäcker die Leitung des Neukircher Betriebes. Der Niederlausitzer erlernte diesen Beruf in einem kleinen Cottbusser Handwerksbetrieb. Später wechselte er in eine Cottbusser Großbäckerei, wurde dort Schichtleiter. Im Jahr 2000 ging er für acht Jahre zur Bundeswehr, erwarb dort den Abschluss als Bäckermeister. In den vergangenen acht Jahren war Dennis Szymainski selbstständig in der Personalvermittlung tätig. Sein Büro unterhielt er in Bautzen. Der 41-Jährige lebt mit Frau und Kind in Königswartha. Die Familie hat ein Eigenheim gebaut. Aus diesem Grund wird er jeden Tag ins Oberland zur Arbeit pendeln, sagt Dennis Szymainski. Dank der in den vergangenen Jahren aus- bzw. neugebauten Straßen, die die Kreisstadt Bautzen westlich umfahren, ist das kein Problem.

Hervorgegangen aus der 1696 gegründeten Bäckerei Hultsch, produziert das Neukircher Unternehmen seit 1900 Zwieback als Lausitzer Spezialität. Die Originalrezepte des Firmengründers Max Hultsch bilden noch heute die Grundlage für die Rohstoffauswahl. Gebacken werden drei Standardsorten: Original Neukircher Zwieback, Neukircher Vollkorn Zwieback und Neukircher Vital Zwieback mit Fruchtzucker. Dieses Sortiment wird regelmäßig durch wechselnde Trendprodukte ergänzt. Dazu gehören zum Beispiel die Sorten Kakao-Kokos, Butter, Schoko und Müsli-Nuss. Die Neukircher Zwieback GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der WHG Weißenfelser Handelsgesellschaft, zu der auch die Marken „Filinchen“ aus Apolda und „Spree-Waffel“ aus Berlin-Pankow gehören. (SZ/ir)