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Mittwoch, 03.01.2018

Mit neuer Polizeiflotte im neuen Jahr

Die Ordnungshüter in Ostsachsen sind sofort wieder gefordert. Immerhin steht ihnen auch ganz moderne Technik zur Verfügung.

Schmuckes Outfit, moderne Technik im Innern. Die ostsächsische Polizei hat ihre Reviere im Dezember mit insgesamt 13 neuen Streifenwagen ausgestattet. Die neuen Autos rollen bereits.
Schmuckes Outfit, moderne Technik im Innern. Die ostsächsische Polizei hat ihre Reviere im Dezember mit insgesamt 13 neuen Streifenwagen ausgestattet. Die neuen Autos rollen bereits.

© Polizei

Kamenz. Die Menschen zwischen Königsbrück und Weißenberg feierten ausgelassen in das neue Jahr, schätzte die Polizei ein. Im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz gingen über Silvester und Neujahr etwa 170 Notrufe ein. Neben den bereits erwähnten Delikten mussten unter anderem Familienstreitigkeiten geschlichtet werden, Ruhestörungen sowie kleinere Brände von Containern bzw. Papierkörben bearbeitet und Verkehrsunfälle aufgenommen werden (die SZ berichtete). Umso erfreulicher, dass nun im Bereich der Polizeidirektion Görlitz auch nagelneue Fahrzeugtechnik zum Einsatz kommt. Polizeipräsident Torsten Schultze übergab kurz vor Weihnachten insgesamt 13 neue Streifgenwagen an die Reviere. Es handelt sich um zwölf VW Passat Variant und ein Mercedes Vito im auffallend neuen Farbdesign. Aber vor allem im Inneren haben es die Autos in sich: eine moderne Ausrüstung nämlich – von der Verkehrssicherungsausstattung über ein mobiles Büro, den Stopp-Sticks zum Anhalten flüchtender Fahrzeuge sowie ein kriminaltechnisches Besteck bis hin zur zusätzlichen Körperschutzausstattung der Beamten. Damit sollte es möglich sein, den potenziell Kriminellen ordentlich dazwischenzufunken.

Abgesehen von den typischen Jahreswechsel-Delikten hatten die Beamten natürlich mit Beginn des neuen Jahres auch der polizeiliche Alltag wieder gefordert. So drangen Unbekannte zum Beispiel in eine verschlossene Scheune in Nostitz ein. Die Täter stahlen einen Satz Sommerreifen und durchsuchten zwei Autos, welche in dem Unterstand parkten. Die Diebe legten sich offenbar Arbeitsgeräte bereit, ließen diese aber zurück. Außerdem montierten sie Außenspiegel von einem Lkw ab. Kriminaltechniker gingen auf Spurensuche und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Neu vermeldet wurden außerdem noch zwei aufgesprengte Zigarettenautomaten. So waren am Neujahrsmorgen gegen 6 Uhr auf der Hauptstraße in Kleinwelka die Anwohner von einem lauten Knall geweckt worden. Zeugen sahen mehrere Personen davonlaufen. Sie hatten offenbar mit Silvesterböllern die Metallhülle des Automaten aufgesprengt. Und in Radeberg waren Unbekannte auf der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße mit Pyrotechnik zugange. Durch die Wucht der Explosion wurde die Front des Zigarettenautomaten aus den Angeln gerissen und gegen einen parkenden Pkw geschleudert. Weitere Bauteile lagen im Umkreis von rund 15 Metern verstreut. Ob die Täter hier wie dort auch Rauchwaren oder Münzgeld gestohlen haben, wird der Betreiber der Automaten noch ergründen. Der Sachschaden betrug nach ersten Schätzungen in beiden Fällen jeweils etwa 3 000 Euro. Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Außerdem haben mehrere Jugendliche in der Nacht zu Dienstag auf der Heinrich-Heine-Straße in Hoyerswerda offenbar aus Übermut den Straßenverkehr gefährdet. Sie schmissen eine Schubkarre, eine Mülltonne, mehrere Steine und den Fuß einer Warnbake auf die Fahrbahn. Im Falle eines Unfalls hätten die Folgen beträchtlich sein können. Eine Streife des örtlichen Reviers ergriff einen 16-Jährigen, der wie seine Kumpanen zu türmen versuchte. Vergeblich. Die Uniformierten machten dem Jugendlichen klar, dass es sich hier nicht um einen Streich, sondern um eine Straftat handelte. Auch zu den anderen Beteiligten ermittelt das örtliche Revier. (SZ)

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