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Freitag, 29.12.2017

Krimineller Wachmann

Der Mitarbeiter einer Schutzfirma sollte aufpassen, dass niemand in Glashütte Luxusuhren stiehlt. Doch es kam anders.

Von Franz Herz

Bei Lange Uhren in Glashütte hat ein Wachmann lange Finger gemacht. Er wurde überführt und verurteilt.
Bei Lange Uhren in Glashütte hat ein Wachmann lange Finger gemacht. Er wurde überführt und verurteilt.

© Egbert Kamprath

Glashütte. Am Donnerstag stand ein Wachmann vor dem Amtsrichter in Dippoldiswalde. Er war Mitarbeiter eines Bewachungsunternehmens und in dieser Funktion beim Luxusuhrenhersteller Lange in Glashütte eingesetzt. Eigentlich sollte er ja darauf achten, dass niemand dort etwas stiehlt. Schließlich werden in dem Luxusbetrieb wertvolle Uhren hergestellt, und es lagern auch entsprechend kostbare Materialien in den Tresoren.

Stattdessen hat der 50-Jährige aber seine Vertrauensstellung missbraucht und selbst zugegriffen. Allerdings hat der Wachmann keine der feinen Luxusuhren mitgenommen, sondern elektronische Geräte. Zwei Digitalkameras hat er aus dem Uhrenbetrieb entwendet. Deswegen wurde er nun zu acht Monaten Haft verurteilt, wie Amtsrichter Christian Mansch auf SZ-Anfrage mitteilte. Dabei kam ein weiterer Punkt erschwerend für den Angeklagten hinzu: Der Mann hatte schon eine Vorstrafe, die noch zur Bewährung ausgesetzt war.

Das neue Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig.