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Samstag, 12.08.2017 TV-Tipp

Die Kraft des Wassers

Nicht erst seit den Tsunamis von 2004 und 2011 ist immer öfter von Riesenwellen auf dem Meer die Rede. Eine Reportage geht diesem Naturphänomen nach.

Von Klaus Braeuer

So sah es am 15.April 2011 im japanischen Kesennuma aus, nach einem Erdbeben und Tsunami. In der neuen Sendung von „Terra X“geht es um die unbändige Kraft des Wassers.
So sah es am 15. April 2011 im japanischen Kesennuma aus, nach einem Erdbeben und Tsunami. In der neuen Sendung von „Terra X“ geht es um die unbändige Kraft des Wassers.

© dpa

Das Klima verändert sich rapide, Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Vor der thailändischen (2004) und vor der japanischen Küste (2011) gab es verheerende Tsunamis. Und selbst auf offener See werden gelegentlich Kreuzfahrtschiffe mit solch großen Wellen konfrontiert. Mit diesem Phänomen setzt sich an diesem Sonntag das Magazin „Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens“ auseinander.

Der Begriff Tsunami stammt aus dem Japanischen, bedeutet wörtlich übersetzt „Hafenwelle“ und entsteht durch ein plötzlich eintretendes Heben oder Senken des Meeresbodens, zumeist ausgelöst durch ein Erd- oder Seebeben. In Küstennähe wird das Wasser erst gestaut und türmt sich danach zu einer hohen Flutwelle auf. Im Film wird das etwas einfacher erklärt: „Es ist nicht das Wasser, das sich bewegt. Die Energie im Wasser wandert – bis sie auf eine Küste trifft. Dann wird die Welle unten abgebremst, sie überrollt sich gewissermaßen selbst und richtet dabei verheerenden Schaden an.“ Das geschieht nicht nur an den Küsten in Asien, sondern sogar – deutlich harmloser – in der Nordsee. Jede zehnte Riesenwelle ereignet sich im ansonsten meist friedlichen Mittelmeer.

Genau dort, vor der griechischen Vulkaninsel Santorin, stürzt sich der Reporter Dirk Steffens gewohnt furchtlos in ein kleines Abenteuer und taucht hinab auf den dunklen Meeresgrund, um den Ursachen dieser Naturgewalten nachzuforschen. Dabei hat er einen technischen Helfer als Begleitung: „Ocean One“, der erste Tauchroboter, ist eine Weltneuheit, weil er sich unter Wasser genauso verhalten soll wie ein Mensch. Schließlich geht es auch um die Frage, was die Menschen an Land in den Risikogebieten tun können, um den Wassergewalten wirksam zu begegnen.

Derweil taucht der Wissenschaftsjournalist Harald Lesch an der Kraterwand entlang, ganz auf der Suche nach Anzeichen von vulkanischer Aktivität. Auch sonst folgt Lesch lieber den Spuren der Forscher und setzt auf ihre gezielten Berechnungen und Experimente. Damit wurde auch ein Frühwarnsystem für Tsunamis entwickelt.

Ihre Reportage ist interessant. Lesch und Steffens bringen verborgene Phänomene ans Licht und erklären sie zumeist anschaulich: „Ein Riesentsunami kommt statistisch gesehen nur alle 17 000 Jahre vor. Es könnte aber auch am nächsten Dienstag sein“. (dpa)

„Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens“, 19.30 Uhr, ZDF

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