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Freitag, 17.02.2017

Mit klarem Kopf gegen Hannover

Während beim Tabellenzweiten der zweiten Bundesliga der Druck erhöht wird, ist bei Dynamo Dresden alles im Lot. Und Trainer Uwe Neuhaus weiß auch, was seine Schwarz-Gelben für einen Sieg brauchen.

Von Cornelius de Haas

Dynamo-Trainer Neuhaus sagt: „Gegen Hannover müssen wir sehr handlungsschnell sein.“
Dynamo-Trainer Neuhaus sagt: „Gegen Hannover müssen wir sehr handlungsschnell sein.“

© Robert Michael

Dresden. „Im Osten nichts Neues.“ Mit diesem Satz eröffnete Uwe Neuhaus am Freitag die Spieltagspressekonferenz von Dynamo Dresden und spielte damit auf die nach wie vor suboptimalen Trainingsbedingungen bei den Schwarz-Gelben an. Angesichts kaum vorhandener (nutzbarer) Trainingsplätze wurde die Vorbereitung auf die Partie gegen Hannover 96 vor allem auf dem Kunstrasenplatz im Schatten des DDV-Stadions abgehalten. „Ob die dort einstudierten Abläufe aber auch auf dem Rasen im Stadion funktionieren, kann ich nicht sagen“, erklärte der 57-Jährige den Unterschied zwischen den beiden Untergründen.

Doch unabhängig davon: „Bei uns muss alles passen, wenn wir gegen Hannover wieder punkten wollen“, sagte Neuhaus. Am vierten Spieltag hatten die Dresdner etwas überraschend mit 2:0 bei den Niedersachsen gewonnen. Damit dies am Sonntag erneut gelingt, benötige seine Mannschaft einen wachen Kopf und schnelle Füße. „Wir dürfen im Spiel nicht zu lange überlegen, brauchen Handlungsschnelligkeit in allen Situationen.“

Auch die Unruhe nach dem wenig souveränen Rückrundenauftakt bei den 96ern beeindruckt Neuhaus nicht: „Dort war es, glaube ich, noch nie ruhig. Aber vielleicht braucht das die Mannschaft.“ Nach zwei hart erkämpften Heimsiegen und der 1:4-Schlappe in Fürth sowie dem knappen Pokalaus gegen Frankfurt hatte Hannovers Präsident Martin Kind am Donnerstag den Druck auf die sportliche Leitung erhöht. „Stabilität und Nachhaltigkeit fehlen. Ich erwarte, dass das von Bader, Möckel und Stendel analysiert wird. Es müssen Antworten gefunden werden, damit der Aufstieg nicht gefährdet wird“, sagte er der Bild-Zeitung. Die Niedersachsen stehen auf Rang 2, dennoch dürfe man „dabei nicht den Blick für die Realität verlieren. Wir gewinnen nur mit Krampf, es fehlt die Souveränität.“

Bei den Dresdnern ist nach der Niederlage auf St. Pauli klar, was am Sonntag anders gemacht werden muss. „In Hamburg ist viel schief gelaufen. Manchmal muss man auch mal die einfachen Lösungen wählen. Gegen Hannover wird es darauf ankommen, die Zweikämpfe und die zweiten Bälle anzunehmen“, sagte Giuliano Modica. Der Innenverteidiger, neben dem Jannik Müller für den verletzten Ballas auflaufen dürfte, setzt dabei auch auf die Unterstützung der Fans. „Sie können uns unheimlich pushen. Ich denke da nur an das Spiel gegen Braunschweig, bei dem wir ein 0:2 noch drehen konnten. Mit den Fans im Rücken können wir das Ding rocken.“

Noch gibt es aber Karten, ist das Stadion nicht ausverkauft. Die SGD rechnet mit etwas mehr als 29 000 Zuschauern, wovon gut zweieinhalbtausend aus Hannover anreisen werden.

Dynamos voraussichtliche Aufstellung: Schwäbe – F. Müller, Modica, J. Müller, Heise – Hartmann – Berko, Lambertz, Aosman, Stefaniak – Kutschke.

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