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Dienstag, 05.09.2017 Kommentar

Mit blauem Auge davongekommen

Eine weitsichtige Politik hätte auch ohne die Diesel-Krise Lösungen für das Dresdner Luftproblem gefunden, kommentiert Ralf Hübner.

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Ralf Hübner
Ralf Hübner

© Christian Juppe

Das Rezept der Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) für eine bessere Luft in Dresden klingt fast ein wenig zu simpel. Ein attraktiverer öffentlicher Nahverkehr, sowie bessere Fuß- und Radwege sollen die Menschen veranlassen, das Auto häufiger stehen zu lassen. Sollte es so funktionieren, ist die Stadt mit einem blauen Auge davongekommen. Zumal: Anders als die Umweltbürgermeisterin glaubt, gibt es doch durchaus Hoffnung, dass die deutsche Automobilindustrie auch bessere Motoren bauen kann. Und sollte die Elektromobilität um sich greifen, dürfte das die Luftsituation weiter entspannen.

Klar ist aber auch, dass eine kluge und weitsichtige Politik all die jetzt angedachten Maßnahmen auch ohne Diesel-Krise und drohende Fahrverbote auf den Weg gebracht hätte. Die Frage ist vielmehr, warum manches nicht schon längst geschehen ist. Warum nur hat sich die Stadt mit den Radwegen so lange so schwergetan? Über deren schlechten Zustand wird schon länger geklagt. Fußwege sollen repariert und saniert werden, auch das tut lange not. Interessant wird sein, was die Stadt sich das kosten lässt.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 13 Kommentare

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  1. Radfahrer

    Ganz einfach, alle Komunalpolitiker verpflichten ein viertel Jahr lang jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dann wissen sie auch worauf es ankommt. Beim ÖPNV die Preise halbieren und dafür auf Komfort verzichten...

  2. Dresdner Bürger

    Kreisverkehr wie in unseren Nachbarländern!!! Grün-/Gelbpfeile...! Fußgängerbrücken/-Tunnel! Sorry für die Ampelobby!!! Und attraktiver ÖPNV... ÖPNV schön und gut, aber ständig steigende 0reise da??? Und zur Monatskarte; ich optimiere meine Kosten auch, bin bereits dabei - heißt mein ABO ist schon Vergangenheit!!!

  3. mausi

    Gestern im Sachsenspiegel hat ein Wissenschaftler vom Frauenenhofer-Institut eindeutig gesagt,das der Mensch nichts für die Stickoxide kann.Es liegt an der Sonne und generel am Wetter.Warum also die Panikmache?

  4. Wer soll das bezahlen?

    Der Steuerzahler subventioniert bereits jetzt massiv den ÖPNV, und fürs Radfahren und Fußgehen wird keine Steuer verlangt. Dagegen wird bereits jetzt beim Autofahrer massiv die Hand aufgehalten. Und was wird von der Autoindustrie erwartet? Die tun genau das, womit man die meisten Gewinne erzielen kann. und das sind nun mal in erster Linie nicht Nischenprodukte wie E-Autos, sondern Erzeugnisse für den Massenmarkt.

  5. Anpflanzungen

    Es gibt stickoxid-abbauende Flora. Man müßte nur veranlassen, dass diese Arten sehr stark gehäuft in Parks, Dachgärten, Balkonen und sonstigen Wiesenarealen mit angesiedelt werden, sofern keine bedeutenden allergischen oder sonstigen Gefahren davon ausgehen. Die Pflege dieser Anlagen würde ein paar mehr gering qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, die ja auch dringend benötigt werden. Der Pflegeaufwand ist vertretbar und die Haltbarkeit konkurrenzlos. Beispiel: Arabidopsis thaliana als Ersatz für herkömmlichen Rasen.

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