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Mittwoch, 03.01.2018

Mia und Ben liegen im Trend

2017 kamen im Bautzener Krankenhaus 851 Babys zur Welt. Besonders viele Kinder wurden zum Jahreswechsel geboren.

Von Carmen Schumann

Emily Stegemann ist das erste Baby, das 2018 in der Bautzener Entbindungsklinik geboren wurde. Nicole Stegemann brachte ihre zweite Tochter um 5.24 Uhr zur Welt. Es folgten am Neujahrstag noch drei weitere Neuankömmlinge.
Emily Stegemann ist das erste Baby, das 2018 in der Bautzener Entbindungsklinik geboren wurde. Nicole Stegemann brachte ihre zweite Tochter um 5.24 Uhr zur Welt. Es folgten am Neujahrstag noch drei weitere Neuankömmlinge.

© Carmen Schumann

Bautzen. Das geht ja gut los: Am ersten Tag des neuen Jahres sind die Babys im Kreißsaal des Bautzener Krankenhauses nur so gepurzelt. Insgesamt vier Neuankömmlinge konnten die Kinderschwestern ins Geburtenbuch eintragen.

Das allererste Baby des Jahrganges 2018 heißt Emily Stegemann. Sie erblickte um 5.24 Uhr das Licht der Welt. Wie ihre Mutter, die 28-jährige Nicole Stegemann sagt, ging die Geburt sehr schnell vonstatten: „Um 3.30 Uhr hatten wir den Rettungswagen gerufen und zwei Stunden später war unsere Kleine schon da.“ Emily, die bei 50 Zentimetern Länge 3300 Gramm auf die Waage brachte, ist das zweite Kind von Nicole und Andreas Stegemann aus Bautzen. Die große Schwester Fabienne wird demnächst fünf. Nicole Stegemann ist ausgebildete Altenpflegerin. Sie hofft, nach der Elternzeit wieder eine Anstellung in ihrem Beruf zu finden und ist diesbezüglich recht optimistisch. Schließlich würden Altenpfleger händeringend gesucht.

Die kleine Emily hatte sich wohl noch „geputzt“, wie der Volksmund sagt, wenn kleine Mädchen erst nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommen. Emily hätte nämlich bereits am 27. Dezember geboren werden sollen. Die beiden anderen Neuankömmlinge des Neujahrs-Vormittages hatten es dagegen eilig. Denn sowohl Baby Nummer zwei, Alexander Porro aus Rammenau, geboren um 5.41 Uhr, als auch Baby Nummer drei, Hermann Warias aus Kirschau, geboren um 9.07 Uhr, sollten eigentlich erst im Laufe der ersten beiden Januarwochen geboren werden. Am Neujahrstag wurde um 20.35 Uhr noch ein weiterer kleiner Junge geboren, über den aus Datenschutzgründen nichts weiter bekannt ist.

Die gute Bilanz des abgelaufenen Jahres 2017 vervollständigen drei Babys, die zu Silvester geboren wurden. Das letzte Baby kam um 21.16 Uhr zur Welt. Es ist die kleine Frieda Klotz aus Bautzen, die eigentlich ein 2018er-Baby werden sollte. Ihr Geburtstermin war der 4. Januar. Gegen Mittag kamen zu Silvester außerdem noch Emma Hanika und Hermine Teichgräber zur Welt.

Geschlossen wurde das Geburtenbuch von 2017 mit der Nummer 843. Da aber insgesamt achtmal Zwillinge geboren wurden, durften sich die Mitarbeiter der Entbindungsstation über insgesamt 851 Neuankömmlinge freuen. Unter den Zwillingen waren vier gemischte Doppel, drei Mädchenpaare und ein Jungenpaar. Im Jahr 2016 waren 18 mal Zwillinge geboren worden. Im Vorjahr wurden 881 Geburten registriert und es kamen 899 Babys auf die Welt. 2016 war allerdings auch ein Rekordjahr mit der höchsten Geburtenzahl seit 1991 gewesen. Insgesamt ist also für 2017 ein leichter Geburtenrückgang zu verzeichnen. Für die Chefärztin der geburtshilflichen Abteilung, Dr. Petra Bießlich, kommt das jedoch nicht überraschend. „Ich hatte sogar einen noch stärkeren Rückgang befürchtet“, sagt sie. Sie sei davon ausgegangen, dass der „Geburtenknick“, also die schwachen Geburtenzahlen vom Anfang der 90er-Jahre, sich noch stärker auswirken würden. Dass es trotz der Abwanderung vieler junger Frauen in andere Bundesländer dann doch nicht ganz so schlimm gekommen ist, wie erwartet, stimmt die Chefärztin froh. „Ich hoffe, dass sich die Zahlen auf dem jetzigen Stand einpegeln“, sagt Petra Bießlich.

Das Jahr 2017 habe eigentlich recht stark angefangen. Aber im zweiten Halbjahr sei dann eine gewisse Flaute eingetreten. Warum diesmal deutlich weniger Zwillinge geboren wurden, dafür hat die Chefärztin keine Erklärung. Erfreulich ist für Petra Bießlich die Tatsache, dass es in Bautzen eine im deutschlandweiten Vergleich sehr niedrige Kaiserschnitt-Rate gibt. „Bei uns kommen rund ein Viertel aller Babys per OP zur Welt“, sagt die Chefärztin. Das entspreche dem sächsischen Durchschnitt, liege aber weit unter dem Deutschland- Trend. Wenn irgend möglich, sollten Petra Bießlichs Meinung nach die Babys auf dem natürlichen Wege geboren werden.

Die Schließung der Entbindungsstation in Bischofswerda am 21. Dezember hat sich bis jetzt noch nicht in überbordenden Zahlen für Bautzen niedergeschlagen. Insgesamt wurden im alten Jahr drei Babys aus Bischofswerda und Umgebung in Bautzen geboren. Die Mutter des Neujahrsbabys Alexander Porro, Anne Porro aus Rammenau, bekundete, sie hätte ihr Baby auch ohne die Schließung von Bischofswerda in Bautzen zur Welt gebracht.

Zur Bilanz des abgelaufenen Jahres gehören auch einige rekordverdächtigen Zahlen. Das schwerste Baby brachte es auf 5 220 Gramm. Danach folgten Neugeborene, die 4 940 und 4 730 Gramm auf die Waage brachten. Mia war nach 2016 auch 2017 wieder der beliebteste Vorname bei den Mädchen. Oskar, der Sieger 2016 bei den Jungs wurde von Ben abgelöst.

Die beliebtesten Vornamen
MÄDCHEN JUNGEN
Mia 7 Ben 11
Marie 6 Paul 10
Pia 6 Max 9
Louisa 6 Lennard 8
Ella 6 Fynn 7
Emily 6 Karl 7
Anni 5 Florian 6
Paula 5 Alexander 5
Hanna 5 Bruno 5
Luna 4 Felix 5
Aron 5
Leon 5
Jonathan 5
Die Aufstellung enthält Kinder, die in der Bautzener Klinik geboren wurden, unabhängig vom Wohnort der Eltern.