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Dienstag, 02.01.2018

Merkel und Kretschmer rufen zu Zusammenhalt auf

Im neuen Jahr hofft die Kanzlerin auf eine baldige Regierungsbildung. Sachsens Regierungschef setzt auf die Unterstützung der Bürger – und wirbt um ihr Vertrauen.

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Alle Jahre wieder lächelt die Kanzlerin auf gewohnt zurückhaltende Weise in die Kamera. Die Neujahrsrede der deutschen Regierungschefs hat Tradition. Angela Merkel hält die Ansprache bereits zum dreizehnten Mal.
Alle Jahre wieder lächelt die Kanzlerin auf gewohnt zurückhaltende Weise in die Kamera. Die Neujahrsrede der deutschen Regierungschefs hat Tradition. Angela Merkel hält die Ansprache bereits zum dreizehnten Mal.

© epa

Berlin/Dresden. Nach einem Jahr heftiger politischer Streitereien hat Kanzlerin Angela Merkel zu mehr Zusammenhalt und Respekt in der Gesellschaft aufgerufen. Darüber hinaus versprach die CDU-Chefin, sich für ein rasches Ende der Hängepartie bei der Regierungsbildung einzusetzen. „Denn die Welt wartet nicht auf uns“, sagte Merkel. Die Politiker hätten den Auftrag, sich um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und die Bedürfnisse aller Bürger im Auge zu haben. „Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet – auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.“ Am 7. Januar beginnen die Sondierungen von Union und SPD. Mögliche Ergebnisse der Gespräche sind eine Große Koalition oder eine Minderheitsregierung unter Merkel.

In ihrer Ansprache forderte Merkel die Menschen in Deutschland auf, sich wieder stärker bewusst zu werden, „was uns im Innersten zusammenhält“. Das Gemeinsame müsse wieder deutlicher in den Vordergrund gestellt werden. Man müsse sich bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, „und zwar Achtung im umfassenden Sinne – aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen –, das sind meine Wünsche für das neue Jahr.“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bat die Bürger um Vertrauen und Unterstützung bei den anstehenden Aufgaben. „Wir Sachsen halten zusammen! Darin liegt unsere Stärke“, sagte er. Das vielfältige Engagement für das Land und die Gesellschaft, in Familie, Beruf oder Ehrenamt sei unverzichtbar. Kretschmer versicherte, dass die Regierung für ein Land arbeitet, das allen Kindern beste Bildungschancen biete, wo die Wirtschaft weiter wachse, Menschen gute Arbeit biete und Wohlstand sichere und wo sich die Bürger sicher fühlen könnten. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 19 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. L.T.

    Entgegen den nichtssagenden Floskeln hätte ich lieber ein Rede ala Viktor Orbán gehört: "Wir müssen beschützen was wir und wer wir sind“. ... Man wird noch träumen dürfen ...

  2. 61ziger

    Die Solidarität wurde doch von den Sozial-Christlichen per Hartz und Billiglohnarbeit schon gekündigt.Merkel hat 2015 etwas losgetreten, was man nicht mehr stoppen kann. Da von Zusammenhalt aufzurufen ist schon Lachhaft,wenn es seit diesem Jahr "Sicherheitszonen" für Frauen gibt.Sagt das alles über den Zustand eines Bananen-Schlands aus.Durchhalteparolen mehr nicht,von den Kosten die wo anders fehlen ganz zu schweigen.

  3. uwe riedel

    schlimme zeiten erlebt d-land...alle die dies nicht kritisieren, dagegen ankämpfen...sind mitschuldig, an jedem toten, an jeder vergewaltigten, an jedem sinnlos ausgegebenen euro, merkel und co. gehören vor gerichte und abgestraft...das land ist verarmt, es wird nur durch subenvtionen und gedrucktes geld am leben gehalten, arbeiter, rentner, kinder...arm...pfui an jeden "Kretschmer"...dies nicht zu sehen, zu negieren und wieter richtung abgrund steuern...

  4. M. Arnold

    Diese Person fordert Zusammenhalt und Respekt. Ausgerechnet diese Person, die für die Spaltung der Geselschaft verantwortlich ist! Ausgerechnet diese Person, die keinerlei Respekt gegenüber den Persoenen die nicht ihrer Meinung sind aufbringt. Man schaue nur in den Bundestag, bei Rednern der Oposition tänzelt diese Person durch die Gegend, spielt mit ihrem Telefon oder spricht gelangweilt mit diesem oder jenem! Diese Person hat durch ihre Handlungen ein Miliardenschaden verursacht den der Steuerzahler bezahlen darf Jeder anständige Mensch hätte bei diesen begangenen Fehlern seinen Rücktritt erklärt! Der Rücktritt dieser Peson ist überfällig!!!

  5. Berg

    #18 M.Arnold: nun machen Sie mal nen Punkt. Die Ungleichheiten gehören zu den Grundbestandteilen kapitalistischer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung und sind seit Marx definiert als Ausbeuter und Ausgebeutete. Und kein Kanzler ist dafür "verantwortlich", und kein Kanzler könnte das aufheben, ausgleichen, beseitigen. Die Klassenunterschiede begründen einen permanenten Klassenkampf: Gewerkschaften gegen Unternehmer. - Außerdem: es ist lächerlich, angesichts der kompletten Smartphonisierung aller Abgeordneten ausgerechnet der Kanzlerin die Handynutzung anzukreiden. Andere wollen ihr wieder Internet-Unfähigkeiten vorwerfen. - Es ist gut und richtig, wenn Kanzler, Bundespräsident, Ministerpräsidenten uns aufrufen, TROTZ der Klassenunterschiede am Zusammenhalt mitzuwirken. Die Unterschiede bilden sich doch schon in Familien und setzen sich im Berufsleben fprt. Also: haltet zusammen, Leute! Eine richtige Aufforderung.

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