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Dienstag, 21.03.2017

Nachschlag für Dauereinbrecher

Ein 37-Jähriger finanzierte seine Sucht mit Betrügereien und Diebstählen.

Von Alexander Schneider

© dpa (Symbolfoto)

Ray E. sitzt seit Mai 2016 in Haft. Damals wurde er nach einem Einbruch in eine Bäckereifiliale am Merianplatz in Gorbitz erwischt. Er hatte eine Limo in der Hand, die er dort zuvor hatte mitgehen lassen. Am Montag musste sich der 37-jährige Deutsche aus Dresden unter anderem wegen sieben Einbruchdiebstählen und einer Serie von Kreditkartenbetrügereien verantworten. So habe er mit einem Komplizen im Januar 2015 in wenigen Stunden siebenmal mit einer gestohlenen Kreditkarte in Tankstellen Einkäufe – meist Zigaretten und Lebensmittel – bezahlt. Bei den Einbrüchen in mehrere Büro- und Vereinsgebäude, darunter die Schwimmhalle am Freiberger Platz, sowie ein Einfamilienhaus entstanden zum Teil hohe Schäden. Der Angeklagte ließ Laptops, Technik und Geld mitgehen.

E. gab im Prozess die meisten Taten zu – nur die nicht, bei denen die Beweislage dünn war. Etwa die in einer zweiten Bäckereifiliale in der Lise-Meitner-Straße in Gorbitz, in die in derselben Nacht im Mai 2016 eingebrochen wurde. Die kriminalistische Erfahrung, dass E. wohl für beide Brüche infrage kommt, war nicht nachweisbar. Ray E. sagte, er nehme seit seiner Jugend Drogen, habe 2000 auch mit Crystal angefangen. Er ist gelernter Dachdecker, hat zum Kommunikationselektroniker umgeschult, später als Ladenbauer gearbeitet.

Das Gericht stellte mehrere Einbrüche ein. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt, in der eine frühere Verurteilung von einem Jahr wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls enthalten ist. E. hofft, dass er nun eine Therapie machen kann.

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