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Mittwoch, 03.01.2018 Kommentar

Mit Verlusten Gewinn machen

Udo Lemke über die Preispolitik der Albrechtsburg.

Von Udo Lemke

Udo Lemke ist Reporter in der Meißner Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung.
Udo Lemke ist Reporter in der Meißner Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung.

© Claudia Hübschmann

Die Albrechtsburg genießt das Privileg, zu den 19 von mehr als eintausend Schlössern, Burgen und Gärten in Sachsen zu gehören, die der Freistaat selbst betreut. Sie gehört zur Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützigen GmbH. Das heißt, dass auch sie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet wird – etwa, dass sie möglichst viele Besucher anzieht, um einen möglichst hohen Eigenanteil an ihren Kosten selbst zu erwirtschaften. Man könnte sagen, das ist gut so. Man könnte aber auch sagen, als Teil der Daseinsvorsorge, die Kultur auch ist, haben Maßstäbe der privaten Wirtschaft hier nichts verloren. In der Praxis liegt die Wahrheit in der Mitte. Dennoch hat die Albrechtsburg jetzt beschlossen, Gewinn zu machen, indem sie Verluste macht.

Was paradox klingt, folgt einer einfachen Rechnung: Wenn die Eintrittskartenpreise für Schüler von 3,50 auf einen Euro gesenkt werden, bedeutet das zunächst einen Verlust in der Kasse. Wenn aber dadurch mehr junge Leute auf die Burg kommen – dann ist das langfristig ein Gewinn, wird damit doch das Publikum der Zukunft herangezogen.

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