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Dienstag, 21.03.2017

Neue Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt

Um Opfern frühzeitig zu helfen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, gibt es jetzt ein Angebot in Großenhain.

Hiebe statt Liebe: Wenn Männer Opfer von Gewalt werden, ist das immer noch ein Tabuthema. (
Hiebe statt Liebe: Wenn Männer Opfer von Gewalt werden, ist das immer noch ein Tabuthema. (

© Symbolbild/dpa

Großenhain. Gewalt in Familien ist keine Seltenheit. Um Betroffenen zu helfen, hat jetzt die sogenannte Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking – kurz: BIS – ihre Arbeit in Großenhain aufgenommen. Die Beratung wird bei der Diakonie im Eckhardt-Haus angeboten.

Im BIS werden Frauen, Männer und Kinder beraten, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Gemeinsam mit Experten wird über zivilrechtliche Möglichkeiten nach dem Gewaltschutzgesetz informiert, ebenfalls über die Themen Stalking, Scheidung/Trennung, Fragen des Umgangs und des Sorgerechts, strafrechtliche Möglichkeiten, Polizei-Schutz und weiterführende Unterstützung. Eine Mitarbeiterin der BIS ist dienstags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 15 bis 18 Uhr in der Naundorfer Straße 9 in Großenhain.

Charakteristisch für häusliche Gewalt ist die hohe Wiederholungsgefahr. Der bestehende Gewaltkreislauf ist schwer zu durchbrechen. Vor allem Kinder leiden unter Gewalt in ihren Familien. Sie erleben diese hautnah mit oder werden selbst Opfer der Gewalt. Deshalb sollten Betroffene frühzeitig Rat suchen. (SZ)