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Mittwoch, 11.10.2017

Metallbaubetrieb verlässt Löbau

Statt in der Stadt am Berge will ISS Kohli künftig in Kodersdorf produzieren. Dafür wird dort eine neue Werkalle gebaut.

Von Steffen Gerhardt

ISS Kohli wird künftig wieder im Kodersdorfer Gewerbegebiet produzieren.
ISS Kohli wird künftig wieder im Kodersdorfer Gewerbegebiet produzieren.

© André Schulze

Löbau. Bisher laufen die Maschinen der Firma ISS Kohli noch in Löbau. Doch das Unternehmen will die Stadt verlassen und nach Kodersdorf nahe der Autobahn 4 ziehen. Dort erwirbt ISS Kohli jetzt ein Grundstück mit einer Größe von 4 430 Quadratmetern im Gewerbegebiet „Sandberg“ und will eine neue Werkhalle errichten.

Mit dem Kauf des Grundstücks in Kodersdorf kehrt ISS Kohli auch mit seiner Produktion wieder an seinen Firmensitz zurück. Wie Geschäftsführer Friedemann Kohli sagt, sei er schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück in Kodersdorf gewesen. Schließlich kam man auf das Gewerbegebiet in Kodersdorf zu sprechen. Bereits im vergangenen Jahr, Ende Mai, hatte der Betrieb seinen Kaufantrag bei der Gemeinde gestellt. Dass der Kauf erst jetzt erfolgen kann, begründete der Kodersdorfer Bürgermeister René Schöne (CDU) in der sehr langen Bearbeitungszeit, bis alles geregelt war und die Gemeinde als Verkäufer das Grundstück veräußern konnte. Dabei wurde ein Wertgutachten von einem unabhängigen Gutachter erstellt, das die Höhe des Kaufpreises festlegt.

Die Mitarbeiter von ISS Kohli arbeiten jetzt in Löbau. Dazu hat Kohli eine Halle angemietet, in der der Betrieb seit einigen Jahren schon produziert. Der Firmensitz ist jedoch in Kodersdorf. „Wir machen leichten Metallbau für Gewerbekunden“, umreißt der Geschäftsführer das Profil. Der Firmensitz ist in Kodersdorf geblieben, nur gearbeitet wird in Löbau. Mit der Investition in Kodersdorf kehrt das Unternehmen als Ganzes wieder in die Heimatgemeinde zurück. In eineinhalb Jahren soll es soweit sein.

Wichtig ist für Friedemann Kohli, dass der Grunderwerb am neuen Produktionsstandort jetzt zügig abgeschlossen wird. Danach will er ein Ingenieurbüro beauftragen, die Planungen für die neue Halle vorzunehmen. Sie wird größer als die in Löbau sein und soll rund 1 400 Quadratmeter Fläche bieten. „Die Werkhalle in Löbau ist inzwischen für uns zu klein geworden, wir brauchen mehr Platz“, begründet der Geschäftsführer die Neuinvestition. Wobei Löbau seinerzeit deshalb ausgewählt wurde, weil die ursprüngliche Werkstatt in Kodersdorf mit ihren 100 Quadratmetern aus den Nähten platzte.

In dem Betrieb arbeiten gegenwärtig bis zu acht Kollegen. Sie fertigen Komponenten und Baugruppen nicht nur für den Schienenbau und liefern an Bombardier Transportation, sondern übernehmen auch Rohr- und Stahlbaumontagen in Kraftwerken und Chemieanlagen. Dafür sind die Mitarbeiter qualifiziert und zertifiziert. Darüber hinaus bietet ISS Kohli das Bearbeiten, also Bohren, Drehen und Fräsen, aller üblichen Metalle an. Das soll in Kodersdorf fortgesetzt werden – in einer größeren Werkhalle, die die Option offen lässt, das Unternehmen zu vergrößern.

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