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Montag, 31.07.2017

Moderne Hochzeiten: So hat sich die Kultur der Hochzeiten entwickelt

Immer mehr junge Menschen beschließen, ihr gemeinsames Leben in Form von einer Ehe zu führen.

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Die Tendenz ist steigend, von Jahr zu Jahr werden mehr Ehen geschlossen. Das Statistische Bundesamt zählte im Jahr 2015 über 400.000 Eheschließungen. Das durchschnittliche Alter der Männer lag dabei knapp unter 34 Jahren, das Erstheiratsalter der Frauen lag bei ca. 31 Jahren. Die Anzahl der Ehescheidungen ging dagegen wieder zurück nach dem Hoch im Jahr 2005, indem über 200.000 Ehen geschieden wurden. Im Jahr 2016 waren es nur noch 160.000. Also ist der erste große Trend in Fragen der Heirat vor allem die Heirat selbst.

Modernisierung und Digitalisierung

Absolut modern und zeitgemäß sind beispielweise die verschiedenen Verwendungen von Internet. Es werden Homepages erstellt, die als eine Ergänzung für die Einladungen dienen sollen, Fotogalerien werden genutzt, um alle Bilder von der Hochzeit an einem Ort unterzubringen, Gruppen bei Facebook dienen dem regen Austausch. Manche Paare verschicken sogar die Einladungen selbst auf dem elektronischen Wege. Die Rolle des Internets im Hochzeitsgeschäft wird stetig wachsen, der Markt ist neu und wird zunehmend erforscht und genutzt.

Funktionen im Internet

  • Save-The-Date Karten
  • Einladungen
  • Galerien
  • Hochzeits-Homepage
  • Countdown
  • Zu und Absagen der Gäste
  • Wunschliste für die Geschenke
  • Gesuche von Dienstleistern
  • DIY Ideen, z.B. auf Pinterest
  • Bestellung von Kleidern, Dekorationen und anderen Elementen der Hochzeit
  • Austausch mit anderen Brautpaaren

DIY Hochzeiten

Viele Brautpaare genießen die Zeit vor der Hochzeit und beteiligen sich aktiv an der Gestaltung. Beliebt sind unter Anderem selbstgebastelte Schilder, Sitzpläne, Tischkarten, Einladungen, Gastgeschenke, die Candy bar, Notfallkörbchen, schick verpackte Taschentücher für die Freudentränen und zahlreiche andere Elemente, die eine Hochzeit erst lebendig und individuell machen. Diverses Zubehör für „Do it yourself“ Hochzeiten ist im Internet auf verschiedenen Plattformen erhältlich. Ob im kleinen oder großen Unternehmen, es werden Material und Dekorationen bestellt, wie beispielsweise für das Brautpaar personalisierte Stempel angefertigt werden, die dann bei den Einladungen oder den Dankschreiben ihren Platz finden. Modern ist auch das Erstellen von Hochzeitslogos. Ebenso modern und beliebt sind personalisierte und ausgefallene Brautschuhe, die teilweise bunt sind, mit Glitzer bestickt und nicht unbedingt klassisch: Auch Ballerinas und Chucks finden immer häufiger Verwendung als ein Brautschuh.

Vintage Hochzeit

Dieses Jahr sind Hochzeiten im Vintage-Stil besonders beliebt. Dazu gehören Dekorationsartikel aus Jute und Spitze dazu, Marmeladengläser werden geschmückt und als Kerzenhalter genutzt, die Farben der Vintage-Hochzeiten sind für gewöhnlich weiß, braun und rosa. Einladungen im Vintage-Stil sind häufig aus Kraftpapier, wirken natürlich, nicht zu überladen und sind häufig handgemacht vom Brautpaar persönlich. Auch romantische Kleider aus Spitze gibt es im Vintage-Stil. Sie sind gewöhnlich vom Schnitt her etwas schlichter, haben wenig Glitzer und Steine, dafür aber viel weiche Spitze, einen zarten Schnitt und können preislich zwischen 300,- und 3000,- € liegen. Beliebt sind auch individuelle Anfertigungen der Hochzeitsrobe.

Hochzeiten werden extravaganter und teurer

Das pro Kopf Budget der Brautpaare liegt allein für die Lebensmittelversorgung sowie Getränke aktuell bei rund 90,- €. Es ist eine deutliche Erhöhung im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt, die Tendenz, eine große und märchenhafte Hochzeit zu feiern, ist steigend. Insgesamt sind aktuelle Hochzeiten zwischen 60 und 100 Personen groß und kosten durchschnittlich rund 10.000 € ohne Flitterwochen. Dennoch gibt es eine große Szene für „Low Budget“-Hochzeiten, es gibt viele Seiten, die Tipps für eine preiswerte Gestaltung des großen Tages veröffentlichen.

Dienstleister: Deutsche Brautpaare haben eine hohe Toleranz für gehobene Preise

Billig ist nicht gut: Dieser Meinung sind jedenfalls sehr viele Bräute. Auch in Facebook-Gruppen rund um die Hochzeit wird vermehrt aufgerufen, die Arbeit der Fotografen, der Sänger, des DJs, der Floristen und der Konditoren zu würdigen. Die meisten Brautpaare geben an, dass ein guter Fotograf ganz oben auf der Prioritätenliste steht. Schließlich bleibt nach der Hochzeit nur einen Ring am Finger und die Erinnerungen in Form von Bildern.

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