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Freitag, 13.10.2017

Kommentar: Notdienstprobleme, die überraschen

Frank Oehl über die Absicherung der Zahnversorgung

Während im Raum Bautzen ab dem neuen Jahr der zahnschmerzgeplagte Bürgerschaft an den Wochenenden längere Anfahrten zu „Dr. Bohrmann“ drohen, kann davon in und um Kamenz oder auch in Großröhrsdorf keine Rede sein. Hier ist das Zusammenlegen von Notarztterritorien weder angefragt, noch nötig. Diese Unterscheidung überrascht, ist aber auch verständlich: Je ländlicher ein Raum aufgestellt ist, umso schwieriger ist die Absicherung der Gesundheitsversorgung durch niedergelassene Ärzte aller Art. Und da macht es schon einen Unterschied, ob eine Zahnarztpraxis dresden- oder eher bautzennah liegt.

Der potenzielle Notfallpatient profitiert aber im konkreten Fall auch vom freundschaftlichen Zusammenwirken der Ärzte, wenn es um die Notdienstgewährleistung geht. Im Rödertal wurde sogar eine „Stammtisch“-Form etabliert. Dort treffen sich die Stomatologen regelmäßig, um sich zu beraten und Dienste abzustimmen. Dieses praxisübergreifende Herangehen sollte Schule machen. Im Interesse der Zahngesundheit.

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