• Einstellungen
Montag, 17.07.2017

Lockeres Spielchen

Berlin Adler gegen Dresden Monarchs. Das waren mal ganz heiße Duelle. Die siegreichen Sachsen trauern dieser Zeit nach.

Von Alexander Hiller

1

Der flinke Runningback Yazan Nasser (M.) flutscht hier durch die löchrige Berliner Abwehr. Zwei Touchdowns gelangen dem Dresdner.
Der flinke Runningback Yazan Nasser (M.) flutscht hier durch die löchrige Berliner Abwehr. Zwei Touchdowns gelangen dem Dresdner.

© Michael Hundt

Früher war sicher nicht vieles besser, aber einiges anders. Zum Beispiel die erbitterte sportliche Rivalität zwischen den Footballern der Dresden Monarchs und denen der Berlin Adler. Von diesem Konkurrenzkampf ist nicht viel mehr übrig geblieben als die beiden Ansetzungen im jährlichen Terminkalender der German Football League (GFL).

Diese Erkenntnis traf die Sachsen am Sonnabend sicher nicht überraschend. Souverän spulte das Team von Trainer John Leijten im Frierich-Ludwig-Jahn-Sportpark sein Pensum herunter. Das langte für einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 68:7-Erfolg (37:0) der Gäste gegen den überforderten Vorletzten der Nordstaffel der zweigleisigen Bundesliga. „Dieses immense Leistungsgefälle ist nicht gut für die Liga“, sagt der Dresdner Assistenztrainer Thomas Stantke.

Der 43-Jährige spielt damit auf die eigene deutliche Niederlage gegen Meister Braunschweig aus der Vorwoche an (10:41). „In der Vorwoche sind wir vorgeführt worden, jetzt demütigen wir einen vermeintlichen Mitkonkurrenten um die Play-off-Plätze. Was das früher für Duelle waren“, denkt Stantke zurück. „Diese Dreiklassengesellschaft ist nicht gesund. Die Adler haben in dieser Verfassung nichts in der GFL zu suchen“, warnte er.

Denn der Tabellendritte schaltete am Samstag spätestens nach der klaren Halbzeitführung einen Gang zurück, setzte gezielt seine Anschlusskader ein – wie den jungen Ersatz-Quarterback Ferras El-Hendi.

Die Dresdner nutzten ihrerseits die Chance, im letzten Spiel vor der kurzen Sommerpause nochmals ihr Selbstvertrauen aufzutanken. Das war nach der neuerlichen Pleite gegen Braunschweig auch dringend notwendig. „Diese Selbstsicherheit brauchen wir, wenn wir die restlichen fünf Partien der Normalrunde gewinnen wollen. Das ist ein realistisches Ziel“, betont Stantke und bezieht dabei ausdrücklich einen Sieg im Rückspiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Kiel mit ein. Das Hinspiel hatten die Monarchs nach einem dramatischen Verlauf mit 42:49 verloren.

„Dafür sollen die Jungs jetzt in der Sommerpause Kraft sammeln, auch mal die Füße nach oben legen. Selbstständig genug, sich ausreichend zu bewegen, sind alle“, sagt der Assistenztrainer. Am 1. August nehmen die Dresden Monarchs dann ihren Trainingsrhythmus wieder auf – für die Endphase der Saison.

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

Alle Kommentare anzeigen

  1. Mario Richter

    Sehr geehrte Damen und Herren, Das Spiel fande nicht im Friedrich-Jahn-Sportpark( was auch falsch geschrieben ist) sondern im Poststadion statt Mfg Mario Richter;)

Alle Kommentare anzeigen

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.