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Dienstag, 02.01.2018

Kommentar: Hier hilft kein Arzt mehr

Dann gehe ich eben zum Arzt. Der wird schon was machen. Die zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Gesundheit ist manchmal erschreckend. Je mehr auf der einen Seite Fitness- und Gesundheitsbewusstsein steigen, umso mehr nimmt das auf der anderen Seite offenbar ab. Fast so, als gäbe es auch hier eine Zweiklassengesellschaft. Nur kann hier jeder selbst bestimmen, auf welche Seite er will. Zu denen gehören, die sich von Toastbrot, Schokolade und Cola ernähren, den Tag vor dem Fernseher oder zockend am Computer sitzen und für Sport nicht mehr als den alten Spruch „.... ist Mord“ übrig haben. Oder lieber doch zu denen, die sich zumindest bemühen, mehr Fisch als Fleisch zu essen, Industriezucker als Gift erkannt haben, auch nach einem Zehn-Stunden-Arbeitstag noch eine Runde laufen gehen. Sicher, beides sind Extreme, aber irgendwo wird sich jeder einordnen können.

Denjenigen auf der faulen Seite sollte die Statistik um Fettleibigkeit im Landkreis zu denken geben. Denn tatsächlich kann hier kein Arzt helfen. Tabletten mögen den Blutdruck oder den Cholesterinspiegel vielleicht eine Weile senken. Letztlich wird der Körper nach jahrelanger Vernachlässigung aber irgendwann nicht mehr mitmachen. Besonders schlimm: Schon Kinder werden zum Faulsein erzogen. Gesunde Ernährung wird höchstens mal kurz im Sachunterricht angesprochen oder es gibt dazu gar ein Projekt in der Schule. Die Eltern daheim werden ihr Essverhalten deswegen aber nicht ändern. Oder doch? Vielleicht schafft es der eine oder andere doch, mal den guten Vorsatz, gesünder zu leben, umzusetzen? Vorausgesetzt, er hat ihn überhaupt gefasst, weil er erkannt hat, dass die eigene Gesundheit das Kostbarste ist, was er hat.

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