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Montag, 20.03.2017

Muschelminna wird wieder komplett leuchten

Aber erst in der kommenden Saison. Diese lässt generell Fragen beim Aktionsring offen.

Von Matthias Klaus

Die Muschelminna, hier noch mit zerrissenem Kleid: Im kommenden Advent wird sie wieder komplett strahlen.
Die Muschelminna, hier noch mit zerrissenem Kleid: Im kommenden Advent wird sie wieder komplett strahlen.

© Jens Trenkler

Görlitz. Ende des Monats, 28, 29. März, fällt das Lichterkleid an der Muschelminna auf dem Postplatz. Dann ist Sommerbekleidung angesagt. „Aber natürlich wird der Brunnen in der kommenden Saison wieder beleuchtet“, sagt Frank Reimann, Schatzmeister des Händlervereins Aktionsring Görlitz. Dann sind auch die teuren Risse im Lichterkleid verschwunden. Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte, wahrscheinlich Kinder und Jugendliche mehrere der Leuchtketten abgerissen. „Seit vergangenem Dezember haben wir die Ersatzteile schon da“, sagt Frank Reimann. Der reine Materialschaden beträgt 700 Euro, der Verein hat die Teile gekauft. Nach dem Abbau der Beleuchtung werden die fehlenden Kettenteile eingearbeitet. „Von Polizei und Staatsanwaltschaft haben wir zu dem Fall leider nichts mehr gehört“, sagt Frank Reimann.

Das leuchtende Kleid für die Muschelminna anzubringen und abzunehmen – so einfach es auch aussieht, ist es allerdings nicht. Denn es darf nur eine große, stationäre Hubbühne verwendet werden. Der Grund ist das Kleinpflaster rund um den Brunnen. „Von der Stadt bekommen wir aber viel Unterstützung“, schildert der Aktionsring-Schatzmeister. Immerhin um die 3000 Euro kostet allein die Montage des Minna-Kleides. Inzwischen haben sich schon Görlitzer Stadträte dafür starkgemacht, den Händlern unter die Arme zu greifen. Im Januar-Stadtrat wurden unter anderem die Stadtwerke als Geldgeber ins Gespräch gebracht. Bisher gibt es aber in dieser Frage noch keine Zusagen. Die Händler haben zudem noch andere Beleuchtungsideen für Brunnen der Stadt, etwa dem am unteren Obermarkt. Hier wird die Europastadt Görlitz-Zgorzelec ja auch wieder die Eisbahn aufbauen und das Gebiet stärker mit dem Christkindelmarkt verbinden. Außerdem müsste es ein Beleuchtungskonzept für die untere Jakobstraße, den Postplatz geben, sagt Aktionsring-Chef Thomas Schynol. Vor allem Letzteres ist schwierig. „Wir brauchen einfach mehr Anschlusspunkte“, sagt er.

Unklar ist derzeit auch noch, wo die Weihnachtsmeile des Aktionsringes stattfinden wird. Nach der sehr guten Resonanz der Besucher in diesem Jahr soll sie auf jeden Fall fortgesetzt werden. Ausweichen auf den Marienplatz, das fände Frank Reimann nicht so glücklich. „Da würde sie wahrscheinlich ein bisschen verloren wirken“, sagt er. Zukunftsmusik und vor allem alles immer eine Geldfrage, sagt der Schatzmeister des Aktionsringes. Frank Reimann schaut lieber erst einmal auf die kommenden Ereignisse, den verkaufsoffenen Sonntag am 26. März beispielsweise. Dann ist die Automeile mit dabei, erstmals werden auch Caravans ausgestellt.

Zudem ist das Technische Hilfswerk dabei, wahrscheinlich auch die Feuerwehr. Und natürlich jede Menge Autohäuser. „Fast alle haben zugesagt“, freut sich Frank Reimann.

Verkaufsoffene Sonntage in Görlitz 2017, gesamte Stadt: 26. März (Frühlingsfest), 1. Oktober (Herbstfest), 10. Dezember (Christkindelmarkt). Altstadt und Innenstadt: 17. Dezember (Weihnachtsmeile) Klingewalde und Königshufen: 7. Mai (Gewerbegebietsfest)

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