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Samstag, 20.05.2017

Kommentar: Eine Nummer zu groß

Carina Brestrich über die Entscheidung zur Lederfabrik

Eine alte Fabrik als Zentrum für Künstler, Designer, Werbeleute und andere Kreative – die Idee hat Charme, und sie würde Freitals Image guttun. Doch Kreativität findet ihre Schranken meist in den Kosten. So ist es auch bei der Lederfabrik. Zwischen Abriss und Sanierung liegen nicht nur 2,3 Millionen Euro. Das Risiko, ob sich ein Kreativzentrum auf lange Sicht trägt, ist einfach zu groß. Mit Blick auf die städtischen Finanzen ist die Entscheidung des Stadtrats gegen eine Sanierung deshalb nur vernünftig.

Oft werden in den Abwägungen um teure Bauprojekte immer wieder andere Vorhaben angeführt, für die dann kein Geld da wäre. Im Falle der Lederfabrik waren es etwa die Ballsäle Coßmannsdorf oder der Abschluss der Umgehungsstraße. Solche Vorhaben dürfen aber am Ende nicht nur vorgeschoben, sondern stattdessen müssen sie forciert werden. Denn Prioritäten sind da, um auch abgearbeitet zu werden. Sie dürfen nicht missbraucht werden, um anderes zu verhindern.

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