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Freitag, 17.11.2017

Lässt sich dem Hörverlust im Alter entgegenwirken?

Es ist keine Seltenheit, dass im Alter das Gehör versagt.

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Ein kompletter Hörverlust ist selten, eine Einschränkung der Hörfähigkeit allerdings gang und gäbe. Ist es möglich, dem schwindenden Hörvermögen entgegenzuwirken?

Unser Hörvermögen wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt. Ausschlaggebend ist das innere Hörorgan, die Hörmuschel. Dieser recht komplizierte Apparat setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Die Beschaffenheit der einzelnen Teile bestimmt unter anderem darüber, wie gut oder schlecht wir hören können.

Im Laufe der Jahre kommt es zu einer natürlichen Verwachsung einzelner Organbereiche. Dies hat zur Folge, dass hohe Töne nicht mehr wahrgenommen werden können. Dieser Prozess beginnt bereits im Alter von rund 25 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt verlieren die meisten von uns die Möglichkeit, einen bestimmten Höhenbereich wahrzunehmen. Da diese Töne nur sehr selten vorkommen und für den Alltag kaum relevant sind, nehmen wir diesen ersten Hörverlust meist nicht wahr.

Info

Dieses Phänomen wurde in Testläufen dazu genutzt, Jugendliche davon abzuhalten, vor Geschäften herumzulungern. Die für ältere Menschen unhörbare Tonfrequenz wurde in kurzen Abständen abgespielt. Da nur sehr junge Menschen die Töne hören können, werden alle anderen Kunden und Fußgänger nicht durch die Tonsignale belästigt.

Je älter man wird, umso weiter fortgeschritten ist der altersbedingte Hörverlust. Es ist kaum möglich, aktiv dagegen anzugehen. In welchem Umfang das Hörvermögen sich verschlechtert, ist genetisch bedingt. Eine größere Verwachsung des Innenohrs resultiert in einem schlechteren Hörvermögen. Dies ist der Grund dafür, dass manche Menschen nahezu bis an ihr Lebensende ein gutes Gehör haben und andere nahezu taub sind.

Krankheitsbedingter Hörverlust

Aber nicht nur der genetische Hörverlust sorgt für die unerwünschten Hörprobleme im Alter. Es gibt eine Vielzahl von Gründen:

  • Unfälle
  • Bakterielle Entzündungen
  • Krankheitssymptome

Eine schwere Ohrentzündung kann die Ohrenknorpel angreifen. Sind diese beschädigt, ist eine einwandfreie Tonübertragung nicht mehr möglich. Es gibt operative Wege, das zerstörte Knorpelgewebe zu erneuern; jedoch hat die Technik ihre Grenzen. Schwere Verletzungen sind nicht immer in vollem Umfang reparabel.

Es ist wichtig, eine gute Ohrhygiene zu pflegen, um bakteriellen Entzündungen vorzubeugen. Die individuelle Ohrreinigung sollte dabei sanft und schonend sein. Immer beliebter wird dafür der Einsatz von Ohrreinigungsspray. Im Vergleich zum Wattestäbchen oder Reinigungsöl, hat es nämlich einige Vorteile zu bieten.

Handelt sich das Ohrproblem um eine Begleiterscheinung einer andere Krankheit, kann eine Behandlung umfangreicher ausfallen. Typische Begleiterscheinungen sind Tinnitus oder Mittelohrentzündung. Um langfristige Schäden zu vermeiden, unbedingt einen Facharzt aufsuchen, sobald es erste Anzeichen von Problemen gibt. Diese können einen unangenehmen Druck auf den Ohren bis hin zu Eiterbildung umfassen.

Fazit – die Gene spielen eine wichtige Rolle

Ein Großteil von Hörschädigungen ist genetisch bedingt und lässt sich nicht verhindern. Eine gute Ohrhygiene schützt vor Entzündungen. Wer im Fall von Ohrproblemen rechtzeitig handelt, kann in der Regel Langzeitschäden vorbeugen.

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