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Donnerstag, 15.02.2018

Neue Angebote im Nahverkehr

Im Böhmischen wird die Fahrradmitnahme erleichtert. Verbindungen in die Lausitz kommen neu in den Fahrplan.

Von Gunnar Klehm

Nicht nur symbolisch sind die Anbieter und Unterstützer des Nahverkehrs in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz miteinander verbunden.
Nicht nur symbolisch sind die Anbieter und Unterstützer des Nahverkehrs in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz miteinander verbunden.

© Archiv Nationalparkverwaltung

Sächsische Schweiz. Die Arbeitsgruppe Fahrtziel Natur kam kürzlich im Treffpunkt in Königstein zusammen, um Verbindungen abzustimmen und neue Angebote zu verkünden. Da hatten hauptsächlich die tschechischen Partner etwas vorzuweisen.

So wird ab Ostern die Buslinie 452 von Bahratal über Tisa nach Usti nicht nur stündlich fahren, sondern die Busse werden so nachgerüstet, dass jeweils bis zu sechs Fahrräder mitfahren können. Zudem gibt es eine neue Verbindung des Regionalexpress RE 20 von Usti und Decin nach Dresden an den Wochenenden. Einziger Halt in der Sächsischen Schweiz ist in Bad Schandau. Ab Ostern kann man von dort kurz vor zehn Uhr zu einer Dresden-Tour starten. In 30 Minuten sind Reisende ohne Zwischenstopp am Hauptbahnhof. Gegen 17.30 Uhr geht es von dort wieder zurück.

Ein Radtransport ist ab Ostern auch auf der Zuglinie T 2 zwischen Decin und Britniky an den Wochenenden vorgesehen. Das erweitert den Radius für Fahrradausflüge. Neu ist auch, dass in Karten und Fahrplänen zukünftig Bus- und Zugverbindungen in die Lausitz dargestellt werden.

Bei der Vernetzung und Abstimmung der Angebote ist der neue Mobilitätsmanager vom Verein Landschaf(f)t Zukunft, Sten Hauswald, ein wichtiger Partner. Der Energieversorger Enso nutzte das Treffen in Königstein, um einen Elektro-Golf an den Mobilitätsmanager zu übergeben, mit dem er nun unterwegs sein kann.

Die Arbeitsgruppe Fahrtziel Natur kam auf Einladung der Nationalparkverwaltung zusammen. Sie will den Nahverkehr auch deshalb stärken, weil die autofahrenden Gäste an stark frequentierten Wochenenden Straßennetz und Parkkapazitäten in der Sächsischen Schweiz überfordern. Mit ähnlichen Problemen hat auch die Böhmische Schweiz etwa in Hrensko oder Jetrichovice zu kämpfen. Neue Ideen sollen dazu beitragen, Verkehrsstaus in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz zu vermeiden und die Umwelt in der Nationalparkregion zu entlasten.

Nächste Ziele sind die Einführung einer Gästekarte für die gesamte Sächsische Schweiz, die als Fahrkarte für Busse, Bahnen und Fähren verwendet werden kann, sowie der neue Wanderfahrplan, der zur Tourismusbörse im März präsentiert wird.