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Samstag, 12.08.2017

Mehr Sicherheit auf Schulweg

Die Vorfahrt an der Kreuzung vor der Schule ist geändert. Kraftfahrer müssen nun im Schritttempo fahren.

Von Sylvia Jentzsch

Damit Frieder (links), Ben und Max einen sicheren Schulweg haben, ist die Vorfahrtsregelung an der Schulstraße/Kleinweitzschener Straße geändert worden.
Damit Frieder (links), Ben und Max einen sicheren Schulweg haben, ist die Vorfahrtsregelung an der Schulstraße/Kleinweitzschener Straße geändert worden.

© Dietmar Thomas

Großweitzschen. Vor der Schule soll es sicherer werden. Bürger und Eltern sprachen deshalb bei der Gemeinde vor. „Zum einen geht es um den Schulweg und zum anderen um die Bushaltestelle. Viele Kraftfahrer führen im Bereich vor der Schule schneller als erlaubt, obwohl entsprechende Hinweisschilder standen“, sagte Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos).

Deshalb habe die Gemeindeverwaltung Großweitzschen in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Döbeln die Beschilderung der Schulstraße im Bereich der Grundschule überprüft. Eigentlich forderten die Bürger und Eltern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern in der Stunde.

Doch das Schild „Achtung Kinder“, das es bisher schon gab, verpflichte Kraftfahrer bereits, dass Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss, um in Gefahrensituationen sofort reagieren zu können, sagte Fleischer. Daher sei eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht zielführend gewesen. Man habe nach einer Lösung gesucht, um die Kraftfahrer zum Langsamfahren zu bewegen, so der Bürgermeister.

Im Ergebnis der Überlegungen wurde die Vorfahrtsregelung geändert. Die Schulstraße und die Kleinweitzschener Straße sind nun gleichrangige Straßen – wer von rechts kommt, hat die Vorfahrt. Das heißt, wer die aus der Richtung Körner-Bäcker befährt, muss dem Fahrzeug, das aus Kleinweitzschen kommt, die Vorfahrt gewähren. „Wegen der Beschilderung muss auf jeden Fall gebremst, und damit die Geschwindigkeit reduziert werden.

Die neue Beschilderung erfolgte in dieser Woche zum Schulstart. Um die Kraftfahrer auf die veränderte Verkehrssituation hinzuweisen, wurde das Zusatzschild „Vorfahrt geändert“ angebracht. „Ich hoffe, die Kraftfahrer beachten die Schilder und verhalten sich auch entsprechend. Wir werden gemeinsam mit der Polizei den Bereich im Auge behalten“, so Fleischer.

Seit dem Jahr 2011 hat ein Teilstück der Schulstraße eine rotbraune Markierung, einen sogenannten virtuellen Fußweg. Außerdem sind auf den Weg Piktogramme gemalt, die den Autofahrern noch einmal deutlich machen, dass hier Schulkinder unterwegs sind. Sowohl die farbliche Gestaltung des Weges als auch die Piktogramme wurden erneuert. „Es gab Lücken beim alten Anstrich. Damit der Weg weiterhin auffällt, haben wir uns für eine Erneuerung entschieden“, sagte Ulrich Fleischer.

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