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Dienstag, 02.01.2018

Müll teurer, Strom billiger

Vor allem bei den Gebühren ändert sich 2018 einiges in der Region Döbeln. Der DA hat das Wichtigste zusammengefasst.

Von Maria Fricke

Zwischen 4 und 74 Cent steigt die Gebühr für die Entleerung der Restmüllbehälter ab 2018. Aufs Jahr hoch gerechnet bedeutet dies bei mindestens vier Entleerungen pro Jahr eine Mehrbelastung von 16 Cent bis hin zu 2,96 Euro, je nach Größe des Müllbehälters. Doch nicht nur dafür müssen die Mittelsachsen 2018 tiefer in die Tasche greifen.
Zwischen 4 und 74 Cent steigt die Gebühr für die Entleerung der Restmüllbehälter ab 2018. Aufs Jahr hoch gerechnet bedeutet dies bei mindestens vier Entleerungen pro Jahr eine Mehrbelastung von 16 Cent bis hin zu 2,96 Euro, je nach Größe des Müllbehälters. Doch nicht nur dafür müssen die Mittelsachsen 2018 tiefer in die Tasche greifen.

© André Braun

Regenwasser, Müll und EC-Karte – für vieles müssen die Anwohner im Altkreis ab 1. Januar mehr Geld auf den Tisch legen. Doch es wird auch etwas billiger, der Strompreis für die Kunden der Stadtwerke Döbeln zum Beispiel. Der DA hat einmal zusammengefasst, was sich im kommenden Jahr alles ändern wird.

Der Strompreis der Stadtwerke Döbeln sinkt um 0,5 Cent pro Kilowattstunde

Die Stromkunden der Stadtwerke Döbeln müssen im kommenden Jahr etwas weniger Geld ausgeben. Der Energieversorger senkt die Strompreise zum 1. Januar durchschnittlich um 0,5 Cent pro Kilowattstunde. Je nach Stromtarif fallen die Veränderungen unterschiedlich aus. Nach einem Rechenbeispiel der Stadtwerke würde ein Haushaltskunde mit einem Verbrauch von 1500 Kilowattstunden etwa neun Euro weniger bezahlen, bei einer Familie mit 4000 Kilowattstunden wären es dann schon 25 Euro pro Jahr. Die Stadtwerke geben Einsparungen durch sinkende Netzentgelte, Abgaben und Umlagen an ihre Kunden weiter, begründete Geschäftsführer Gunnar Fehnle. Die Preise für Erdgas bleiben noch stabil, trotz gestiegener Bezugspreise. Diese könnten 2018 noch kompensiert werden, so Fehnle.

Die Entsorgungsdienste erhöhen die Müllgebühr um 0,6 Prozent

2018 beginnt die neue Kalkulationsperiode für der Entsorgungsdienste Landkreis Mittelsachsen (EKM). Eine geringe Erhöhung der Gebühren konnte EKM-Chef Jens Irmer nicht verhindern. So zahlen die Mittelsachsen zwischen vier und 74 Cent mehr pro Entleerung, je nach Größe des Behälters. Für mindestens vier Entleerungen pro Jahr macht die zwischen 16 Cent und 2,96 Euro mehr pro Jahr. Um 29 Cent steigt auch der Preis für den Kubikmeter Sperrmüll. Stabil bleibt hingegen die monatliche Festgebühr pro Behälter. Die Erhöhung der Gebühren hat zwei Gründe: Die Ausgaben für die Verwertung des Mülls werden sich in den kommenden zwei Jahren erhöhen. Zudem muss die EKM rund drei Millionen Euro in die Sanierung von Deponien investieren.

Die EC-Karte der Sparkasse kostet ab Januar 2,90 Euro mehr pro Jahr

Die Sparkasse Döbeln erhöht im neuen Jahr die Gebühr für die Giro-Karte. Statt bisher sieben Euro zahlen die Kunden ab Januar 9,90 Euro für das Stück Plastik, mit dem sie unter anderem Geld und Kontoauszüge holen können. Als Ursache für die Kostensteigerung benennt Uwe Krahl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, unter anderem die gestiegenen Produktionskosten für die Karte, die auch eine neue Funktion hat. Sie ermöglicht es den Kunden, kontaktlos zu bezahlen. Dies ist bis zu Beträgen von 25 Euro an entsprechenden Geräten in Supermärkten, Geschäften sowie an Tankstellen möglich. Dafür ist die Karte mit einer speziellen Antenne ausgestattet. Wer zudem ein Tagesgeldkonto bei der Sparkasse Döbeln besitzt, der muss ab 2018 ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Bisher wurde das Konto kostenlos von der Sparkasse angeboten, aber 2018 kostet es zwei Euro pro Monat. Auch im Bereich des Scheckverkehrs gibt es im kommenden Jahr eine Preiserhöhung von 0,20 auf 0,50 Euro pro Anlage bei der Scheckeinreichung.

