• Einstellungen
Freitag, 29.12.2017

Leerstand in der Altstadt bleibt hoch

Auf ihrer Präsenz im Internet listet die Stadt derzeit 25 leerstehende Objekte mit gut 2 000 Quadratmetern Fläche auf.

Von Udo Lemke

Symbolbild: Etwa zwölf Prozent der Verkaufsflächen stehen laut Wirtschaftsförderung in der historischen Meißner Altstadt leer.
Symbolbild: Etwa zwölf Prozent der Verkaufsflächen stehen laut Wirtschaftsförderung in der historischen Meißner Altstadt leer.

© Archiv/Claudia Hübschmann

Meißen. Unter der Überschrift „Attraktive Einzelhandelsflächen in der historischen Altstadt“ führt die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung auf der Meißener Internetpräsenz aktuell 25 leerstehende Laden- und Restaurantobjekte auf. Zusammen haben diese eine Fläche von etwas mehr als 2 000 Quadratmetern. „Die Vermietungssituation ist vor allem in der Altstadt verbesserungsbedürftig“, heißt es im aktuellen Meißner Immobilienmarktbericht von 2016.

Gründe dafür seien unter anderem die Hochwassergefahr in der Altstadt und die dort geforderten höheren Mieten. „Etwa zwölf Prozent der Verkaufsflächen stehen laut Wirtschaftsförderung leer“, heißt es weiter. Dabei weise die Hälfte der leerstehenden Flächen eine geringere Größe als 50 Quadratmeter auf. „Diese könnten etwa an Kleinstgewerbetreibende aus der Region vermietet werden“, schlägt der Bericht vor. Dies stelle auch aus Imagegründen ein großes Potenzial dar.

Nach dem Bericht liegt die Kaufkraft von Meißen etwa 18 Punkte unterhalb des deutschen Mittels. Dieses Bild sei typisch für einen Großteil der ostdeutschen Mittelzentren. Von den knapp 90 000 Quadratmetern Verkaufsfläche der Stadt entfallen allein 32 Prozent auf drei Einkaufszentren, wie beispielsweise die Neumarkt Arkaden, „die sich mehrheitlich außerhalb der Altstadt angesiedelt haben und aus dieser Umsätze abziehen“.

Positiv sei, dass die Stadt ein vielfältiges Angebot, das für Pendler, Touristen und Bewohner aus dem Umland sehr gut zu erreichen ist, anbietet. Überregional agierende Filialbetriebe wie C & A oder Deichmann würden neben inhabergeführten und lokal verankerten Unternehmen zu einem breiten Angebot beitragen. Allerdings hat sich C & A inzwischen aus Meißen verabschiedet. Die Studie fordert „ein aktives, zentral gesteuertes Vermietungsmanagement, um die Leerstände zu reduzieren. Unter der Adresse www.stadt-meissen.de/download/wirtschaft/immobilienmarktbericht_klein.pdf ist der Bericht im Internet zu finden.

Desktopversion des Artikels