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Mittwoch, 07.02.2018 Handball

Mit Podestplatz geht’s in die Pause

Die Handballer der SG Zabeltitz/Großenhain holen gegen den ESV Dresden zwei Punkte.

Von Thomas Riemer

© Symbolfoto: dpa

Großenhain. Schon vor dem Anpfiff der Partie in der Handball-Verbandsliga Ost machten die Gäste vom ESV Dresden kein Geheimnis draus, dass sie nur ungern in der Großenhainer Rödertalhalle antreten. Denn dort – wie übrigens auch in anderen Hallen dieser Welt – ist harz-freie Zone.

Aber auch ohne Haftmittel entwickelte sich am Sonnabend letztlich eine muntere Partie, die am Ende die gastgebende SG Zabeltitz/Großenhain mit 32:28 als Sieger sah. Und das völlig verdient, auch wenn es das aus SG-Sicht obligatorische Spiel auf des Messers Schneide mit Auf und Ab war.

Das Team des Trainergespanns Jurack/Schumacher begann schwungvoll, aber mit ein paar Fehlwürfen. Da auch die Dresdner Eisenbahner zunächst sündigten, dauerte es fast fünf Minuten bis zum ersten Treffer für den ESV. Den Gastgeber-Fans um die nimmermüden lautstarken Zabeltitzer Trommler schwante beim 1:3 nichts Gutes. Doch dann ging ein erster Ruck durch die Reihen der Spielgemeinschaft. Beim 7:4 nach einer knappen Viertelstunde schienen die Startschwierigkeiten vergessen. Die SG agierte mit hohem Tempo, spielte über den gesamten Verlauf seine Konter vergleichsweise konzentriert – Ausnahmen bestätigen die Regel – zu Ende und hatte diesmal zwei Torhüter von Format im Gehäuse.

Der ESV dagegen wirkte im Spielaufbau teilweise doch etwas gehemmt, hatte seine Stärken vor allem auf den beiden Außenpositionen. So blieb es bis zur Pause überaus knapp, wenngleich die Gastgeber stets mit ein oder zwei Toren im Vorteil waren. Beim 16:14 wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff erwischte die SG einen Blitzstart. Aus einer überaus aggressiven Abwehr, daraus resultierenden Balleroberungen und Tempogegenstößen resultierte ein an sich sicheres Fünf-Tore-Plus beim 22:17 in der 42. Minute.

„Kunstpause“ trotz Vorsprung

Warum auch immer: Danach verloren die Zabeltitz/Großenhainer urplötzlich den Faden. Sechs Minuten gelang kein eigener Torerfolg, während die Eisenbahner innerhalb kurzer Zeit aus einem 21:23 ein 25:23 machten. Schluderjan in der SG-Deckung, aber auch zahlreiche vergebene „Riesen“ seitens der Gastgeber führten dazu. Eine Auszeit brachte die „Erlösung“. Beim 25:25 zehn Minuten vor Schluss waren alle Weichen für eine heiße Endphase gestellt. Natürlich zog jetzt auch mehr Hektik ein, von der sich die Schiedsrichter diesmal jedoch weniger beeindrucken ließen und zumindest bei der Verteilung von Roten Karten paritätisch agierten – also je eine auf beiden Seiten.

Auf dem Parkett ging es jetzt wieder auf und ab – mit quantitativen Vorteilen für die Gastgeber. Vor allem A-Jugend-Spieler Philipp Schmidtke war es, der in der Schlussphase für Sicherheit in der Offensive sorgte. Sechs Minuten vor Ende der Partie hatte die SG beim 29:26 wieder ein Polster herausgearbeitet, legte kurz darauf sogar noch den 30. Treffer nach. Doch die Gäste gaben sich noch immer nicht geschlagen. Beim 30:28 und einem Timeout entschieden sie sich für volles Risiko und eine offensive Manndeckung. Das wurde nicht belohnt, die Gastgeber enteilten stattdessen auf 31:28 und legten mit der Schlusssirene noch zum Endstand nach.

Nur kurz ist die nun folgende „Winterpause“. Immerhin: Die SG Zabeltitz/Großenhain kann sich auf einem vor der Saison nie erwarteten 3. Platz „ausruhen“. Bis zum nächsten Spiel am 25. Februar will man jetzt Ausdauer und Treffsicherheit verfeinern. Und dann geht es beim Radeberger Sportverein wieder um Punkte. Die Bierstädter sind derzeit Tabellenzweiter mit einem Pluspunkt mehr bei einem ausstehenden Spiel. Geht da was für die SG?

Für die SG spielten: Gehrke und Kositz im Tor, Ernst (5), Philipp Pohling, Krzikalla (7), Walter (2), Köster (2), Haase (1), Mießner (1), Miene, Stelzl (6), Seyffarth (1/1), Schmidtke (6)