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Dienstag, 17.04.2018

Möglichkeiten und Schattenseiten des Cyberspace

Das Schauspiel „Pandora“ wird am Donnerstag in Schwepnitz uraufgeführt. Zu erleben sind Luca Lehnert (v.l.), Johannes Krobbach und Felix C. Voigt. Foto: Hagen König
Das Schauspiel „Pandora“ wird am Donnerstag in Schwepnitz uraufgeführt. Zu erleben sind Luca Lehnert (v.l.), Johannes Krobbach und Felix C. Voigt. Foto: Hagen König

Seitdem seine Mutter weggegangen ist, lebt Paul allein mit seinem Vater – eher aneinander vorbei als miteinander. Pauls Vater sucht hilflos den Kontakt zu seinem Sohn, der jedoch blockt ab und fühlt sich unverstanden. Warum will sein Vater auch nicht kapieren, dass er eigene Vorstellungen von seinem Leben hat? Statt Fußball zu spielen, möchte er lieber Hip-Hop tanzen. Und auch das Ingenieur-Studium in Asien ist überhaupt nicht sein Ding. Paul meidet jedoch die Konfrontation und flüchtet sich in virtuelle Sphären. Handy und Computer sind im Dauereinsatz, Kommunikation findet online statt und die digitale Welt scheint mit der realen zu verschwimmen.

Doch eines Tages ist Paul plötzlich spurlos verschwunden. Die Polizei ist ratlos und sein Vater zunehmend verzweifelt. Überall sucht er nach Anhaltspunkten für Pauls unerklärliches Verschwinden. Nur eine Notiz auf Pauls Schreibtisch und der Internetverlauf lassen erahnen, was passiert sein könnte. Ist Paul im Netz verschwunden.

Ohne moralischen Zeigefinger stellt das Stück „Pandora“ der Landesbühnen Sachsen Fragen nach Internetkonsum und Medienkompetenz. Die Grenzen zwischen der virtuellen Netzwelt und unserer vermeintlichen Realität sind in dieser Geschichte fließend. Der Autor Christopher Weiß entwirft ein utopisches Spiel und gibt mit „Pandora“ einen Einblick in Möglichkeiten und Schattenseiten des Cyberspace.

Die Uraufführung des Schauspiels (ab 14) ist am Donnerstag, dem 19. April, um 18.30 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Schwepnitz zu erleben. Auskünfte und Karten sind unter der Telefonnummer 0351 8954214 erhältlich. (pgr/rgr)