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Mittwoch, 15.11.2017

Manufaktur Meissen in Franken ein Renner

Die Schau zu Meissen zeigt, wie es gelingt, die bereits über 300 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte des Weißen Goldes aus Sachsen mit neuen Akzenten fortzuschreiben.

Die Meissener Schneeballblüte ziert zum Beispiel das Gewand der Porzellanskulptur Saxonia.
Die Meissener Schneeballblüte ziert zum Beispiel das Gewand der Porzellanskulptur Saxonia.

© Claudia Hübschmann

Selb/Meißen. Die Sonderschau des Porzellanikons im fränkischen Hohenberg an der Eger stößt auf großes regionales Interesse. Das hat am Dienstag auf Nachfrage der SZ die Sprecherin der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen Sandra Jäschke mitgeteilt. Sie war vor Ort gereist, um die noch bis 25. Februar laufende Ausstellung zu besuchen. Meissen ist Teil einer im Herbst vergangenen Jahres unter dem Titel „Die großen Manufakturen“ gestarteten Ausstellungsreihe. Gewidmet ist diese den bedeutendsten Porzellan-Herstellern in Europa. Begonnen wurde die Serie mit dem über 240 Jahre alten Traditionsbetrieb Royal Copenhagen.

Die Schau zu Meissen will nach Angaben des Museums zeigen, wie es gelingt, die bereits über 300 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte des Weißen Goldes aus Sachsen mit neuen Akzenten fortzuschreiben. Ein Mittel, um diesen Zweck zu erreichen, bietet die Meissener Schneeballblüte. Geschaffen und erstmals eingesetzt wurden diese Verzierungen 1739 von Meister-Modelleur Johann Joachim Kaendler, der sie im Auftrag der sächsischen Kurfürstin auf Servicegefäßen anbrachte. Heute ziert sie zum Beispiel das Gewand der weltgrößten Porzellanskulptur Saxonia sowie von deren kleiner Schwester. Diese trägt 4 000 handgeformte Meissener Schneeballblüten, halb so viele wie das lebensgroße Exemplar.

Das Ausstellungshaus in Hohenberg an der Eger ist Teil des Museumsverbundes Porzellanikon, welches sich auch noch am Standort in Selb mit den vielfältigen Aspekten der Produktion von Porzellan und Keramik beschäftigt. (SZ/pa)