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Samstag, 12.08.2017

Neue Pläne für Areal an der Herkuleskeule

Das Gebäude wird abgerissen und weicht Wohnhäusern. Der Sternplatz wird zum Park mit Tischkicker und Grillplatz.

Von Nora Domschke

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Noch ist nicht viel los auf dem großen Platz vor dem AOK-Gebäude. Das soll sich ändern. Mit Bänken, Trinkwasserbrunnen und neuen Gehwegen soll das Areal gegenüber der ehemaligen Herkuleskeule attraktiver werden. Auch für die neuen Bewohner, die bald an den Sternplatz ziehen.
Noch ist nicht viel los auf dem großen Platz vor dem AOK-Gebäude. Das soll sich ändern. Mit Bänken, Trinkwasserbrunnen und neuen Gehwegen soll das Areal gegenüber der ehemaligen Herkuleskeule attraktiver werden. Auch für die neuen Bewohner, die bald an den Sternplatz ziehen.

© Christian Juppe

So soll die Grünfläche auf dem Sternplatz bald aussehen. Trotz Denkmalschutz ist nun ein Grillplatz vorgesehen. Das wurde zuerst abgelehnt.
So soll die Grünfläche auf dem Sternplatz bald aussehen. Trotz Denkmalschutz ist nun ein Grillplatz vorgesehen. Das wurde zuerst abgelehnt.

© Visualisierung: Stadtverwaltung

Dresden. Die Tage des Kabarettgebäudes sind gezählt. Allerdings rechnet die Stadtverwaltung nicht mit einem schnellen Abriss des Hauses, in dem von 1965 bis Ende April dieses Jahres die Herkuleskeule untergebracht war. Das Kabarett ist in den sanierten Kulturpalast umgezogen. Der Abriss des zum Teil leer stehenden Gebäudes ist mittlerweile besiegelt.

„Die maroden und nicht mehr zeitgemäßen Gebäude sollen zugunsten mietpreisgünstiger Wohnungen und einer Neubebauung durch Baugemeinschaften abgerissen werden“, teilt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf SZ-Anfrage mit. Es sei aber erwünscht, dass auch in den Neubauten Läden und Cafés vorgesehen sind. Derzeit versorgen sich vor allem Senioren im Edeka-Supermarkt. Viele äußerten bei einer Bürgerversammlung an diesem Donnerstag ihre Ängste, sollte der Supermarkt dauerhaft wegfallen.

Zweifel gab es auch an den Plänen, die Grünfläche vor dem Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) umzugestalten. Landschaftsarchitekt Andreas Blume stellte seine Ideen am Donnerstag den Anwohnern vor. Dabei orientierte sich Blume an einem Entwurf aus dem Jahr 1994 – etwa beim Rondell, das in der Mitte der Fläche angelegt werden soll. Innerhalb des kleinen Rundweges, der mit Granitplatten oder -pflaster befestigt wird, plant Blume mehrere flache Hügel, die als Liegeflächen genutzt werden könnten. Zudem sollen neue Bänke und ein Trinkbrunnen aufgestellt werden. Die Wege in den Seitenbereichen werden – ähnlich denen im Großen Garten – mit einer sandgeschlämmten Decke versehen. Eine Tafel soll zudem über die Geschichte des Areals informieren. Die Fläche wurde früher unter anderem als Friedhof genutzt.

An der Seite zur Josephinenstraße hin sind eine Tischtennisplatte, ein Tischkicker und ein Grillplatz vorgesehen. Sie sind als Angebot für größere Kinder und Jugendliche gedacht. Der Vorschlag stieß allerdings auf den Protest einiger Zuhörer, die befürchten, dass es in dem Park dann sehr laut zugeht. Genau aus diesem Grund sei kein richtiger Spielplatz mit Klettergerüst und Sandkasten geplant, Angebote für größere Kinder würden indes im Stadtteil aber noch fehlen, erklärt Blume. Andere Gäste wiederum begrüßten diese Idee und lobten die Pläne. Die Stadt nutzt für die Neugestaltung dieser Grünfläche am Sternplatz Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost. Rund 450 000 Euro stehen zur Verfügung. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, 2018 werden die Bauarbeiten beginnen.

Wann die ersten Bagger auf dem Areal der Herkuleskeule rollen, ist derzeit noch offen. Fest steht, dass die neue Wohnungsbaugesellschaft (Woba) einen Teil der rund 4 000 Quadratmeter großen Fläche mit Sozialwohnungen bebauen soll. Diese wurde allerdings noch nicht an die Woba übertragen, auch Hochbaupläne gebe es noch keine, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung erarbeitet zurzeit eine Ausschreibung für Bauherrengemeinschaften.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. DD

    Das hört sich ja grundsätzlich alles sehr gut an. Hoffentlich gibt es in dieser Gegend nicht die entsprechende Klientel. Sonst wird das wohlmöglich das nächste "AssieEck". Aber der EDEKA gegenüber soll ja wohl auch wegfallen.

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