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Donnerstag, 28.12.2017

Korb für Käbschütztal

Meißen und Nossen sehen sich derzeit nicht in de Lage, Eingliederungen vorzunehmen.

Käbschütztal. Weder Meißen noch Nossen sehen sich derzeit in der Lage, Teile der Gemeinde Käbschütztal einzugliedern. Das geht aus dem Protokoll eines Gesprächs im Landratsamt Meißen hervor. An dem Gespräch nahmen auch Mitarbeiter des sächsischen Innenministeriums teil.

Meißen ist zwar bereit, das Gebiet Jahna-Löthain einzugliedern. „Eine darüber hinausgehende Bereitschaft ist durch die Stadt Meißen, insbesondere im Hinblick auf den damit verbundenen Anstieg der Einwohnerzahlen über 30 000 Einwohner nicht gegeben“, heißt es im Protokoll. Dies hänge auch damit zusammen, dass die Stadt verstärkt in die eigene Infrastruktur wie Schulen und Kindertagesstätten investieren müsse. Dies schränke die Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die Eingliederung von Teilen der Gemeinde Käbschütztal weiter ein.

Aus Sicht der Stadt Nossen ist eine Eingliederung von Krögis derzeit nicht leistbar. Dies sei frühestens ab 2019 möglich. Die Stadt weist darauf hin, dass sie gegenwärtig finanziell und auch mit Blick auf die Kapazitäten der Verwaltung nicht in der Lage sei, weitere Eingliederungen vorzunehmen. Die Stadt müsse immer noch die Eingliederungen von Ketzerbachtal und Leuben-Schleinitz vom 1. Januar 2014 verarbeiten. Zudem sieht die Stadt ihre Leistungsgrenze erreicht und verweist darauf, dass sie schon in der Vergangenheit die hoch verschuldete Gemeinde Heynitz eingegliedert hat. (SZ/jm)

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