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Samstag, 05.05.2018 Kommentar

Mehr Tempo beim Bau

Christoph Springer über Planungsprobleme bei Verkehrsprojekten.

SZ-Lokalredakeur Christoph Springer.
SZ-Lokalredakeur Christoph Springer.

© Christian Juppe

Vor mehr als 20 Jahren wurde damit begonnen, die Sanierung der Königsbrücker Straße zu planen. Inzwischen mussten die Verkehrsbetriebe mehrfach kaputte Gleisstücke ersetzen und dafür einen sechsstelligen Betrag ausgeben. Noch immer gibt es keinen Bautermin. Es drohen weitere Ausgaben für eine kaputte Straße, in deren Erhalt man eigentlich keinen Cent mehr investieren sollte.

Vor reichlich einem Jahr startete der Umbau der Oskarstraße in Strehlen zur Stadtbahnstrecke. Zwei Monate später war Schluss mit den Bauarbeiten, ein juristischer Streit um Formalien im Planungsverfahren war Grund für das vorläufige Ende. Die Stadt und die Verkehrsbetriebe müssen die Rechnung für die Bauverzögerung bezahlen. Sie kostet voraussichtlich mehr als eine Million Euro.

Diese zwei Beispiele zeigen: Verkehrsbauprojekte sind komplizierte Vorhaben. Gut, dass dabei alle gehört und berücksichtigt werden müssen. Das gehört zu einer Demokratie. Doch die Planungszeiträume müssen wieder überschaubar werden. Das funktioniert durch einfachere Gesetze. Dabei hilft auch, wenn einmal getroffene Mehrheitsentscheidungen akzeptiert werden. Ohne Wenn und Aber.

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