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Mittwoch, 15.11.2017

Lautaer Unternehmen stattet Nationalmuseum in Kirgisistan aus

Die Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH schließt das größte Projekt der Firmengeschichte ab.

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Das Kirgisische Nationalmuseum wird von Vitrinenbau-Experten der Reier GmbH aus Lauta ausgestattet.
Das Kirgisische Nationalmuseum wird von Vitrinenbau-Experten der Reier GmbH aus Lauta ausgestattet.

© Reier GmbH

Lauta. Nur wenige Monate vor ihrem 30. Firmenjubiläum wird die in Lauta beheimatete Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH das bisher größte und in seiner Art einzigartige Projekt der Unternehmensgeschichte abschließen.

Sechs Wochen nach den ersten Besuchen im 6 000 Kilometer entfernten Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans, sowie nach intensiver Akquise und Unterstützung durch den Moskauer Handelspartner Kunstwerk, unterzeichnete die Firma Reier ihren ersten Auftrag zum Innenausbau des kirgisischen Nationalmuseums.

Für das etwa neun Millionen Euro teure Projekt holte sich Reier als Generalauftragnehmer zahlreiche Kompetenzen mit ins Boot. Neben dem Vitrinenbau, der nur einen Teil der Auftragssumme ausmacht, sorgen Architekten, Lichtdesigner, Akustik- und Mediengestalter, Depottechnikproduzenten, Innenausbaufirmen und Exponateinrichter für die qualitäts- und termingerechte Fertigstellung der Museums- und Ausstellungseinrichtung. Die Mitarbeiter der Reier GmbH arbeiten außer am Fertigungsstandort in Lauta auch beim Ausstellungsaufbau vor Ort mit.

Seit Ende Juli produziert die Reier GmbH für das kirgisische Nationalmuseum, das eine Ausstellungsfläche von 9  555 Quadratmetern hat, 311 Vitrinen. Diese bilden teils hochkomplexe räumliche Einheiten, welche sich über fünf Etagen erstrecken. Allein 36 Sattelschlepper (je 40 Tonnen) fuhren von Lauta in Richtung Bischkek, um alle Museumseinbauten – von Depottechnik über Vitrinen, Ausstellungsbau und Möbel bis hin zur Deckenbeleuchtung – vor Ort zu verbringen.

Für Ende November steht nun die Eröffnung des monumentalen Hauses durch den Landespräsidenten an. „Aufgrund des gesamten Leistungsumfanges würde solch ein Museumsausstattungsprojekt unter normalen Umständen mindestens zwei Jahre dauern“, betont Uwe Reier. Tatsächlich wird es nun innerhalb von sieben Monaten abgeschlossen sein. Daraus lässt sich das Maß der Anstrengungen nur erahnen.

Auch für 2018 ist das Auftragsbuch der Reier GmbH bereits gut gefüllt. Erst vor wenigen Tagen erhielt die Firma in Lauta einen weiteren millionenschweren Auftrag zur Lieferung von Großvitrinen – diesmal an das Nationalmuseum des Emirates Katar. (CD/BN/rgr)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Hundling

    Schön zu wissen, dass ein sächsisches Unternehmen zum Vorbild wird, weil es Geschäftsbeziehungen zu Diktatoren unterhält.^^

  2. Benreiter

    Auch wirklich schön zu wissen was wir uns durch unseren sinnlosen Kampf gegenüber der Wirtschaft Russland uns so alles durch die Lappen geht, die anderen Wirtschaftsländer aus Asien u.s.w. freut das sicher sehr! - sowie nach intensiver Akquise und Unterstützung durch den Moskauer Handelspartner Kunstwerk, unterzeichnete die Firma Reier ihren ersten Auftrag zum Innenausbau -

  3. Bernd Baum

    In Kirgisien waren vor 4 Wochen Präsidentschaftswahlen. Die Amtszeit des Präsidenten ist auf eine Amtszeit von 6 Jahren limitiert. Es ist sicher gewagt, hier von einer Diktatur zu sprechen. Katar ist eine Emirat und somit eine Monarchie. Auch hier kann man sicher nicht von einer Diktatur sprechen.

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