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Donnerstag, 28.12.2017

Kulturring erhält Schenkung

Im April beginnt die Ausstellungssaison in der Pulsnitzer Kunsthalle. Es ist ein Kunst- Experiment mit Gießformen.

Die Knopfkunst war ein besonderer Publikumsmagnet.
Die Knopfkunst war ein besonderer Publikumsmagnet.

© PR

Pulsnitz. Transformation des Gewöhnlichen – so heißt die Präsentation, mit der der Kulturring seine Ausstellungssaison in der Ostsächsischen Kunsthalle im April 2018 eröffnen wird. 27 Künstlerinnen aller Generationen haben sich mit alten figürlichen Gießformen, wie sie in der Keramikindustrie Verwendung finden, künstlerisch auseinandergesetzt und diese zu ungewöhnlichen Objekten geformt.

Eine Transformation des Gewöhnlichen war auch die letzte Ausstellung 2017 in der Ostsächsischen Kunsthalle. Knöpfe als Kunstobjekte – bunt, überraschend, faszinierend, schön und ein Publikumsmagnet. Mehr als 2 500 Besucher zog die Ausstellung an und die neu eingeführte Knopfwährung musste in Eimern davongetragen werden. Noch im Dezember erreichten den Kulturring Anrufe mit der Frage nach den Öffnungszeiten der Knopfausstellung. Zu spät, eine Neuauflage soll es erst in drei Jahren geben. Doch es gab 2017 mehr als nur Knöpfe zu sehen. Olaf Martens präsentierte im Geburtshaus Ernst Rietschels seine beeindruckenden Fotos vom Tanzprojekt mit behinderten Menschen aus der Werkstatt in Panschwitz-Kuckau. Es folgten die ausdrucksstarken, sehr weiblichen Holzschnitte von Sibylle Leifer und die Plastiken von Prof. Helmut Heinze zum 85. Geburtstag des seit mehr als 30 Jahren dem Kulturring verbundenen Dresdner Bildhauers. Zwei große Ausstellungsblöcke waren mit dem Titel „Stadtlandschaften I und II“ überschrieben. Der Kulturring lud Chemnitzer und Leipzig Künstler in die Lausitz ein. Im August führte die Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz in der Ostsächsischen Kunsthalle ihre jährliche Benefizauktion durch. Es wurde geboten und überboten. Das Ergebnis der Auktion kommt wieder der bildenden Kunst zugute. Zahlreiche Konzert, Vorträge, Filmvorführungen und weitere Ausstellungen im Kultursaal der Helios Klinik Schloss Pulsnitz rundeten das Programm ab.

Vertrauen und Sympathie für die Arbeit des Kulturringes sind die Grundlage für zwei außergewöhnliche Schenkungen im Jahr 2017. Zunächst erhielt der Kulturring 18 sehr schöne und funktionale Glasvitrinen. Im Rückblick gleicht diese Schenkung einer Fügung, denn die Vitrinen waren die Voraussetzung für die Knopfausstellung. Aus dem Nachlass eines verehrten und hochbetagt verstorbenen Vereinsmitgliedes übergaben im Mai die Erben eine Kunstsammlung. Diese umfasst mehr als 600 Arbeiten von Künstlern wie Horst und Sibylle Leifer, Johanna Kayser, Gerd Sonntag und von russischen Malern. Für das Jahr 2019 ist die erste große Ausstellung von Teilen der Sammlung geplant.

2018 wird ein Jahr mit kleinen und größeren Jubiläen. Für Jürgen Cominotto holt der Verein den 65. Geburtstag nach, an Emil Pischel erinnert er zum 110. Geburtstag. Herbert Vogts 100. Geburtstag steht an und Christiane Latendorf begeht ihren 50. Geburtstag mit einem „Glockenschlag der Seele“ – so nennt die Künstlerin ihre Ausstellung in der Ostsächsischen Kunsthalle. Begleitet werden die Präsentationen von der Konzert- und Veranstaltungsreihe im Kultursaal der Helios Klinik Schloss Pulsnitz. (sch)

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