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Dienstag, 21.03.2017

Landrat lehnt Sparkassenfusion ab

Zwei Sparkassen teilen sich das Geschäft im Landkreis Bautzen. Für einen Zusammenschluss gibt es aus Sicht von Michael Harig gegenwärtig keinerlei Anlass.

Von Sebastian Kositz

© Uwe Soeder

Bautzen. Landrat Michael Harig (CDU) hat sich gegen einen möglichen Zusammenschluss der Kreissparkasse Bautzen und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden ausgesprochen. Für eine Fusion der beiden Geldhäuser gibt es aus Sicht des Unionspolitikers gegenwärtig keinerlei Notwendigkeit. Die beiden Sparkassen seien wirtschaftlich gut aufgestellt, erklärt Michael Harig.

Mit den beiden Kreditinstituten sind im Landkreis Bautzen gleich zwei Sparkassen tätig. Das Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Bautzen umfasst das Gebiet der beiden Altkreise Bautzen und Bischofswerda. Im Altkreis Kamenz und in Hoyerswerda ist stattdessen die Ostsächsische Sparkasse Dresden tätig. Die Strukturen waren im Zuge der Kreisfusion vor knapp zehn Jahren nicht angefasst worden. Eine Neuordnung der Sparkassenlandschaft war von den Beteiligten damals abgelehnt worden.

Neben dem westlichen Teil des Kreises Bautzen deckt die Ostsächsische Sparkasse Dresden auch das Gebiet der Landeshauptstadt und des Kreises Sächsisches Schweiz – Osterzgebirge ab. Gemessen an der Bilanzsumme ist das Geldhaus die zweitgrößte Sparkasse in Ostdeutschland. Die Höhe der Einlagen wird auf zehn Milliarden Euro beziffert. Die Gesamthöhe der Kundeneinlagen bei der Kreissparkasse Bautzen wurden jüngst mit 1,5 Milliarden Euro beziffert.

Die vergleichsweise geringere Größe ist aus Sicht von Michael Harig für die Kreissparkasse kein Wettbewerbsnachteil. Bei ihren Geschäften kommen sich die beiden Häuser zudem nicht in die Quere. Trotz der niedrigen Zinsen hat die Kreissparkasse das abgelaufene Jahr „zufriedenstellend“ beendet, wie Vorstand Dirk Albers erklärt. Unterm Strich steht ein Gewinn von einer Million Euro – 400 000 Euro mehr als 2015.

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