Gebühr für Regenwasser kommt, beziehungsweise steigt

Der Abwasserzweckverband (AZV) Leisnig verlangt im neuen Jahr von seinen rund 3 7000 Kunden eine Gebühr für die Entsorgung von Niederschlagswasser. Diese beträgt jährlich 63 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Diese Kosten entstehen jedoch nur, wenn das Wasser in das öffentliche Kanalnetz eingeleitet wird. Umgesetzt wird damit eine Bundesvorschrift, die bisher beim AZV Leisnig sowie Döbeln-Jahnatal noch nicht zur Anwendung gekommen ist. Der AZV Döbeln-Jahnatal wird erst 2019 eine Gebühr für das Regenwasser verlangen. Die Leisniger erhalten ihre Bescheide voraussichtlich Ende März/Anfang April.

Die Kunden des AZV Untere Zschopau in Waldheim, Hartha sowie im Bereich Ziegra zahlen bereits eine Regenwassergebühr. Diese wird im kommenden Jahr teurer, und zwar um 18 Cent pro Quadratmeter vollversiegelter Fläche. Wer eine private Kläranlage oder eine abflusslose Grube betreibt, der muss jährlich zehn Euro mehr dafür zahlen, dass Mitarbeiter des AZV diese kontrollieren. Günstiger wird dafür die Einleitung des Abwassers. Wer sein Abwasser in einen Kanal mit Anschluss an eine Kläranlage einleitet, zahlt 5 Cent weniger pro Kubikmeter verbrauchtem Trinkwasser. Wer in einen sogenannten „Bürgermeisterkanal“ ohne Kläranlagenanschluss einleitet, spart 18 Cent pro Kubikmeter. So sieht es die neue Kalkulation für die kommenden fünf Jahre vor.

Jobcenter ist künftig mittwochs für den Besucherverkehr geschlossen

Im neuen Jahr gelten in den Geschäftsstellen des Jobcenters Mittelsachsen neue Öffnungszeiten. Diese sehen vor, dass die Behörden mit Sitz in Döbeln, Freiberg, Mittweida, Hainichen und Rochlitz künftig mittwochs für den Besucherverkehr geschlossen haben. Angebote soll es trotzdem geben. Geplant sind zum Beispiel Veranstaltungen in Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche oder zur Stärkung der Kommunikation wie Präsentation. Einen Wechsel gibt es zudem in der Geschäftsführung der Behörde. Die amtierende Chefin Karin Ilgert wird planmäßig zum 31. Januar 2018 ihr Amt niederlegen. Hintergrund ist der Wechsel in der Trägerschaft der Behörde. Bisher hat das Landratsamt die Geschäftsführung übernommen, zum 1. Februar geht sie an die Bundesagentur für Arbeit über. Auswirkungen auf die Bürger soll der Wechsel jedoch nicht haben.

Der Kreis übernimmt Verantwortung für den Rettungsdienst in Döbeln

Zum 31. Dezember hat sich der Rettungszweckverband Grimma aufgelöst, der bisher für den Rettungsdienst in der Region Döbeln zuständig gewesen ist. Diese Aufgabe geht zum Jahreswechsel an den Landkreis über, der bereits die Verantwortung für den Rettungsdienst in den Bereichen Freiberg und Mittweida trägt. Damit übernimmt die Verwaltung die Bereichsplanung für den Rettungsdienst, in der unter anderem die Zahl der Rettungsfahrzeuge sowie der Einsatzzeiten festgehalten werden. Von der Übernahme sollen die Bürger nichts spüren. Die Zahl der Rettungswachen sowie Fahrzeuge soll bis zur neuen Bereichsplanung bestehen bleiben. Geplant ist lediglich ein Umzug der Rettungswache von Naußlitz nach Roßwein. (mit DA/eg/sol/hoy)

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